Arbeit

Vierte Fachkonferenz des Zukunftsprojekts Arbeitswelt 4.0

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Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)

Bei der vierten Fachkonferenz des Zukunftsprojekts Arbeitswelt 4.0 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart wurde über die Zukunft der Arbeitswelt diskutiert. Die Digitalisierung ist besonders für den Mittelstand eine große Herausforderung.

„Eine gute Qualifikation und die Bereitschaft zu einer stetigen Weiterbildung ermöglichen Teilhabe in der digitalen Welt und sichern langfristig die Chancen auf dem Arbeitsmarkt“, erklärte Arbeits- und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut bei der 4. Konferenz „Zukunftsprojekt Arbeitswelt 4.0“ im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Dort wurden unter anderem die Herausforderungen an Unternehmenskultur, Organisation und Führung in Unternehmen durch die Digitalisierung diskutiert.

Die Digitalisierung sei besonders für kleine und mittlere Unternehmen – vom Handwerk bis zum Handel – eine große Herausforderung. Entscheidend dafür, dass die Digitalisierung in Baden-Württemberg gelinge, seien Ausbildung, Weiterbildung und Qualifikation. Denn ein Unternehmen sei immer nur so gut wie seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, betonte Hoffmeister-Kraut. Die Landesregierung wolle die Menschen in Baden-Württemberg bestmöglich auf das Leben und das Arbeiten in der digitalen Zukunft vorbereiten. „Die berufliche Weiterbildung ist für mich als Wirtschaftsministerin eine Kernaufgabe und ein zentrales Anliegen. Damit sie gelingt und am Puls der Zeit ist, fördern wir – um nur ein Beispiel zu nennen – im Rahmen der ‚Qualifizierungsoffensive digitale Kompetenzen‘ die Entwicklung und Erprobung digitalisierungsrelevanter Weiterbildungskonzepte in den überbetrieblichen Berufsbildungsstätten.“ Die Landesregierung habe im Frühjahr eine Investitionsoffensive im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie gestartet. Danach werde rund eine Milliarde Euro eingesetzt, um Antworten auf die zentralen Herausforderungen dieser Zeit zu geben.

Nicht nur die Motivation der Beschäftigten sei in dem Transformationsprozess gefragt, auch die Unternehmen müssten für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern etwa lernförderliche Arbeitsbedingungen schaffen. Hoffmeister-Kraut zeigte sich überzeugt, dass so die Innovationskraft der Unternehmen gestärkt werde: „Die Arbeit muss so gestaltet werden, dass die Beschäftigten gesund, qualifiziert und motiviert bleiben, dann lassen sich die digitale Transformation und der Innovationsbedarf gemeinsam bewältigen“, so die Ministerin.

Zum Zukunftsprojekt Arbeitswelt 4.0

Das Wirtschaftsministerium fördert eine Studie zur Entwicklung der Arbeitswelt 4.0 in Baden-Württemberg, die die Universität Hohenheim in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IAO durchführt. Die ersten Ergebnisse des auf drei Jahre angelegten Forschungsprojekts zeigen, dass Qualifikation als Schlüssel für die Bewältigung des digitalen Wandels gilt. Mittlerweile sind elf Bände im Rahmen der geförderten Studie erschienen, die auf der Homepage des Ministeriums zur Verfügung stehen.
Die Konferenz wurde bereits zum vierten Mal vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, der Universität Hohenheim, den Fraunhofer-Instituten für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) sowie für System- und Innovationsforschung (ISI), dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und dem Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) organisiert. Auf dem Programm standen Dialogforen und Workshops aus den Ingenieurs-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

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