Wirtschaft

Abbau von Hindernissen im Binnenmarkt

Wirtschaftsakteure aus Baden-Württemberg und Frankreich haben mit Vertretern der EU-Kommission über den Abbau von Hindernissen im europäischen Binnenmarkt diskutiert.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Die Europafahne weht auf dem Dach der Villa Reitzenstein, dem Amtssitz des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg.

Wirtschaftsakteure aus Baden-Württemberg und Frankreich haben sich am 17. November 2025 mit Vertretern der EU-Kommission in Karlsruhe getroffen, um über die Beseitigung von Handelshemmnissen im europäischen Binnenmarkt und insbesondere in der Grenzregion am Oberrhein zu diskutieren. Im Mittelpunkt der vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg und den Regierungspräsidien Karlsruhe und Freiburg geplanten Veranstaltung standen die Erfahrungen von Unternehmen, die täglich grenzüberschreitend arbeiten. Teilnehmende aus Wirtschaft und Kammern schilderten konkrete Fälle aus ihrem Alltag und machten deutlich, wo Verfahren zu kompliziert, zu langsam oder zu uneinheitlich sind.

Ein klares Signal setzte Dr. Patrick Rapp, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, mit der Übergabe eines Positionspapiers an die EU-Kommission. Es enthält konkrete Praxisfälle und Empfehlungen, wie der Binnenmarkt spürbar einfacher werden kann. „Europa braucht einen Binnenmarkt, der in der Praxis funktioniert. Deshalb bringen wir konkrete Fälle aus Baden-Württemberg direkt bei der Kommission ein: Damit Hemmnisse abgebaut, Verfahren vereinfacht und Unternehmen spürbar entlastet werden“, sagte Rapp.

„Der Oberrhein gehört weiterhin zu den wirtschaftsstarken Räumen in der EU. Die Attraktivität der Region gilt es sowohl für die Menschen als auch für die Wirtschaft zu erhalten und zu steigern“, betonte Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder in ihrer Begrüßung.

Teilnehmer und Hintergründe der Veranstaltung

Neben politischen Akteuren aus Baden-Württemberg und der Vertretung der Europäischen Union nahmen an der Veranstaltung auch Unternehmen sowie Vertreterinnen und Vertreter der Kammern aus Deutschland und Frankreich teil. Sie berichteten anschaulich von konkreten Erfahrungen aus dem grenzüberschreitenden Arbeitsalltag, zeigten strukturelle Ursachen der bestehenden Herausforderungen auf und lieferten gezielte Lösungsimpulse.

Anlass für die Veranstaltung „Die EU-Binnenmarktstrategie – Grenzüberschreitende Hemmnisse mit Lösungsvorschlägen aus der Praxis ambitioniert abbauen“ war die im Mai 2025 veröffentlichte Binnenmarktstrategie der Europäischen Kommission. Sie gilt als wichtiger Impuls zur Sicherung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit Europas. Vor dem Hintergrund vieler geopolitischer Herausforderungen und diverser Handelsspannungen sind die darin geplanten Verbesserungen von enormer Bedeutung. Baden-Württemberg zählt zu den wirtschaftsstärksten und innovativsten Regionen Europas. Rund die Hälfte der Exporte Baden-Württembergs geht in die EU. Jedoch ist die Grenzregion zu Frankreich besonders von Hindernissen im Binnenmarkt betroffen.

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus: Positionspapier „For a Stronger Single Markets“

Weitere Meldungen

Visualisierung vom Anbau der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen Ansicht West
Vermögen und Bau

Frauenklinik am Universitäts­klinikum Tübingen wird erweitert

Eine Frau bedient das Portal ELSTER der deutschen Steuerverwaltungen zur Abwicklung der Steuererklärungen und Steueranmeldungen über das Internet.
Steuern

Digitale Steuererklärung wird deutlich einfacher

Eine muslimische Einwanderin sitzt mit anderen Personen am Tisch und schaut sich während des Englischunterrichts Blätter mit Grammatikaufgaben an.
Integration

Lucha kritisiert Zulassungsstopp bei Integrationskursen

Stuttgart Neckarpark
Wohnraumoffensive

Land unterstützt Kommunen mit Bau-Turbo

Gruppenbild anlässlich der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der ukrainischen Region Lwiw
Absichtserklärung

Baden-Württemberg und Lwiw vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit

DEHOGA Cup
Start-up BW

Kleinblatt GmbH aus Stuttgart gewinnt den DEHOGA CUP

Forscher im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Innovation

Land fördert Digitales Innovationszentrum am Uniklinikum Freiburg

Ein Windrad ist auf der Holzschlägermatte bei Freiburg zu sehen.
Erneuerbare Energien

Mehr Windkraft für Baden-Württemberg

GNSS-Empfänger mit Sonnenaufgang
Digitale Infrastruktur

Satellitenpositionierungsdienst SAPOS® stark genutzt

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Dritter von rechts) und der Antisemitismusbeauftragte Dr. Michael Blume (Vierter von links) mit den Vorständen der Israelitischen Religionsgemeinschaften Württembergs und Baden
Religion

Kretschmann trifft Vorstände der jüdischen Gemeinschaften

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Februar 2026

Flur in einem Krankenhaus
Gesundheit

248 Millionen Euro für Investitionen an 20 Kliniken

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

„Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wird gestärkt

Eine Frau sitzt an einem Computer.
Verbraucherschutz

Chancen und Risiken von Chatbots im Kundenservice

Container werden auf einem Container-Terminal transportiert. (Foto: © dpa)
Außenwirtschaft

Wirtschaftsrepräsentanz in Japan neu besetzt und gestärkt