Gesundheit

Tuberkulose früher erkennen und wirksam behandeln

Tuberkulose ist heute in den meisten Fällen gut behandelbar. Entscheidend ist, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und Infektionsketten konsequent zu unterbrechen. Im Jahr 2025 wurden in Baden-Württemberg 552 Erkrankungen gemeldet.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Röntgenanlage an einem Tuberkulose-Zentrum
Symbolbild

Zum Welttuberkulosetag am 24. März weist Gesundheitsminister Manne Lucha auf die Bedeutung der frühzeitigen Diagnose von Tuberkulose hin. „Bei Husten, der länger als drei Wochen anhält, sollte man auch an Tuberkulose denken und die Beschwerden ärztlich abklären lassen“, sagte Lucha.

Trotz insgesamt niedriger Fallzahlen bleibt Tuberkulose eine relevante Herausforderung für den öffentlichen Gesundheitsdienst im Land. Im Jahr 2025 wurden in Baden-Württemberg 552 Erkrankungen gemeldet (2024: 587 Fälle). Für das laufende Jahr 2026 sind dem Landesgesundheitsamt bislang 85 Erkrankungen bekannt (Stand: 17. März 2026), im gleichen Zeitraum 2025 waren es 127.

Rund 80 Prozent der erkrankten Menschen stammen aus Ländern mit einer höheren Tuberkulose-Inzidenz, darunter Regionen mit eingeschränkter Gesundheitsversorgung etwa in Afrika, Rumänien oder der Ukraine.

Gesundheitsämter identifizieren Infektionsquellen

„Tuberkulose ist heute in den meisten Fällen gut behandelbar. Entscheidend ist, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und Infektionsketten konsequent zu unterbrechen“, sagte Minister Lucha. Eine Schlüsselrolle kommt dabei den Gesundheitsämtern zu. Sie identifizieren Infektionsquellen, erfassen Kontaktpersonen, veranlassen notwendige Untersuchungen und setzen präventive Maßnahmen um. Dank moderner molekularbiologischer Verfahren können heute auch Übertragungswege genauer nachvollzogen und resistente Erreger schneller erkannt werden.

Tuberkulose zählt weltweit noch immer zu den zehn häufigsten Todesursachen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO erkrankten im Jahr 2024 rund 10,7 Millionen Menschen an Tuberkulose, etwa 1,23 Millionen starben daran. Gleichzeitig konnten seit dem Jahr 2000 durch bessere Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten weltweit mehr als 80 Millionen Leben gerettet werden.

Welttuberkulosetag

Der Welttuberkulosetag erinnert an den 24. März 1882, den Tag, an dem Robert Koch das Tuberkulose-Bakterium erstmals wissenschaftlich beschrieb. Seine Entdeckung legte den Grundstein für die moderne Infektionsbekämpfung. 1905 erhielt Koch dafür den Nobelpreis. Mit dem Welttuberkulosetag soll weltweit auf die weiterhin bestehende Gefahr und auf Fortschritte in der Tuberkulosebekämpfung aufmerksam gemacht werden. Die Weltgesundheitsorganisation hat das Ziel formuliert, Tuberkulose bis zum Jahr 2050 zu eliminieren. Dafür müsste die Zahl der Erkrankungen weltweit jedes Jahr um etwa zehn Prozent sinken.

Weitere Meldungen

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheitssystem

Hildenbrand kritisiert Umsetzung der GKV-Reform

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Gesundheitsschutz

Gesundheitsminister richtet Hitze-Taskforce ein

Rauchverbotsschild (Foto: © dpa)
Gesundheit

Schülerinnen und Schüler sagen Nein zu Tabak und Nikotin

Kisten mit Gemüse und Obst.
Ernährung

Ernährungsbildung junger Erwachsener stärken

Abschlussveranstaltung zum Projekt "Nachhaltige Schulverpflegung" am 07.07.2026
Ernährung

Nachhaltige Schulverpflegung prägt Bewusstsein

Symbolbild: Eine Frau sitzt an einem Dorfbrunnen. (Foto: © dpa)
Baukultur

Land fördert kommunale Gestaltungsbeiräte

Kur- und Heilwald
Forst

Handbuch für Kur- und Heilwälder veröffentlicht

Unser Dorf hat Zukunft - Landesentscheid 2025: Griessen
Ländlicher Raum

Klettgau-Grießen gewinnt Silber bei „Unser Dorf hat Zukunft“

Verdienstkreuz für Volker Jobst
Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Volker Jobst

Labor-Utensilien bei einem Drug-Checking-Projekt
Suchthilfe

Land bereitet Drug-Checking-Verordnung vor

Eine Straße führt unter einer Brücke durch
Stadtentwicklung

Grundstein für lebenswerte Ortsmitte in Eislingen gelegt

Eine Mitarbeiterin des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg hält einen Abstrich eines Covid-19 Verdachtsfalles aus Baden-Württemberg in der Hand. (Bild: picture alliance/Marijan Murat/dpa)
Infektionsschutz

Kontaktperson im Land nicht an Andes-Hantavirus erkrankt

Eltern sitzen mit ihren beiden Kindern im Wohnzimmer (Bild: © dpa).
Familie

Land zeichnet 18 innovative Projekte für starke Familien aus

Das Logo der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg ist am Eingang eines Gebäudes der Rentenversicherung angebracht.
Rentenkommission

Zügige Umsetzung der Rentenreform gefordert

EU-Schulprogramm
Ernährung

Landesweite Aktionstage zum EU-Schulprogramm