Energie

Fast 1,1 Millionen Euro für Smart Grids

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Eine Person steht an einer Systemstatusanzeige eines Solarstrom-Speicher-Parks.

Das Land fördert mit fast 1,1 Millionen Euro Demonstrationsvorhaben zu Smart Grids und Speicher. Nur ein intelligentes Netz kann die Herausforderungen der Energiewende mit einer Versorgungsicherheit auf höchstem Niveau vereinen.

Der Amtschef des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Ministerialdirektor Helmfried Meinel, hat zwei Zuwendungsverträge in Höhe von insgesamt mehr als 515.000 Euro für Projekte aus dem Förderprogramm „Demonstrationsvorhaben Smart Grids und Speicher“ überreicht. Am 7. Mai wird er für zwei weitere Projekte Förderbescheide über zusammen knapp 575.000 Euro aushändigen.

Mit dem Förderprogramm will die Landesregierung Unternehmen animieren, neue Komponenten für Smart Grids zu entwickeln und über Forschung und Entwicklung hinaus konkrete Einsatzmöglichkeiten der smarten Netze zu demonstrieren. „Nur ein intelligentes Netz kann die Herausforderungen der Energiewende mit einer Versorgungssicherheit auf höchstem Niveau vereinen“, sagte Meinel. Baden-Württemberg nehme bei der Entwicklung der Smart Grids bereits eine führende Rolle ein. „Die Technologien für die intelligenten Netze stehen bereit. Jetzt gilt es zu zeigen, dass sie in der Praxis funktionieren und an den Markt können“, betonte der Amtschef.  

FELSEN

Knapp 389.000 Euro stellt das Umweltministerium dem Institut für Energieübertragung und Hochspannungstechnik an der Universität Stuttgart zur Verfügung. In dessen Projekt „FELSEN“ soll untersucht werden, inwiefern Logistikzentren dazu geeignet sind, Flexibilität für die Stromnetze bereitzustellen, erneuerbare Energien einzusetzen und Elektromobilität einzubinden. Über eine Partnerschaft mit dem Intralogistik-Netzwerk Baden-Württemberg können die aus dem Projekt gewonnen Erkenntnisse in der Branche verbreitet werden.

SoLAR

Rund 126.500 Euro erhält das Projekt „SoLAR“, das aufzeigen soll, wie eine hohe Einspeisung fluktuierender erneuerbarer Energien dezentral geregelt werden kann, ohne das Netz verstärken oder ausbauen zu müssen. Die Stadtwerke Radolfzell GmbH wird dabei gemeinsam mit dem Europäischen Institut für Energieforschung EIFER und dem International Solar Energy Research Center Konstanz e. V. in einer Machbarkeitsstudie ein Regelungsverfahren ohne Lastgangmessung simulieren.

Weitere Zuwendungsverträge am 7. Mai

PV2WP

Im Projekt „PV2WP“ wollen die Hochschule Offenburg, das Institut für Energiesystemtechnik (INES) und das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg die Steuerung von Wärmepumpen, die gemeinsam mit Photovoltaikanlagen betrieben werden, optimieren. Ziel des Projektes ist es, die Wärmepumpen durch prädiktive Algorithmen und Kurzfristvorhersagen der PV-Erzeugung mithilfe von Wolkenkameras so zu steuern, dass sie die Verteilnetze wenig belasten oder sogar unterstützen. Das Umweltministerium fördert das Projekt mit knapp 363.500 Euro.

Local System Services

Eine Zuwendung in Höhe von 210.500 Euro erhält das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH für das Projekt „Local System Services“. Dieses Projekt befasst sich mit den Möglichkeiten für ein marktwirtschaftliches Angebot von Systemdienstleistungen auf der Ebene der Verteilnetze. Dabei soll unter anderem berechnet werden, wie sich das Kundenverhalten auf den Netzzustand auswirkt und wie eine Verhaltensänderung zusätzliche Flexibilität für die Stromnetze bereitstellen könnte, um so Netzengpässe zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren.

Umweltministerium: Smart Grids

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