Polizei

Lasergestützte Schießtrainingssysteme für die Polizei

Innenminister Thomas Strobl hat ein neues lasergestütztes Schießtrainingssystem an das Polizeipräsidium Stuttgart übergeben. Damit haben Polizistinnen und Polizisten nun bessere Trainingsmöglichkeiten und das Einsatztraining wird weiter optimiert.

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Lasergestützes Schießstrainingssystem für die Polizei Baden-Württemberg

„Unsere Polizistinnen und Polizisten müssen auch unter schwierigsten Bedingungen hochprofessionell sein. Um ihre Professionalität weiter zu stärken und sie bestmöglich auf schwierige Einsatzlagen vorzubereiten, brauchen sie die beste Ausstattung und professionelles Üben. Erst kürzlich haben wir mit der neuen Uniform mit schnitthemmenden Elementen einen wichtigen Schritt bei der Schutzausstattung getan, jetzt legen wir beim Einsatztraining noch eine Schippe drauf. Insgesamt schaffen wir 180 neue lasergestützte Schießtrainingssysteme an – und optimieren damit die Trainingsmöglichkeiten weiter, um die Polizistinnen und Polizisten bestmöglich auf ihre Einsätze und gerade auch lebensbedrohliche Einsatzlagen vorzubereiten“, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl anlässlich der Vorstellung des neuen lasergestützten Schießtrainingssystems am 16. April 2026 im Polizeipräsidium Stuttgart.

Lasergestützte Schießtrainingssysteme ermöglichen ein realitätsnahes und gefahrloses Training bei der Polizei. Hierbei werden Laser-Module an einer Waffe angebracht. Bei der Abgabe eines simulierten Laser-Schusses werden Lichtimpulse von den Sensoren einer Trainingsweste erkannt und als simulierte Treffer angezeigt. Bislang können realitätsnahe Trainings, beispielsweise für lebensbedrohliche Einsatzlagen, ausschließlich mit dem sogenannten Farbmarkierungstraining durchgeführt werden. Diese Trainingsform hat den Nachteil, dass sie mit sehr hohen Kosten für Munition, Ausrüstung und der Reinigung sowie mit strengen Vorgaben bei der Auswahl geeigneter Trainingsräume verbunden ist.

Realitätsnahes und gefahrloses Training

Die neuen lasergestützten Schießtrainingssysteme sind auch außerhalb von Einsatztrainings- und Schießstätten flexibel einsetzbar. Mit ihnen können Polizeibeamte etwa an einsatzrelevanten Örtlichkeiten wie Bahnhöfen, Schulen oder Flughäfen noch effektiver und realitätsnäher trainieren. Darüber hinaus haben die Polizistinnen und Polizisten hier keine Einschränkungen im Sichtfeld, etwa durch einen Schutzhelm, was gerade beim Trainieren von lebensbedrohlichen Einsatzlagen wichtig ist.

Das Land Baden-Württemberg hat mit dem Sicherheitspaket im Jahr 2024 die Beschaffung der lasergestützten Schießtrainingssysteme für die Polizei Baden-Württemberg beschlossen. Dazu hat der Landtag von Baden-Württemberg 1,8 Millionen Euro für die Grundausstattung der Polizeidienststellen und Einrichtungen für den Polizeivollzugsdienst zur Verfügung gestellt. Die nun beschafften lasergestützten Schießtrainingssysteme werden im ganzen Land verteilt. Insgesamt werden voraussichtlich ab Ende April 180 Systeme an die Polizeipräsidien ausgerollt, informierte Innenminister Thomas Strobl abschließend.

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