Wie jedes Jahr finden auch dieses Jahr bundesweite Kontrollmaßnahmen zur Bekämpfung von Posing und illegalem Tuning statt. „In der Tuning- und Poserszene hat sich der Karfreitag als unseliger Saisonstart etabliert. Daher machen wir gleich zu Beginn der Motorrad- und Tuning-Saison klar: Rücksichtsloses Imponiergehabe und illegale technische Manipulationen haben bei uns keine Fahrerlaubnis. Wir erhöhen ab sofort die Schlagzahl unserer Kontrollen auf den Straßen und bremsen ohrenbetäubendes und auch gefährliches Verhalten im Straßenverkehr aus“, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl.
Kontrollaktion findet bereits zum fünften Mal statt
Die Polizei Baden-Württemberg unterstützt am Karfreitag bereits zum fünften Mal gemeinsam mit den Polizeien anderer Länder die bundesweit großangelegte Kontrollaktion. Im Fokus stehen lokale Posing- sowie illegale Tuning- und Rennszenen, sowohl landes- als auch bundesweit. Die Kontrollaktionen haben sich in den vergangenen Jahren bewährt und stellen ein wirksames Instrument zur Erhöhung der Verkehrssicherheit dar.
In den letzten Jahren wurden bei den Kontrollaktionen in Baden-Württemberg durch jeweils rund 365 eingesetzte Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte landesweit 1.565 (2025), 1.350 (2024), 1.261 (2023) beziehungsweise 1.249 (2022) Fahrzeuge kontrolliert und jeweils mehr als 350 Verstöße festgestellt.
Darüber hinaus geht die Polizei Baden-Württemberg ganzjährig konsequent und entschieden gegen die illegale Poser-, Tuner- und Eventszene vor. Bei zahlreichen Schwerpunktkontrollen und mit spezialisierten Kräften des bereits im Jahr 2021 eigens dafür eingerichteten Kompetenzteams, wurden 2025 mehr als 19.000 Fahrzeuge kontrolliert. Dabei wurden insgesamt 8.790 Verstöße festgestellt und 1.412 Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen.
Lebenslänglich für lebensgefährlich
„Ereignisse wie der tödliche Raser-Unfall in Ludwigsburg 2025 oder der Heilbronner Raser-Unfall 2023 verdeutlichen die Notwendigkeit von konsequentem Handeln gegen illegale Autorennen, Posing und illegales Fahrzeugtuning. Die Vorfälle zeigen, dass die Jagd nach Geschwindigkeit und Aufmerksamkeit auf öffentlichen Straßen tödliche Folgen für Unbeteiligte haben kann. Hierzu habe ich mich erst kürzlich klar positioniert: lebenslänglich für lebensgefährlich. Wer wiederholt und uneinsichtig herumrast und sich Rennen liefert, dem muss die Fahrerlaubnis lebenslänglich entzogen werden. Und wir knüpfen gleich zu Beginn des Jahres nahtlos an unsere konsequente Linie an: Unsere Straßen sind keine Bühne für Selbstdarsteller. Illegales Tuning und rücksichtsloses Posing haben auf Baden-Württembergs Straßen keinen Platz“, betonte Innenminister Thomas Strobl zum Auftakt der engmaschigen und konsequenten Kontrollen der Poserszene im Lande. „Das ist kein Spaß, das ist irre gefährlich und auch heuer ist die Polizei gut aufgestellt“, stellte Innenminister Thomas Strobl abschließend fest.
















