GesellschaftsReport BW

Vielfältige Angebote zur Stärkung der Medienkompetenz

Der aktuelle GesellschaftsReport BW zeigt auf, wie wichtig die frühzeitige Vermittlung von Medienkompetenz ist. Das Land unterstützt Eltern, Kinder und Fachkräfte hierbei mit vielfältigen Angeboten.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Frau tippt auf einem Tablet. Daneben liegt ein Smartphone.
Symbolbild

Wie präsent sind digitale Medien für Kinder in Baden-Württemberg? Wie gehen Eltern mit diesem Thema im Familienalltag um und inwiefern beeinflusst ihre Einstellung das Medienverhalten ihrer Kinder? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der aktuelle GesellschaftsReport BW und nimmt das Thema Mediennutzung innerhalb von Familien genauer unter die Lupe. Gleichzeitig zeigt der Report erfolgreiche Programme, Initiativen und Angebote für einen kompetenten Umgang mit Medien auf. 

„Wir wollen Eltern befähigen, Orientierung und Schutz im digitalen Alltag zu geben und gleichzeitig Vorbild zu sein“, sagte der Minister für Soziales, Gesundheit und Integration Manne Lucha am Donnerstag, 15. Januar 2026, in Stuttgart anlässlich der Veröffentlichung des Reports.

Medienkompetenz als Schlüssel 

Digitale Medien können die Welt von Kindern und Jugendlichen bereichern. Sie bieten Möglichkeiten für Kommunikation, Information, Entwicklung und Teilhabe. Gleichzeitig bergen sie Risiken wie Cybermobbing und Cybergrooming. Eine frühzeitige Vermittlung von Medienkompetenz kann bewirken, dass Kinder digitale Medien und Angebote sicherer und reflektierter nutzen. 

Wie der Report zeigt, sind sich viele Eltern in Baden-Württemberg ihrer Aufgabe bewusst, ihr Kind in die digitale Welt zu begleiten. Besonders in den ersten elf Lebensjahren übernehmen viele Eltern eine aktive Rolle in der Medienerziehung, regulieren Medienzeiten, begleiten die Nutzung und sprechen mit ihren Kindern über Inhalte. Es wird aber auch deutlich, dass mit dem Eintritt in die Sekundarstufe der elterliche Einfluss abnimmt, während derjenige von Peers wächst. Die digitalen Kompetenzen der Kinder übertreffen schon bald die der Eltern.

„Kinder brauchen Medienkompetenz genauso wie Lesen und Schreiben. Eine aktive Begleitung unserer Kinder im Netz ist unerlässlich. Die Ergebnisse des GesellschaftsReports zeigen, dass Eltern hier eine aktive Rolle einnehmen wollen. Das Land unterstützt sie dabei“, so Minister Lucha. 

Vielfältige Unterstützungsangebote in Baden-Württemberg 

Im Land gibt es vielfältige Unterstützungsangebote zur Stärkung der Medienkompetenz. Dabei liegt die Herausforderung darin, Medienerziehung für Eltern in den Alltag integrierbar zu gestalten. Angebote hierzu sollten möglichst niedrigschwellig sein. Im Rahmen der Familienförderstrategie werden über das Landesprogramm STÄRKE seit 2025 Familienbildungskurse zum Thema Medienbildung vom Land gefördert.

Darüber hinaus hat in den vergangenen Jahren das Universitätsklinikum Tübingen im Auftrag des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration kostenlose Onlinetrainings mit dem Titel „ISES! Kids" und „ISES! Coach“ entwickelt – digitale Medienbildungskurse für Eltern und Fachkräfte. 

In Zusammenarbeit mit der AOK Baden-Württemberg sind außerdem zwei Podcast-Folgen zu den Themen #27 Medienkompetenz: Sicher durch die digitale Welt und #38 Cybermobbing: Wenn das Internet zur Waffe wird. entstanden, die einen zusätzlichen niedrigschwelligen Zugang bieten. 

