Energie

Treffen der Monitoring-Gruppe Energiewende

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Zwei Windräder stehen auf einem Feld in der Nähe von Gerstetten.

Zum ersten Treffen der „Monitoring-Gruppe Energiewende“ in der neuen Legislaturperiode sind am Dienstag Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Industrie, Energiewirtschaft, Handwerk, des Deutschen Gewerkschaftsbunds sowie des Öko-Instituts mit Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller zusammen getroffen.

„Der grün-schwarzen Landesregierung ist ein regelmäßiger und intensiver Dialog mit den Verbänden und Gewerkschaften über den Stand der Energiewende ein wichtiges Anliegen“, erklärte der Minister. „Die Diskussionen in der Monitoring-Gruppe zeigen uns, wo genau den Betroffenen der Schuh drückt. Dies ermöglicht es uns, die Interessen des Landes auf nationaler und internationaler Ebene möglichst zielgerichtet einzubringen.“

Verlässlichkeit für erfolgreiche Umsetzung der Energiewende unverzichtbar

Die Mitglieder der Monitoring-Gruppe waren sich einig, dass mehr Verlässlichkeit und Planungssicherheit für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende unverzichtbar sind: „Die Verbraucherinnen und Verbraucher, die Beschäftigten, die Energiewirtschaft, das Handwerk, der Mittelstand und die Industrie: Sie alle haben ein Interesse daran, dass die Energiepolitik langfristig ausgerichtet wird und die Betroffenen sich entsprechend darauf einstellen können“, erklärte die Gruppe. Neben der Umweltfreundlichkeit der Energieerzeugung müssten hierbei auch die Themen Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit gleichermaßen beachtet werden.  

Besonders kritisch betrachtete die Monitoring-Gruppe die letzte Woche von der Bundesnetzagentur verkündete mehrjährige Verzögerung beim Ausbau der Übertragungsnetze, die mit notwendigen Umplanungen aufgrund des von der Bundesregierung beschlossenen Vorrangs der Erdverkabelung begründet wurde: „Der Industriestandort Baden-Württemberg ist auf eine sichere und bezahlbare Stromversorgung angewiesen“, betonten die Mitglieder der Monitoring-Gruppe. Damit diese auch langfristig gewährleistet sei, dürfe der Bund jetzt nicht noch mehr wertvolle Zeit verlieren. „Vielmehr muss die Bundesregierung dafür Sorge tragen, dass die für den Netzausbau notwendigen Genehmigungsverfahren nun möglichst rasch eingeleitet werden.“

„Wir nehmen die Bedenken der Menschen ernst“

Einig war sich die Monitoring-Gruppe darin, dass das vom Umwelt- und Energieministerium eingeleitete Dialogverfahren zur geplanten SuedLink-Trasse einen wichtigen Beitrag für den möglichst raschen Ausbau der Stromnetze im Land leisten kann. „Wir nehmen die Bedenken der Menschen ernst“, erklärte Energieminister Franz Untersteller. „Sobald der Netzbetreiber TransnetBW mögliche Trassenverläufe erarbeitet hat, werden wir auf die Betroffenen zugehen, sie umfassend informieren und mit ihnen in den Dialog eintreten. Ich bin davon überzeugt, dass wir so die notwendige Akzeptanz für dieses enorm wichtige Vorhaben gewinnen können.“

Weitere Meldungen

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Klimawandel

2025 deutlich zu warm und mit ausgeprägter Hitzephase

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Stuttgart, 03.03.2026: Staatssekretär Andre Baumann (zweiter von links) mit den Gründern des Ombudsverein Erdwärme e. V. (von links): Dr. Herbert Pohl (Geschäftsführer, Deutsche ErdWärme GmbH), Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Dr. Horst Kreuter (Vulcan Energie Ressourcen GmbH), Andreas Mühlig (Leiter GE Erzeugung Betrieb EnBW Energie Baden-Württemberg AG), Dr. Hansjörg Roll (Mitglied des Vorstands, MVV Energie AG), Klaus Preiser (Geschäftsführung, badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG), Jürgen Scheurer (Geschäftsführer, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.), Jörg Dürr-Pucher, (Vorsitzender, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.)
Energiewende

Ombudsverein Erdwärme für schnelle Schlichtungen gegründet

Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Weinbau

Mehr Förderung und Flexibilität für den Weinbau

Ein Brennstoffzellen-Hybridbus der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) steht in Stuttgart an einer Bushaltestelle.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Kommunale Wärmeversorgung mit Biogas in Weikersheim

Preisträger Landesforschungspreis 2026
Forschung

Landesforschungspreise 2026 nach Tübingen, Mannheim und Freiburg

Das Thermostat einer Heizung.
Energie

Walker kritisiert Reform des Gebäudeenergiegesetzes

Naturschutzgebiet Wurzacher Ried
Naturschutz

Land kauft mehr Flächen für Natur- und Klimaschutz

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 24. Februar 2026

Windräder stehen während des Sonnenaufgangs auf einem Feld.
Erneuerbare Energien

Schnellere Genehmigungen für Windkraft-Anlagen durch Digitalisierung

Studenten nehmen in einer Mensa ihr Mittagessen ein (Foto: © dpa).
Ernährung

Mehr regionale Bio-Produkte in Kantinen und Mensen

Der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Renault ZOE (Bild:© dpa)
Elektromobilität

Elektro-Carsharing für 66 Standorte