Coronavirus

Vietnamesische Gemeinde spendet Mund-Nasen-Masken ans Land

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Vertreter der Vietnamesischen Gemeinde übergeben im Sozialministerium Schutzmasken an Staatssekretärin Bärbl Mielich

Die Gemeinschaft der in Deutschland lebenden Vietnamesinnen und Vietnamesen hat 6.250 Mund-Nasen-Masken an Baden-Württemberg gespendet. Die Masken werden an die 42 Frauen- und Kinderschutzhäuser im Land verteilt.

Insgesamt 100.000 Mund-Nasen-Masken hat die Gemeinschaft der in Deutschland lebenden Vietnamesinnen und Vietnamesen an die Bundesländer gespendet. Davon gehen 6.250 Masken nach Baden-Württemberg, wo sie vom Ministerium für Soziales und Integration an die 42 Frauen- und Kinderschutzhäuser im Land verteilt werden.

„Für diese großzügige Spende möchte ich mich sehr herzlich bei der vietnamesischen Gemeinde bedanken. Die Aktion zeigt: Das Land steht auch in der Krise fest zusammen“, so Staatssekretärin Bärbl Mielich bei der Übergabe der Masken am Dienstag, 26. Mai, im Ministerium für Soziales und Integration. „Frauen- und Kinderschutzhäuser in Baden-Württemberg bieten auch während der Corona-Pandemie sichere Schutzräume. Für diese großartige Anstrengung zur Aufrechterhaltung des Schutzes von gewaltbetroffenen Frauen und ihrer Kinder danke ich allen Mitarbeiterinnen der Frauen- und Kinderschutzhäuser ausdrücklich. Deshalb wollen wir die Einrichtungen weiterhin bestmöglich bei ihrer Arbeit unterstützen.“ 

Masken werden an Frauen- und Kinderschutzhäuser im Land verteilt

Übergeben wurden die Masken stellvertretend für alle 42 Frauen- und Kinderschutzhäuser im Land an Ursel Wolfgramm, Vorstandsvorsitzende des PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg, sowie an Melanie Moll von der Koordinierungsstelle der Autonomen Frauenhäuser in Baden-Württemberg.

„Die Angst vor Ansteckung mit dem Corona-Virus hält Frauen davon ab, Schutz und Zuflucht im Frauenhaus zu suchen“, erklärt Ursel Wolfgramm vom PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg. „Aber keine Frau muss Sorge haben, sich und ihre Kinder damit einem erhöhten Infektionsrisiko auszusetzen. Es ist den Frauenhäusern in Baden-Württemberg ein großes Anliegen, auch in diesen Zeiten bestmöglichen Schutz und Sicherheit zu bieten. Die Corona-Soforthilfe des Landes und die großzügige Maskenspende sind dabei eine große Unterstützung“, so Wolfgramm.

„Die Frauenhäuser in Baden-Württemberg haben sehr schnell auf die Corona-Krise reagiert, indem sie sofort Infektionsschutzkonzepte entwickelt und Maßnahmen ergriffen haben, die auf die jeweilige Situation vor Ort abgestimmt sind. Des Weiteren versuchen wir uns auf den zu erwartenden Anstieg an Platzanfragen vorzubereiten, damit Frauen und ihre Kinder auch in Corona-Zeiten sicher und geschützt Unterkunft und Beratung bei häuslicher Gewalt finden“ ergänzt Moll.

Zeichen der Solidarität

Insgesamt 100.000 Masken hat die Gemeinschaft der in Deutschland lebenden Vietnamesen an die Bundesländer gespendet. „Jetzt ist für uns alle der Zeitpunkt, solidarisch zu sein. Deutschland ist unsere zweite Heimat, in der wir erfolgreich integriert sind. Mit dieser Spendenaktion wollen wir einen kleinen Beitrag zum gemeinsamen Kampf gegen das Corona-Virus leisten. Aus Anlass des 45-jährigen Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen Vietnam und Deutschland ist diese Aktion ein bedeutungsvolles Zeichen für unsere Dankbarkeit an das Land und die deutsche Bevölkerung“, so Frau Bui Thi Thu Minh Meyer und Frau Luu Bich Nguyet, die die Masken im Namen der vietnamesischen Gemeinschaft übergaben.

