Kunst und Kultur

Zwei Millionen Euro für 49 Popmusikprojekte

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Eine Band probt im Tonstudio.

Mit dem Förderprogramm „Perspektive Pop“ unterstützt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg die Live-Musik-Szene im Land. In der zweiten Runde gehen weitere zwei Millionen Euro an Coronahilfen an 49 Projekte von Musikschaffenden und Event-Veranstaltenden.

„Baden-Württemberg hat im Pop-Bereich viel zu bieten“, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski am Dienstag, 23. August 2022 in Stuttgart. „Zugleich hat sich die Szene noch nicht von den letzten Jahren der Pandemie erholt. Unser Programm ‚Perspektive Pop‘ soll den Aktiven in der Live-Musikszene Mut machen, neue künstlerische Impulse zu wagen. Dafür stärken wir weiterhin die Akteurinnen und Akteure sowie Locations im Land.“

In der zweiten Ausschreibungsrunde von „Perspektive Pop“ sind 200 Projektanträge eingegangen, die von einer unabhängigen Jury begutachtet wurden. Die Jury hat insgesamt 49 zur Förderung ausgewählt. Die Projekte bilden die Vielfältigkeit der Popmusik ab, fördern Newcomer und erschließen neue Spielorte für das Genre. Neben der Produktion von Tonträgern und Musikvideos zielen die ausgewählten Projekte darauf, Live-Musik sowohl in den ländlich geprägten, als auch in den städtischen Raum zu bringen.

Beispiele aus der Projektauswahl

  • Kulturzentrum Dieselstrasse e.V. Esslingen – Cosmic Playgrounds 2023 (14.250 Euro*): Zum dritten Mal veranstaltet das Kulturzentrum Dieselstrasse e.V. vom 24. bis 25. Februar 2023 ein Festival für experimentelle elektronische Kunst und Musik. In Kooperation mit dem PODIUM Esslingen und dem Pop-Büro Region Stuttgart werden Musikschaffende und DJs unterschiedlicher Generationen eingeladen, mit Sounds zu experimentieren und Grenzen des Genres auszutesten.
  • Eigenbetrieb Theater und Orchester Heidelberg – zwinger club (Arbeitstitel) (36.144 Euro*): Mit diesem Projekt verlässt das Theater seine Komfortzone und öffnet sich weiter für popkulturelle Formate. Die Studiobühne „Zwinger1“ soll zur Plattform für lokale Themen der Stadt und Reflexionen über den Kulturbetrieb werden. Zwölf Konzerte sollen in diesem Rahmen dazu einladen, auch das Theater als vermeintlichen Ort der Hochkultur neu und anders zu entdecken – inklusive der besonderen Begegnung und gegenseitigen Inspiration zwischen Publikum, Musik und Kunst verschiedener Sparten
  • Diana Ezerex aus Karlsruhe – Identity Project (74.982 Euro*): Mit „Identity Project“ setzt sich Diana Ezerex kreativ mit Fragen der Identität, Zugehörigkeit und Diaspora von Menschen mit afrikanischer Herkunft auseinander. Die Künstlerin, die zum zweiten Mal eine Förderung durch „Perspektive Pop“ erhält, wird selbstgeschriebene Songs aufnehmen und sie auf einer 5-tägigen Tour einem größeren, diversen Publikum präsentieren.
  • Florian Ostertag aus Ludwigsburg – Tour de Ländle 2023 (29.835 Euro*): An acht Orten in Baden-Württemberg wird Florian Ostertag im Sommer 2023 mit Konzerten gastieren. Die dreiköpfige Band wird ihre Konzerttour per Rad und Zug bestreiten und lädt Fans dazu ein, sie mit dem Fahrrad zu begleiten. Die Eindrücke von unterwegs werden filmisch dokumentiert. Aus dem Videomaterial wird schließlich eine kurze Dokumentation erstellt, die nicht nur für die Band wirbt, sondern auch landschaftliche Besonderheiten des „Ländle“ zeigt.
  • Alte Feuerwache Mannheim gGmbH – FROM MANNHEIM TO PLANET EARS (35.000 Euro*): Mit einer offenen Ausschreibung will die Alte Feuerwache Mannheim im Januar 2023 Kunstschaffende und Kollektive aus Baden-Württemberg zu gemeinsamen Arbeit mit Künstlerinnen und Künstlern aus dem Ausland anregen. Eine Jury wird auswählen, welche Projekte bei der Umsetzung unterstützt werden. Die Ergebnisse dieses Austauschs werden bei freiem oder geringem Eintritt während des internationalen Plattformtreffens „Planet Ears – rethink international music!“ im September 2023 in Mannheim präsentiert.
  • Yolanda Diefenbach aus Mannheim – Debütalbum – SOY YOLANDA (38.758 Euro*): „Perspektive Pop“ adressiert auch Newcomer: Yolanda Diefenbach wird mit der Förderung aus dem Programm ihr erstes Album und Live-Session-Videos in Baden-Württemberg produzieren und auf Streaming-Plattformen im Internet veröffentlichen. Ihre elektro-akustische Popmusik ist experimentell und involviert professionelle Musikerinnen und Musiker u. a. an Cello, Vibraphon und Bass.
  • Freie Kunstschule Ravensburg e.V. – RAVEnsburg (42.040 Euro*): Mit „RAVEnsburg“ werden Pop-, Rock-, Elektro- und Experimentalmusik nach Ravensburg gebracht und dort an besonderen Orten sicht- und hörbar gemacht. In Museen, Fabrikhallen und Co-Working-Spaces erhalten Musikschaffende der Pop- und Subkultur eine Bühne und werden dabei unterstützt, Aufnahmen und Videos zu produzieren.
  • SPIELWIESEN ORKESTRA – SPIELWIESEN Konzerte Scheer (32.600 Euro*): SPIELWIESEN ORKESTRA sind fünf Musikerinnen und Musiker, die mit ihrem Projekt abwechslungsreiche Live-Musik-Erlebnisse im ländlichen Raum bieten. In drei Veranstaltungen werden sie die ehemalige Papierfabrik in Scheer zum Klingen bringen. Die Auftritte werden in sozialen Medien dokumentiert außerdem wird eine Schallplatte veröffentlicht.
  • Pop-Büro Region Stuttgart – ABOUT POP 2023 (75.000 Euro*): ABOUT POP hat sich als überregional bekannte Plattform für den Austausch rund um Pop-Kultur und Pop-Musik etabliert. Am 22. Juli 2023 findet das Festival mit integrierter Konferenz zum fünften Mal auf dem Wizemann Areal in Stuttgart statt. Mehr als 25 Bands werden den ganzen Tag auf fünf Bühnen aufspielen, darunter auch Newcomerinnen und Newcomer aus Baden-Württemberg. In Workshops, Lesungen und Ausstellungen werden auch die Themen Nachhaltigkeit, Gender, Gesellschaftspolitik und Nachtkultur diskutiert.

*Fördersumme vorbehaltlich der abschließenden zuwendungsrechtlichen Prüfung

Vollständige Auflistung der 49 ausgewählten Projekte (PDF)

„Perspektive Pop“

„Perspektive Pop“ ist Bestandteil des Impulsprogramms „Kultur nach Corona“, dass das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in der zweiten Ausschreibungsrunde mit 7,5 Millionen Euro fortgeführt hat.

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst: Bausteine des Impulsprogramms „Kultur nach Corona“

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Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
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