Innovation

Land fördert Technologie­kooperation mit der Ukraine

Das neue Projekt „Technologiekooperation BW-Ukraine“ des Steinbeis Europa Zentrums identifiziert und erschließt Stärken und Synergien zwischen Baden-Württemberg und der Ukraine.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Mitarbeiterin der Firma Lütze fertigt Bauteile für elektronische Steuerungen für Schienenfahrzeuge.
Symbolbild

Die dringende Notwendigkeit einer starken, innovationsgetriebenen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) wird durch die aktuelle geopolitische Lage in und außerhalb Europas sehr deutlich. Es bedarf strategischer Kooperationen zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Clustern, um die Stabilität und Resilienz Europas nachhaltig zu stärken.

Impulse für Sicherheit, Resilienz und wirtschaftliche Stärke

Hier setzt das neue Projekt „Technologiekooperation BW-Ukraine: Impulse für Sicherheit, Resilienz und wirtschaftliche Stärke“ des Steinbeis Europa Zentrums an, das Stärken und Synergien zwischen Baden-Württemberg und der Ukraine identifizieren und für einen gemeinsamen Nutzen erschließen will. Zudem sollen die SVI sowie SVI-angrenzenden Branchen und Themenfelder, in denen ein hohes Potenzial für gemeinsame Innovationen, Technologietransfer und nachhaltige Wertschöpfung besteht, gezielt analysiert und anschließend die ausfindig gemachten Potenziale anhand unterschiedlicher Kooperations- und Unterstützungsformate gestärkt werden.

„Baden-Württemberg zählt zu den wirtschaftsstärksten Regionen Europas und verfügt über eine hochentwickelte industrielle Basis, die in zahlreichen sicherheits- und verteidigungsrelevanten sowie in den wichtigen angrenzenden Bereichen international wettbewerbsfähig ist. Die neue Kooperation stärkt Sicherheit und Resilienz auf beiden Seiten“, sagt Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus.

250.000 Euro Fördersumme

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus finanziert das Vorhaben mit 250.000 Euro. Das Projekt wird vom Steinbeis Europa Zentrum bis Ende 2027 umgesetzt.

Da die SVI nicht ohne zahlreiche angrenzende Technologiebereiche gedacht und gestaltet werden kann, umfasst der Untersuchungsradius des Vorhabens auch Schlüsselbereiche wie Digitalisierung, Luft- und Raumfahrt, Logistik, Energie-, Gesundheits- und Kreislaufwirtschaft sowie weitere komplementäre Zukunftstechnologien, die maßgeblich zur Resilienz und wirtschaftlichen Stärke der beiden Regionen beitragen.

Der technologische Vorsprung der Ukraine in ausgewählten SVI-Segmenten bietet für Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Baden-Württemberg eine einzigartige Chance, durch gezielte Zusammenarbeit Zugang zu innovativen Technologien und neuen Märkten zu erhalten. Die Ukraine profitiert im Gegenzug direkt von wirtschaftlichen Kooperationen und den vorhandenen industrie- und forschungsseitigen Kompetenzen im Land.

Technologiekooperation BW-Ukraine

Das mit 250.000 Euro geförderte Vorhaben des Steinbeis Europa Zentrums verfolgt über eine Laufzeit von 21 Monaten einen systematischen modularen Aufbau, der zu konkreten und anwendbaren Ergebnissen und Kooperationen führt, die direkt im Projekt angewendet werden sollen.

Zu den umzusetzenden Maßnahmen zählen unter anderem verschiedene Analyse- und Abgleichformate, Delegationsveranstaltungen, Workshops, Networking-Events oder individuelle Kurzberatungen zu Förderprogrammen und -aufrufen der Europäischen Union (EU) zur Initiierung konkreter gemeinsamer Projektideen. Zu diesem Zweck wird auf bestehenden Kooperationen und Formaten aufgebaut sowie auf bestehende Netzwerke zurückgegriffen – im Sinne eines möglichst umfassenden und effizienten Ansatzes, der Stakeholdern in der Ukraine und in Baden-Württemberg gleichermaßen Zugang ermöglicht.

Insbesondere im Rahmen des Danube Transfer Centre (DTC) Netzwerks und des Enterprise Europe Network (EEN), in dem beide Organisationen als Partner mitwirken, bestehen bereits gute Kontakte zur Ukraine. Als gemeinsame Initiative des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg und des Steinbeis Europa Zentrums wurden in der Vergangenheit ukrainische Start-up Unternehmen nach Baden-Württemberg eingeladen. Delegationsreisen anlässlich des Start-up BW Summit wurden in den Jahren 2022 und 2025 durchgeführt.

Weitere Meldungen

Ein Ingenieur kontrolliert in einem Labor mit einem Mikroskop einen Chip zum Einsatz in einen Quantencomputer.
Innovation

Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologien

Gewinnerteam Regional Cup Tübingen
Start-up BW

ELASTheal gewinnt den Regional Cup Tübingen

Polizei mit BW-Wappen
Polizei

Neuer Studienjahrgang startet an der Hochschule für Polizei

Eine Mitarbeiterin des Kunstmuseums in Stuttgart geht durch eine Ausstellung.
Kunst und Kultur

Land fördert nichtstaatliche Museen mit 300.000 Euro

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Verhaltene Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Bescheidübergabe am 31. März 2026
Wirtschaft

Land stärkt Automotive-Standort im Rems-Murr-Kreis

Euro-Banknoten
Haushalt

Ratingagenturen bestätigen Spitzenbewertungen für das Land

Fünf Exemplare der Publikation „Kabinettsausschuss für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung – Abschlussbericht“
Bürgerbeteiligung

Bürgerbeteiligung im Land weiter gestärkt

Ein Student im Praktischen Jahr am Universitätsklinikum Heidelberg spricht mit einem Patienten.
Gesundheitsberufe

Neuer Weg ins Medizinstudium startet

Hand hält Smartphone mit geöffneter MeinELSTER+-App, die eine vorausgefüllte Steuererklärung und Abgabe per Klick zeigt, im hellen Bürohintergrund.
Steuern

Anmeldestart für Steuererklärung mit einem Klick

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Straßenverkehr

500 Millionen Euro für Straßenerhalt im Land

von links nach rechts: Herr Knödler von der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall, Justizministerin Marion Gentges und Herr Mack von der Justizvollzugsanstalt Heimsheim
Justiz

108 neue Justizvollzugsbeamte im Land

Bauarbeiter laufen in Stuttgart an Neubauten der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) vorbei. (Foto: © dpa)
Wohnraumförderung

Bau von 3.367 Sozialwohnungen bewilligt

Gruppenbild mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (vorne, Mitte) und den Ordensprätendentinnen und Ordensprätendenten
Auszeichnung

Verdienstorden des Landes an 27 verdiente Persönlichkeiten