Fachkräfte

7,5 Millionen Euro für Welcome Center

Das Wirtschaftsministerium unterstützt von 2026 bis 2028 mit über 7,5 Millionen Euro elf regionale Welcome Center sowie das landesweite Welcome Center Sozialwirtschaft.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Welcome Center Baden-Württemberg

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg unterstützt von 2026 bis 2028 elf regionale Welcome Center sowie das landesweit zuständige Welcome Center Sozialwirtschaft mit mehr als 7,5 Millionen Euro.

„Mit dem Landesprogramm investieren wir direkt in die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts – in die Fachkräfte, die wir dringend brauchen“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „Welcome Center sind heute zentrale Drehkreuze für die Gewinnung internationaler Fachkräfte. Sie stehen für echte Willkommenskultur und unterstützen Unternehmen wie Zugewanderte gleichermaßen“, ergänzte sie.

Zukunft braucht Fachkräfte

Der demografische Wandel und strukturelle Veränderungen machen deutlich: Die Sicherung von Fachkräften ist entscheidend, um Baden-Württembergs Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Internationale Fachkräfte spielen dabei eine Schlüsselrolle: „Es ist ein wesentlicher Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg. Besonders in der Pflege und in technischen Berufen sind sie heute unverzichtbar. Viele Unternehmen rekrutieren daher gezielt im Ausland. Unterstützung erhalten sie dabei auch vom landesweiten Netzwerk der Welcome Center. Die regional verankerten Welcome Center bündeln Expertise vor Ort und schaffen passgenaue Angebote für Unternehmen und internationale Fachkräfte“, so Hoffmeister-Kraut.

Gelebte Willkommenskultur

Die zwölf Welcome Center beraten die Unternehmen zu Fragen rund um Rekrutierung und Integration ausländischer Fachkräfte. Die Betriebe erhalten Informationen und Hinweise, die bei der Beschäftigung von ausländischen Fachkräften zu berücksichtigen sind. Gleichzeitig leisten die Welcome Center für ausländische Fachkräfte und deren Familien eine wichtige Erstberatungs- und Lotsenfunktion rund um die Themen Arbeiten und Leben. Sie bieten beispielsweise Hilfestellung in Bezug auf Arbeitssuche, Aufenthaltsrecht, Arbeitsrecht, Spracherwerb, Berufsanerkennung, Bewerbung, Wohnen, Qualifizierung und Kinderbetreuung.

Geförderte Welcome Center

Folgende Welcome Center werden in der vom 1. Januar 2026 bis 31. Dezember 2028 dauernden neuen Förderphase des Landesprogramms Welcome Center Baden-Württemberg gefördert:

Außerdem wird eine Stelle zur Koordination des Landesnetzwerks der baden-württembergischen Welcome Center, die beim Welcome Service Region Stuttgart angesiedelt ist, mit bis zu 120.000,00 Euro gefördert.

Welcome Center Baden-Württemberg

Die Welcome Center Baden-Württemberg wurden 2014 ins Leben gerufen. Es gibt Welcome Center in elf Regionen des Landes sowie das landesweit zuständige Welcome Center Sozialwirtschaft Baden-Württemberg, das insbesondere für den Pflege- und Erziehungsbereich zuständig ist. Die Welcome Center informieren und unterstützen vor allem kleine und mittlere Unternehmen dabei, Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen und in ihren Betrieb zu integrieren. Gleichzeitig sind die Welcome Center für internationale Fachkräfte und ihre Familien sowie für internationale Studierende an den Hochschulen des Landes eine wichtige Anlaufstelle. Die Erstberatung umfasst Themen wie Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen, Informationen über den regionalen Arbeitsmarkt und seine Unternehmen, Arbeitsplatzsuche und Bewerbung, Anerkennung beruflicher Qualifikationen sowie Deutschkurse.

Durch die Vernetzung der Welcome Center untereinander und mit wichtigen Partnern des regionalen Arbeitsmarkts sind die Welcome Center umfassende Kompetenzzentren für die Arbeitsmarktintegration internationaler Fachkräfte. Die Novellierung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes hat zusätzliche Zugangswege zum deutschen Arbeitsmarkt eröffnet. Auch zu den rechtlichen Rahmenbedingungen der Fachkräfteeinwanderung beraten die Welcome Center Unternehmen und internationale Fachkräfte niedrigschwellig. Hierbei ist der enge Austausch mit den Ausländerbehörden im Land vor Ort sowie mit der zentral für ganz Baden-Württemberg zuständigen LZF – Landesagentur für die Zuwanderung von Fachkräften einer der wichtigen Erfolgsfaktoren.

Weitere Meldungen

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Klimawandel

2025 deutlich zu warm und mit ausgeprägter Hitzephase

Landtagsgebäude von Baden-Württemberg in Stuttgart.
Landtagswahl

Wahlaufruf der Landeswahlleiterin

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
Wirtschaft

Strategieprozess stärkt Zukunft der Dienstleistungswirtschaft

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Besucher der Gamescom erleben mit VR-Brillen die virtuelle Realität.
Digitalisierung

Land fördert immersive Technologien mit 2,4 Millionen Euro

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Studium

Land finanziert KI-Plattform für sehbeeinträchtigte Studierende

Ein Schild weist in einem Wahlbüro auf eine Wahlurne für die Briefwahl  hin.
Landtagswahl

Letzte Hinweise zur Briefwahl

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheit

Landesregierung beschließt neuen Krankenhausplan

Schriftzug „MEDI:CUS“ auf einer Bühne
Gesundheit

Gesundheitscloud MEDI:CUS wird verstetigt

Eine Sozialarbeiterin misst die Blutdruckwerte eines Probanden und übermittelt diese drahtlos per Smartphone an einen Arzt.
Medizintechnik

Land setzt sich für Reformen in der Medizintechnikbranche ein

Businessfrau sitzt an einem PC
Arbeit

Karriere-Tipps für junge Frauen

Eine Frau steckt ihren Stimmzettel für die Bundestagswahl in einem Wahllokal in eine Wahlurne.
Landtagswahl

Stimmabgabe – so geht wählen

Fähnchen der Europäischen Union und der Schweiz stehen im Nationalratssaal in Bern
Europa

Vertragspaket zwischen der EU und der Schweiz unterzeichnet