Die Polizei Baden-Württemberg beteiligt sich vom 13. bis 19. April 2026 an der Geschwindigkeitskontrollwoche. Höhepunkt war der europaweite Speedmarathon am 15. April 2026.
„Wer rast, riskiert Leben – das eigene und das anderer. Zu schnelles Fahren ist weiterhin Unfallursache Nummer 1 im Straßenverkehr. Tempolimits sind keine Gängelung, sondern dienen der Verkehrssicherheit. Wer sie missachtet und zu schnell fährt, setzt sich und andere einem vermeidbaren Risiko aus, das im schlimmsten Fall tödlich endet. Allein im vergangenen Jahr starben 118 Menschen im Land wegen überhöhter Geschwindigkeit. Das sind mehr als ein Drittel aller im Straßenverkehr Getöteten. Deshalb haben wir diese Woche gemeinsam mit unseren europäischen Partnern verstärkt die Einhaltung von Tempolimits – insbesondere an Schulen, Kindergärten, Gefahrenstellen, Alten- und Pflegeeinrichtungen – überwacht. Hier geht es um viel, hier geht es um unser aller Sicherheit“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl anlässlich der Geschwindigkeitskontrollen.
An der Verkehrssicherheitsaktion haben sich am 15. April 2026 auch zahlreiche Städte, Kommunen und Landkreise beteiligt, um einen möglichst hohen Kontrolldruck zu erreichen. An insgesamt 532 eingerichteten Messstellen überwachten mehr als 1.360 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte der regionalen Polizeipräsidien sowie Beschäftigte der zuständigen Behörden die Geschwindigkeit von mehr als 470.000 Fahrzeugen (2025: rund 546.000 Fahrzeuge). Insgesamt wurden 14.831 Geschwindigkeitsverstöße (2025: 15.317) festgestellt. 147 Fahrzeugführende (2025: 273) waren so schnell unterwegs, dass sie nun mit einem Fahrverbot rechnen müssen. Die Anzahl der Fahrverbote zeigt, dass sich immer noch viele Verkehrsteilnehmende nicht an die Regeln halten. Deshalb überwachen wir weiterhin konsequent.
Verstärkte Verkehrsüberwachung
Der Speedmarathon am 15. April 2026 ist Teil der europaweiten ROADPOL-Kontrollwoche mit dem Schwerpunkt Geschwindigkeit. An diesem Tag verstärkte die Polizei ihre Verkehrsüberwachung noch einmal deutlich. Auch Städte und Kommunen wurden in die Überwachungsmaßnahmen eng eingebunden.
Das Netzwerk ROADPOL e. V. verfolgt das Ziel, die Sicherheit auf europäischen Straßen zu verbessern und plant hierzu jedes Jahr europaweite Verkehrsüberwachungsaktionen. Es ist aus dem Zusammenschluss der Verkehrspolizeien der Mitgliedsländer der Europäischen Union hervorgegangen.
Baden-Württemberg beteiligt sich jährlich an insgesamt acht Kontrollwochen zu den Themen Geschwindigkeit, mangelnde Verkehrstüchtigkeit (Alkohol/Drogen), Ablenkung (Handy), Gurt und gewerblicher Güter- und Personenverkehr.
GIB ACHT IM VERKEHR - Die landesweite Verkehrssicherheitsaktion in Baden-Württemberg
















