Brexit

„Wir sind traurig, werden aber Freunde bleiben“

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Demonstrant vor den Houses of Parliament, dem Westminster-Palast, schwenkt eine EU-Flagge und eine britische Flagge. (Bild: © dpa)

Großbritannien verlässt die Europäische Union: Anlässlich des Brexits betonte Europaminister Guido Wolf das Interesse der Landesregierung, auch in Zukunft gute Beziehungen zu Großbritannien zu unterhalten.

Europaminister Guido Wolf sagte zum Brexit, dem Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union:„Großbritannien wird mit Ablauf des 31. Januar als erster Mitgliedstaat in der Geschichte die Europäischen Union verlassen. Die überwältigende Mehrheit der Baden-Württemberginnen und Baden-Württemberger, die mitten im Herzen Europas zu Hause sind, bedauert das Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union. Wir sind traurig, werden aber hoffentlich Freunde bleiben. Aus meiner Sicht ist der Brexit ein historischer Fehler des Vereinigten Königreichs, das sich selbst damit am meisten geschadet hat. Trotzdem müssen wir nun nach vorne blicken und konstruktiv an unseren zukünftigen Beziehungen arbeiten. Das Austrittsabkommen ermöglicht durch die Übergangsphase zumindest bis Ende dieses Jahres einen geregelten Brexit und damit Rechtssicherheit für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft. Wir müssen aber ehrlich sein: Die eigentlichen Verhandlungen zum künftigen Verhältnis beginnen erst jetzt, die Zeit für die Verhandlungen ist äußerst knapp, und Boris Johnson wird kein einfacher Verhandlungspartner sein.

Die Verhandlungen werden auch für uns entscheidend: Baden-Württemberg hat großes Interesse an einem engen Austausch mit Großbritannien. Insbesondere bei der Innen- und Sicherheitspolitik sowie mit Blick auf die zukünftigen Wirtschaftsbeziehungen und Fragen der Wissenschaftspolitik. Klar ist aber auch: Das Vereinigte Königreich kann nicht weiter alle Privilegien eines EU-Mitglieds genießen. Das Verhältnis wird weniger eng sein als bisher. Und ein gutes Verhandlungsergebnis kann nur gelingen, wenn der Zusammenhalt der EU-27 gewahrt bleibt. Wir haben bereits im Februar 2019 das Brexit-Übergangsgesetz für Baden-Württemberg beschlossen – zu jener Zeit noch im Hinblick auf das Ende der damaligen Austrittsfrist zum 31. März 2019. Das Vereinigte Königreich wird damit in der Übergangsphase bis Ende 2020 auch bei uns weiter als EU-Mitgliedstaat gelten, mit Ausnahme des Rechts für britische Bürgerinnen und Bürger, an Kommunalwahlen in Baden-Württemberg teilzunehmen.“

Weitere Meldungen

Symbolbild: Bewohner des Mehrgenerationenhauses in Überlingen stehen auf Balkonen.
Jugend und Familie

Land setzt Schwerpunkte für gesellschaftlichen Zusammenhalt

IW JUNIOR Landeswettbewerb - Dorfgemeinschaftsladen
Start-up BW

Zwei Schülerfirmen beim Landeswettbewerb ausgezeichnet

ELR
Ländlicher Raum

Entwicklungsprogramm Länd­licher Raum 2027 ausgeschrieben

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Flurneuordnung

Bescheidübergaben in drei Flurneuordnungsverfahren

Dreiteilige Collage mit jeweils einem Bild der Künstler: ANICA, Faxen, Freezy Bakery (von links nach rechts)
Landesjubiläum 2027

Song zum Landesjubiläum wählen

Ministerpräsident Cem Özdemir bei seiner Regierungserklärung im Landtag von Baden-Württemberg
Regierungserklärung

„Wir brauchen neuen Mut für eine neue Zeit“

Ein Neubaugebiet von Weissach
Grundsteuer

Baden-württembergisches Grundsteuermodell bestätigt

Von links nach rechts: Staatssekretär im Ministerium der Justiz und für Migration Siegfried Lorek, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt, Ministerialdirektorin Gerda Windey
Justiz

Gerda Windey ist neue Ministerialdirektorin

SEK Baden-Württemberg
Polizei

50 Jahre Spezialeinsatz­kommando Baden-Württemberg

Landtagspräsident Thomas Strobl (links) und Cem Özdemir (rechts) bei dessen Vereidigung als Ministerpräsident von Baden-Württemberg
Landesregierung

Cem Özdemir ist neuer Ministerpräsident

Von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Leiterin der JVA Mannheim Annette Hügle, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges und Leiter der Abteilung Justizvollzug Martin Finckh
Justiz

Neue Leiterin der Justizvollzugsanstalt Mannheim

Von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Mosbach Holger Schmitt, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges
Justiz

Neuer Leiter der Staatsanwaltschaft Mosbach

Von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Präsident des Landgerichts Stuttgart Till Jakob, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges und Vizepräsident des Oberlandesgerichts Stuttgart Christoph Haiß
Justiz

Neuer Präsident des Landgerichts Stuttgart

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Steuereinnahmen des Landes sinken nur leicht

Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)
Europäischer Sozialfonds

Mehr Frauen mit Migrationserfahrung in Arbeit