Verwaltung

Neue Präsidentin der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eva Bell (Foto: © Verbraucherzentrale Berlin)

Eva Bell hat ihr Amt als neue Präsidentin der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg angetreten. Umweltminister Franz Untersteller zeigte sich bei der Amtseinführung in Karlsruhe überzeugt, dass die Landesanstalt unter Eva Bell ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen wird.

Umweltminister Franz Untersteller hat in Karlsruhe Eva Bell in ihr Amt als neue Präsidentin der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) eingeführt. Die in Essen geborene 53-jährige Ernährungswissenschaftlerin folgt Margareta Barth nach, die die LUBW von 1997 bis Juni 2017 geleitet hatte.

„Die rechtlich unabhängige LUBW hat sich als hochkompetente und objektive Fachbehörde für Fragen des Umwelt- und Naturschutzes, des technischen Arbeitsschutzes, des Strahlenschutzes oder der Produktsicherheit über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus einen Namen gemacht“, betonte Umweltminister Untersteller. Von ihrer umfassenden Expertise profitierten Ministerien, Regierungspräsidien, Landratsämter sowie die Städte und Gemeinden, aber auch die Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg, so Untersteller. „Ich bin davon überzeugt, dass die LUBW unter Eva Bell ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen wird.“

Entwicklung der Umweltqualität im Land bewerten

Die neue LUBW-Präsidentin Eva Bell bedankte sich in ihrer Ansprache für das ihr entgegengebrachte Vertrauen und betonte dabei die große Bedeutung detaillierter Umweltdaten: „Aktuelle und valide Informationen über den Zustand der Umwelt sind unerlässliche Grundlagen für umweltpolitische Maßnahmen und Entscheidungen.“ Mit landesweiten Messnetzen und Kartierungen schaffe die LUBW eine solide Datenbasis, um die Entwicklung der Umweltqualität in Baden-Württemberg zu bewerten. Für Bell sind die Aufarbeitung der Industrialisierung und der Einsatz für eine intakte Umwelt, für eine geschützte Natur und für eine nachhaltige Entwicklung wichtige gesellschaftliche Aufgaben. In den letzten Jahren sei viel erreicht worden, aber es zeichneten sich bereits neue Herausforderungen ab. In ihrer Ansprache nannte Bell als die drei Kernherausforderungen: Der Anteil Baden-Württembergs an der globalen Entwicklung, die Anpassung an den Klimawandel und die Digitalisierung. „Diese Megatrends bestimmen die Zukunft und die Aufgaben der LUBW.“

Die LUBW sei Teil des Risikomanagements der Landesregierung, das Kompetenzzentrum für Baden-Württemberg in Umweltfragen und ein erfolgskritischer Faktor für den Vollzug, sagte Eva Bell weiter. „Öffentliche Gelder sind bei der LUBW gut angelegt“, so Bell. Sie baue darauf, dass der geplante Stellenzuwachs in der Umweltverwaltung die LUBW für die Zukunftsaufgaben noch weiter stärke.

Beruflicher Werdegang

Eva Bell hat viele Jahre in den Verbraucherzentralen von Rheinland-Pfalz, Thüringen und Nordrhein-Westfalen gearbeitet, zuletzt als geschäftsführender Vorstand in Berlin. Von 2003 bis 2012 war Eva Bell wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Internationale Erfahrung hat sie Anfang des Jahrtausends für die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit als Gutachterin in Chile und Bolivien gesammelt. Die studierte Ernährungswissenschaftlerin hat zusätzlich mit ihrem Zusatzstudium „Wirtschafts- und Arbeitsrecht“ eine fundierte Basis für ihren Werdegang gelegt. Eva Bell ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern.

Eva Bell neue Präsidentin der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz

Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Ein Reh springt bei Bodnegg (Baden-Württemberg) über eine Wiese, auf der Löwenzahn blüht. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Forst

Forstliches Gutachten 2024 Baden-Württemberg

Siegerehrung Start-up BW Elevator Pitch Vorentscheid Rems-Murr
Start-up BW

Fibryx GmbH im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch"

Wasserrückhalt im Wald
Forst

Wälder speichern Wasser und schützen vor Erosion

von links nach rechts: Steffen Jäger, Präsident des Gemeindetages Baden-Württemberg, stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl, Landrat Dr. Achim Brötel, Präsident des Landkreistags Baden-Württemberg, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Präsident des Städtetages Baden-Württemberg
Digitalisierung

Schnellere Digitalisierung der Verwaltung

Das Flügelrad für Radioaktivität ist auf einer sogenannte Ringleitung für hochkonzentriertes Radon zu sehen.
Strahlenschutz

Ergebnisse des Radon-Messprogramms

Straßenverkehr in Stuttgart
Bundesrat

Gegen erneute Verbote für Automobilbranche

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Klimawandel

2025 deutlich zu warm und mit ausgeprägter Hitzephase

Stuttgart, 03.03.2026: Staatssekretär Andre Baumann (zweiter von links) mit den Gründern des Ombudsverein Erdwärme e. V. (von links): Dr. Herbert Pohl (Geschäftsführer, Deutsche ErdWärme GmbH), Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Dr. Horst Kreuter (Vulcan Energie Ressourcen GmbH), Andreas Mühlig (Leiter GE Erzeugung Betrieb EnBW Energie Baden-Württemberg AG), Dr. Hansjörg Roll (Mitglied des Vorstands, MVV Energie AG), Klaus Preiser (Geschäftsführung, badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG), Jürgen Scheurer (Geschäftsführer, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.), Jörg Dürr-Pucher, (Vorsitzender, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.)
Energiewende

Ombudsverein Erdwärme für schnelle Schlichtungen gegründet

Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Weinbau

Mehr Förderung und Flexibilität für den Weinbau

Ein Brennstoffzellen-Hybridbus der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) steht in Stuttgart an einer Bushaltestelle.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Auszeichnung

Kurt Josef Lacher erhält Bundesverdienstmedaille

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Kommunale Wärmeversorgung mit Biogas in Weikersheim

Logo Öffentlicher Gesundheitsdienst. Die Abkürzung "ÖGD" ist in dicken Buchstaben dargestellt. Darunter steht in "Öffentlicher Gesundheitsdienst - Schützt. Hilft. Klärt auf."
Studium

Neue Vorabquote fürs Medizinstudium

Portraitfoto Herr Chavillier
Amtsleiterwechsel

Neuer Leiter am Staatlichen Hochbauamt Schwäbisch Hall