„Auch im Masterplan Kinderschutz nehmen wir das Thema in den Blick. Digitalisierte Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen gehören zu den fünf Schwerpunktthemen. Die Projekte in diesem Bereich richten sich direkt an Kinder und Jugendliche, aber auch an Eltern und Fachkräfte“, so der Minister weiter. Dazu zählen insbesondere ein E-Learning-Programm der Aktion Jugendschutz oder auch Workshops und Vorträge aus dem Bereich Kinder- und Jugendmedienschutz, umgesetzt durch die Landesanstalt für Kommunikation (LFK)

Weiter ist unter dem Motto „Gemeinsam stark für unsere Kinder“ im Dezember des vergangenen Jahres die erste landesweite Webplattform Kinderschutz für Baden-Württemberg online gegangen, die Informationen zum Thema Kinder- und Jugendschutz umfassend bündelt – darunter auch eine eigene Themenseite zur Medienbildung.

GesellschaftsReport BW 3-2025: Mediennutzung von Familien – zwischen Kontrolle, Vertrauen und Teilhabe (PDF, barrierefrei)

Weitere Meldungen

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Masterplan Wasserversorgung

Beirat für sichere Wasserversorgung gegründet

von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
Forschung

Landesforschungspreise 2026 in Stuttgart verliehen

Logo von Start up BW
Gründungsprogramm

Starthilfe für junge Unternehmen

Ein Arzt hält in einem Behandlungszimmer in seiner Praxis in Deizisau im Landkreis Esslingen ein Stethoskop in der Hand, mit der anderen Hand bedient er eine Computertastatur. (Bild: dpa)
Gesundheitsreform

Nachbesserungen bei Kranken­versicherung-Reform gefordert

Regiobahn fährt auf Schienen durch eine grüne Landschaft.
Schienenverkehr

18 Millionen Euro für sichere Schieneninfrastruktur

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Bodenverunreinigungen

1,2 Millionen Euro für PFAS-Forschung

Das Bild ist in vier orangefarbene Kacheln unterteilt. Jede Kachel beinhaltet eine Empfehlung zum Umgang mit großer Hitze. Kachel eins: In der Mittagshitze Schatten aufsuchen und große Anstrengungen möglichst meiden. Kachel zwei: Ausreichend trinken, zum Beispiel Wasser oder Saftschorle. Koffein und Alkohol meiden. Kachel drei: Leichte Baumwollkleidung in hellen Farben tragen. Sonnenbrille und Mütze oder Hut aufsetzen. Kachel vier: Auf Menschen achten, die die Empfehlungen nicht selbst umsetzen können und ihnen helfen. Im Zentrum des Bildes ist ein Kreis in dem eine Sonne strahlt. Ein Thermometer zeigt eine Temperatur von 40 Grad Celsius.
Gesundheitsschutz

Wenn Hitze zur Gesundheitsgefahr wird

Eine Mitarbeiterin eines Pharmahändlers bestückt in Stuttgart-Münster in Baden-Württemberg eine Kommissioniermaschine.
Wirtschaft

Investitionen in Pharmaindustrie wandern ab

Beratung Landwirtschaft
Landwirtschaft

Beratungssystem „Beratung.Zukunft.Land“ wird fortgeführt

Promotionsfahrzeug Mehr Leben im Eigenheim
Wohnraumoffensive

Online-Dialog zu „Mehr Leben im Eigenheim“ am 25. Juni

Organspendeausweis
Organspende

Zahl der Organspenden im Land steigt leicht

Eine asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sitzt auf einem Finger und sticht zu.
Gesundheitsschutz

Stechmückensaison hat begonnen

Abgebildet ist das Logo zum Förderprogramm "Inklusionstaler". In einem Kreis finden sich viele kleine Punkte in allen Farben. Auf halber Höhe steht rechts der Schriftzug "Inklusionstaler" in weiß auf blauem Grund.
Menschen mit Behinderung

Land fördert Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

Eine Frau befestigt einen „Rauchen-Verboten“-Aufkleber an einer Scheibe (Bild: © dpa).
Nichtraucherschutz

Neue Regeln für Raucherinnen und Raucher vom 1. Juni an

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Moderate Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt