Herdenschutz

Übergangsfrist in Förderkulisse Wolfsprävention läuft aus

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Herde Schafe im Biosphärengebiet Schwarzwald

Die Übergangsfrist in der Förderkulisse Wolfsprävention läuft aus. Ab dem 1. Juni 2019 werden Erstattungen bei Rissen von Schafen, Ziegen und Gehegewild durch einen Wolf nur noch erfolgen, wenn die Tiere zum Zeitpunkt des Übergriffs fachgerecht geschützt waren.

Umweltminister Franz Untersteller hat darauf hingewiesen, dass sich die Maßgaben für den Ersatz für vom Wolf verursachte Nutztierrisse in der Förderkulisse Wolfsprävention im Nordschwarzwald wie geplant ab dem 1. Juni 2019 ändern werden: „Aktuell erstattet der Ausgleichsfonds Wolf Risse von Schafen, Ziegen und Gehegewild noch im ganzen Land ohne besondere Anforderungen an den Herdenschutz. Ab Juni wird innerhalb der Förderkulisse im Nordschwarzwald eine Erstattung nur noch erfolgen können, wenn die Tiere zum Zeitpunkt des Übergriffs fachgerecht geschützt waren.“

Die Übergangsfrist von einem Jahr hatte das Ministerium den Nutztierhaltenden bei der Ausweisung der Förderkulisse Wolfsprävention Ende Mai 2018 eingeräumt. „Inzwischen haben wir in dem betroffenen Gebiet im Nordschwarzwald für über 150 Herdenschutzmaßnahmen einen finanziellen Zuschuss in Höhe von 90 Prozent, insgesamt fast 450.000 Euro, bewilligt“, sagte der Minister.

„Der Wolf soll lernen, dass er im Wald genügend Wildtiere als Nahrung finden kann und Nutztiere keine geeignete Beute für ihn darstellen“, so Untersteller weiter. „Dieses Ziel lässt sich jedoch nur erreichen, wenn möglichst alle Nutztiere fachgerecht geschützt sind. Auch künftig unterstützen wir daher weiterhin die Nutztierhalterinnen und –halter in der Förderkulisse dabei, Maßnahmen zum Schutz ihrer Tiere vor Übergriffen des Wolfes umzusetzen“, betonte Umweltminister Untersteller.

Verbände wurden im April informiert

Das Umweltministerium hat die betroffenen Verbände im April über die „Anforderungen für den Ersatz von Nutztierrissen durch den Wolf ab dem 1. Juni 2019“ informiert.

Den Behörden liegen keine flächendeckenden Informationen darüber vor, in wie vielen Fällen bereits vor der Ausweisung der Förderkulisse Wolfsprävention im Mai 2018 ein ausreichender Herdenschutz vorhanden war und wie häufig der Schutz womöglich weiterhin noch unzureichend ist.

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Verhaltenshinweise beim Zusammentreffen von Mensch und Wolf

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Hinweise für Nutztierhalterinnen und Nutztierhalter

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Allgemeine Informationen zum Wolf

Handlungsleitfaden: Die Rückkehr des Wolfes (PDF)

Förderkulisse Wolfprävention (PDF)

Weitere Meldungen

Blick über Hohenlohe
Landwirtschaft

Hauk kritistiert EU-Wiederherstellungsverordnung

Eine Hand hält am 18.04.2016 an einer Tankstelle in Tübingen (Baden-Württemberg) einen Tankstutzen.
Verbraucherschutz

Hauk kritisiert deutsche Spritpreise

Wanderer gehen bei Reichelsheim durch den herbstlichen Odenwald (Hessen).
Forst

KI unterstützt Waldmanagement im Klimawandel

Erster Wolf im Süden Sachsen-Anhalts entdeckt
Naturschutz

Fähe im Enztal-Territorium als sesshaft nachgewiesen

Ein Reh springt bei Bodnegg (Baden-Württemberg) über eine Wiese, auf der Löwenzahn blüht. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Forst

Forstliches Gutachten 2024 Baden-Württemberg

Ehrenamtskarte Baden-Württemberg
Bürgerengagement

Neue Angebote bei Ehrenamtskarte

Gefärbte Eier stehen in einer Palette (Foto: © dpa)
Verbraucherschutz

Unbeschwertem Ostergenuss steht nichts im Weg

Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Weinbau

Neue Fördermaßnahme „Rotationsbrache im Weinbau“ ab 2027

Gruppenbild bei Agrarministerkonferenz in Bad Reichenhall
Landwirtschaft

Frühjahrs-Agrarministerkonferenz 2026 in Bad Reichenhall

Wasserrückhalt im Wald
Forst

Wälder speichern Wasser und schützen vor Erosion

Ein Wildschwein steht auf einem Plateau im Wald und beobachtet die Umgebung.
Tiergesundheit

Früherkennungsprogramm „Afrikanische Schweinepest“ startet

Eine Hand hält am 18.04.2016 an einer Tankstelle in Tübingen (Baden-Württemberg) einen Tankstutzen.
Verbraucherschutz

Hauk fordert schnelle Entlastungen bei Energiepreisen

Eine Frau sammelt in einem Wald Bärlauchblätter ein, die den Waldboden fast komplett bedecken. (Bild: dpa)
Verbraucherschutz

Wichtige Tipps zum Start der Bärlauch-Saison

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Ausnahmegenehmigung zum Wolfsabschuss wird nicht verlängert

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Auffälliger Wolf im Nordschwarzwald: Fragen und Antworten