Strahlenschutz

Fundstück enthält kein Polonium-210

Das Behältnis, das am Ostersonntag in einem Garten gefunden wurde, enthält kein radioaktives Polonium-210.

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Chemisches Symbol für Polonium

Das Behältnis, das am Ostersonntag in einem Garten gefunden wurde und einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst hat, enthält kein radioaktives Polonium-210. Das hat die Analyse des Inhalts des Plastikdöschens ergeben.

Stoff messtechnisch schwer nachweisbar

Das Fundstück war mit einem Etikett versehen, das vermuten ließ, dass sich der radioaktive Stoff Polonium-210 in dem Plastikdöschen befinden könnte. Daraufhin kam es zu einem Großeinsatz der Feuerwehr. Vor Ort wurde außerhalb des Behältnisses keine erhöhte ionisierende Strahlung gemessen, somit wurden in der Umgebung des Döschens keine radioaktiven Stoffe nachgewiesen. Da es sich bei Polonium-210 um einen reinen Alphastrahler handelt, besteht keine Gefahr durch eine äußere Strahlenexposition. Dadurch ist der Stoff messtechnisch aber auch nur schwer nachweisbar. Eine erste Plausibilitätsprüfung von Strahlenexperten des Umweltministeriums ergab keinen hinreichenden Verdacht, dass in dem Plastikdöschen Polonium-210 enthalten sein könnte.

Keine Alpha-Strahlung messbar

Um schnell Gewissheit zu erlangen, wurde der Inhalt des Behältnisses zunächst generell auf Alpha-Strahlung analysiert. Diese Messung ist in der Durchführung weniger aufwendig als die Alpha-Spektrometrie, die konkret auf Polonium-210 prüft. Das Ergebnis zeigt: Vom Inhalt des Döschens geht keine Alpha-Strahlung aus. Damit kann ausgeschlossen werden, dass sich in dem Fundstück Polonium-210 befindet.

Weitere Analyse läuft

Ergänzend zu dieser Analyse wurde eine weitere Messung (Elementanalyse) gestartet. Mit ihr soll ermittelt werden, ob Spuren von Blei in dem Döschen enthalten sind. Das kann Rückschlüsse darauf ermöglichen, ob zu einem früheren Zeitpunkt Polonium-210 vorgelegen hat. Polonium-210 hat eine Halbwertszeit von etwa 138 Tagen, sodass bei einer sehr alten Probe der Stoff schon komplett zu stabilem Blei-206 (Pb-206) zerfallen wäre. Die Ergebnisse dazu liegen voraussichtlich bis Ende kommender Woche vor. Auch dazu wird öffentlich informiert.

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