Auszeichnung

Verdienstorden des Landes an Sami Khedira

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Ministerpräsident Winfried Kretschmann (l.) und Sami Khedira (r.)

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat Sami Khedira den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg überreicht und sein großes sportliches und soziales Engagement gewürdigt. Khedira zeige Kooperation und Fairness nicht nur auf dem Fußballplatz, sondern auch auf dem Feld des sozialen Miteinanders, so Kretschmann.

„Sami Khedira ist ein geschätzter, weltweit anerkannter Fußballer und ein echtes Vorbild für die Jugend. Für sein großes sportliches und soziales Engagement gebührt ihm unser Dank“, so Ministerpräsident Kretschmann am Sonntag in Stuttgart bei der Überreichung des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg an Sami Khedira. Der Orden wird für herausragende Verdienste um das Land Baden-Württemberg und seine Bevölkerung verliehen. Ministerpräsident Kretschmann: „Herkunft und Hautfarbe spielen auf dem Sportplatz keine Rolle – sondern Sportsgeist und Mannschaftsverständnis. Khedira ist hierfür ein sehr gutes Beispiel. In seiner bisherigen Laufbahn hat er eine Brücke zwischen verschiedenen Kulturen gebaut.“

Dank für großes sportliches und soziales Engagement

„Sami Khedira wurde 1987 in Stuttgart-Bad Cannstatt geboren, seine Mutter ist Deutsche, sein Vater stammt aus Tunesien. Bereits als Achtjähriger wurde er vom VfB Stuttgart entdeckt und entwickelte sich dort zu einem großen Nachwuchstalent“, so Kretschmann. „Nachdem man Khedira in den Profikader berief, gewann der VfB mit ihm im Jahr 2007 die Deutsche Meisterschaft – an diese erfolgreichen Zeiten denken alle VfB-Fans noch heute mit Wehmut zurück.“ 2009 gab Khedira sein Debüt als deutscher Nationalspieler, 2010 wechselte er zu Real Madrid. Inzwischen spielt er für Juventus Turin.

„Als waschechter Schwabe ist Khedira fleißig, diszipliniert und clever. Stets hat er das Ziel vor Augen und geht beharrlich seinen Weg. So gehörte er auch bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 zum Kader, verletzte sich jedoch leider kurz vor dem Finale“, so Kretschmann. „Das war sehr schade – aber er hatte bis zu diesem Zeitpunkt mit exzellentem Spiel den Boden für den Erfolg der deutschen Nationalmannschaft bei diesem Turnier bereitet. Bei der diesjährigen EM in Frankreich ist die Mannschaft trotz hervorragender Leistung mit Khedira erst im Halbfinale unterlegen.“

Sami-Khedira-Stiftung unterstützt sozial benachteiligte Jugendliche

Khedira habe Höhen und Tiefen erlebt, so Kretschmann. „Er stammt nicht aus einem wohlhabenden Elternhaus. Nichts wurde ihm in die Wiege gelegt, für den Erfolg musste er täglich hart arbeiten. Neben seiner sportlichen Laufbahn liegen ihm deswegen auch Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen und benachteiligten Familien am Herzen.“ Um sie zu unterstützen, gründete Khedira vor zwei Jahren die Sami-Khedira-Stiftung.

„Kooperation und Fairness zeigte Khedira also nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf dem Feld des sozialen Miteinanders. Mit einem hochkarätig besetzten Benefizspiel im Juni vergangenen Jahres zu Gunsten von Kinderheimen und einem Kinderhospiz in der Region Stuttgart sowie der Jugendförderung im Sport, konnte Khedira gemeinsam mit weiteren Unterstützern sehr viel erreichen“, so Kretschmann. „Dieses Spiel stand unter dem Motto ,Chancen bekommen, Chancen nutzen‘ – ein Zeichen dafür, dass sich Anstrengung, Kraft und Ausdauer lohnen und jeder was erreichen kann.“ Darüber hinaus engagiert sich Khedira auch als Botschafter der Initiative Kindermedienland. Das Projekt der Landesregierung soll die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen, Eltern und anderen Erziehungsverantwortlichen stärken.

Sport bietet beste Chancen auf gelungene Integration

„Der Sport bietet auch beste Chancen auf gelungene Integration – Khediras einzigartige Laufbahn als deutscher Spitzensportler mit Migrationshintergrund und sein Engagement sind hierfür beispielhaft. Ich bin froh, dass wir viele humane Köpfe wie Khedira und helfende Hände im Land haben. Menschen, die sich um das Wohl ihrer Mitbürgerinnen und -bürger kümmern, sei es ehrenamtlich oder als Mäzen. Auch durch Sympathieträger wie sie wird unser Land als leistungsfähige, weltoffene und herzliche europäische Region wahrgenommen.“

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