Die Staatssekretärin bedankte sich auch bei Herrn Dr. Kambiz Ghawami, Geschäftsführender Vorsitzender des World University Services (WUS), der die Spendenübergabe ermöglichte. Mit Unterstützung des Vereins werden die 100.000 Nasen-Mund-Masken aus Vietnam als Geschenk der vietnamesischen Community übergeben. Der WUS führt seit vielen Jahrzehnten Bildungsprojekte in Vietnam durch und berät vietnamesische Studierende und Wissenschaftler in Deutschland.

Um die Arbeit der Frauen- und Kinderschutzhäuser und der Fachberatungsstellen gegen häusliche und sexuelle Gewalt während der Corona-Pandemie sicherzustellen, hatte das Sozialministerium bereits im April 2020 eine Soforthilfe in Höhe von bis zu 2 Millionen Euro bereitgestellt. Darüber hinaus wurde eine Nothilfe in Höhe von 275.00 Euro für die Anmietung von Ausweichquartieren sowie zusätzlichen Schutzplätzen in Aussicht gestellt. 

Das Frauenhilfe- und Unterstützungssystem in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gibt es ein ausdifferenziertes Frauenhilfe- und Unterstützungssystem mit 42 Frauen- und Kinderschutzhäusern und Fachberatungsstellen zur häuslichen oder sexuellen Gewalt sowie Interventionsstellen bei häuslicher Gewalt. Auf der Website des Sozial- und Integrationsministeriums ist eine Übersicht aller Anlaufstellen zu finden. Anfragen nach Schutzplätzen sind an die regional verteilten und anonymen Frauen- und Kinderschutzhäuser zu richten. 

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist unter der Rufnummer 08000 116 016 rund um die Uhr und in 17 Sprachen erreichbar, um Betroffene anonym und kostenlos zu beraten. Auch die Gebärdendolmetschung ist problemlos möglich. Die Beratung läuft über Telefon, E-Mail oder im Chat. Das Hilfetelefon verfügt über die Übersicht aller Frauen- und Kinderschutzhäuser sowie Beratungsstellen in Baden-Württemberg und kann bei der Suche nach einem passenden Angebot unterstützen. An das Hilfetelefon können sich sowohl Betroffene als auch Fachleute oder Personen wenden, die nicht unmittelbar selbst betroffen sind, aber Unterstützung oder Hilfe beim Bekanntwerden von Gewalt benötigen.

Aktuelle Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Eine Mitarbeiterin der Parasitologie der Universität Hohenheim zeigt in einem Labor eine Buntzecke.
Gesundheit

Start der Zecken-Saison

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Studium

Land finanziert KI-Plattform für sehbeeinträchtigte Studierende

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheit

Landesregierung beschließt neuen Krankenhausplan

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. März 2026

Schriftzug „MEDI:CUS“ auf einer Bühne
Gesundheit

Gesundheitscloud MEDI:CUS wird verstetigt

Eine Sozialarbeiterin misst die Blutdruckwerte eines Probanden und übermittelt diese drahtlos per Smartphone an einen Arzt.
Medizintechnik

Land setzt sich für Reformen in der Medizintechnikbranche ein

Businessfrau sitzt an einem PC
Arbeit

Karriere-Tipps für junge Frauen

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Auszeichnung

Kurt Josef Lacher erhält Bundesverdienstmedaille

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Lage am Arbeitsmarkt bleibt angespannt

Eine Professorin steht beim Unterricht vor Studentinnen und Studenten.
Gleichstellung

Land beim Professorinnenprogramm vorn

Logo Öffentlicher Gesundheitsdienst. Die Abkürzung "ÖGD" ist in dicken Buchstaben dargestellt. Darunter steht in "Öffentlicher Gesundheitsdienst - Schützt. Hilft. Klärt auf."
Studium

Neue Vorabquote fürs Medizinstudium

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Ländlicher Raum

Land stärkt Ländlichen Raum mit 112,4 Millionen Euro

Stethoskop vor farbig eingefärbtem Kartenumriss von Baden-Württemberg mit Schriftzug: The Ländarzt - Werde Hausärztin oder Hausarzt in Baden-Württemberg
Gesundheitsberufe

Bis 31. März 2026 für die Landarztquote bewerben