Energieeffizienz

Abwärme der Badischen Stahlwerke soll Kehl und Straßburg heizen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.

Strasbourg, Kehl und die Badischen Stahlwerke haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, industrielle Abwärme künftig in die Wärmentze der beiden Städte einzuspeisen. Das Land Baden-Württemberg und die Région Grand Est unterstützen das Projekt.

Die Eurométropole Strasbourg, die Stadt Kehl und die Badischen Stahlwerke (BSW) beabsichtigen, die industrielle Abwärme aus der Stahlproduktion der BSW in die Wärmenetze der beiden Grenzstädte Straßburg und Kehl einzuspeisen. Das Projekt wird von der Région Grand Est und dem Land Baden-Württemberg unterstützt. Weiterer Partner ist das Unternehmen BK Bioenergie, das für seinen Produktionsstandort in Kehl ebenfalls Abwärme der BSW nutzen will.    

„Ein grenzüberschreitendes Projekt dieser Größenordnung ist nicht alltäglich und ein leuchtendes Beispiel für deutsch-französische Zusammenarbeit und Klimaschutz“, freute sich Umweltstaatssekretär Andre Baumann bei der heutigen Unterzeichnung des so genannten Letter of Intent auf dem Rhein. Es gebe zwar noch eine Reihe offener Fragen, so Baumann, „aber mit den Unterschriften unter die Absichtserklärung beginnt die konkrete Umsetzungsphase des Vorhabens. Das ist ein riesiger Schritt zu weniger Treibhausgasausstoß in der Region Straßburg-Kehl.“

80 Gigawattsunden Wärme bereits in der ersten Ausbaustufe

Bereits in einem ersten Ausbauschritt sollen 45 Gigawattstunden (GWh) Abwärme in das Straßburger Wärmenetz eingespeist sowie 35 GWh an die BK Bioenergie geliefert werden. Nach und nach sollen dann das Wärmenetz der Stadt Kehl und weitere Wärmekunden im Hafen Kehl an die Wärmetrasse angeschlossen werden. Für das Straßburger Wärmenetz ist zudem vorgesehen, die Wärmeabnahme bei den Badischen Stahlwerken mittelfristig zu verdoppeln.

Zunächst soll jetzt eine Wärmetransportgesellschaft gegründet werden, die sich vor allem um die Finanzierung der Wärmetrasse und die Einkopplung der Abwärme ins Wärmenetz Straßburgs kümmern soll. Beteiligt daran sind die Stadt Kehl und das Land Baden-Württemberg auf deutscher sowie die Eurométropole Straßburg und die Région Grand Est auf französischer Seite.

Für das grenzüberschreitende Infrastrukturprojekt, das eine Rheinquerung beinhalten wird, ist eine mehrjährige Realisierungszeit vorgesehen.

Laut Machbarkeitsstudie sind dazu in der ersten Ausbaustufe Investitionen von rund 25 Millionen Euro nötig.

Weitere Meldungen

Ein Motorradfahrer fährt auf einer Landstraße. (Bild: dpa)
Verkehrssicherheit

Bundesweiter Aktionstag „sicher.mobil.leben“

Zahlreiche Menschen sind auf einem Radweg bei Sonnenschein auf ihren Fahrrädern und E-Roller unterwegs.
Radverkehr

STADTRADELN 2026 startet

Ein Messegast lässt sich eine so genannte ORC-Anlage erläutern.
Klimaschutz

Land fördert Energiefahrpläne für Unternehmen und Einrichtungen

Zitterpappel
Forst

Zitterpappel bereichert Wald und Bioökonomie

Ein Bauarbeiter schaut auf ein Gebäude, das als Testobjekt aus Recyclingbeton gebaut wird.
N!BBW

Neue Termine für Workshops „Nachhaltiges Bauen“

Absperrung auf einer Straße. Im Hintergrund eine Autobrücke.
Kommunaler Straßenbau

Land unterstützt Kommunen beim Umbau der Straßeninfrastruktur

Neubau Kollegiengebäude 1, Pädagogische Hochschule Freiburg, Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten, Stuttgart
Holzbau

Klimafreundlich Bauen mit Holz

Kernkraftwerk Philippsburg ohne Türme (Aufnahme vom 03.06.2020)
Kernkraft

Offene Rohrdurchführungen im Kernkraftwerk Philippsburg

Ein Mitarbeiter von Kawasaki führt bei der Industriemesse Hannover Messe am Messestand von Microsoft die Überwachung und Steuerung einer Maschine mit einer AR-Brille (Augmented Reality) vor.
Industrielle Innovation

Baden-Württemberg auf der Hannover Messe 2026

Minister Hermann und die Bine von bwegt klatschen sich ab
Nahverkehr

bwegt-Wanderweg Tübingen-Rottenburg eröffnet

Drohne mit Auslegearm zum Einölen der Eier beim Anflug an einen Baum mit Kormorannestern
Fischerei

Drohnen-Testflug zum Kormoranmanagement am Bodensee

links: Behältnis, das am Ostersonntag (5. April 2026) in einem Garten gefunden wurde; rechts: Laboranalyse
Strahlenschutz

Fundstück enthielt zu keinem Zeitpunkt Polonium-210

Polizeistreife bei Verkehrsunfall
Polizei

Bilanz des europaweiten Speedmarathons 2026

Asiatische Hornisse
Artenmanagement

Königinnen und Nester der Asiatischen Hornisse melden

Wengenviertel in Ulm
Städtebau

Städtebauförderprogramm 2027 startet