Ehrenamt

Tag der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer 2024

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Altenpflegerin spricht mit Senioren in einer Pflege-Wohngemeinschaft für Demenzkranke.

Das Land veranstaltet bereits zum achten Mal den Tag der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer in der Justiz. Diese kümmern sich um die rechtlichen Belange von Mitmenschen, die infolge von Krankheit oder Behinderung ihre rechtlichen Angelegenheiten nicht mehr selbst erledigen können.

Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges und Minister für Soziales, Gesundheit und Integration Manfred Lucha begrüßten am 7. Juni 2024 zum achten Tag der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer im Stuttgarter Haus der Wirtschaft zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die als Dank für ihren Einsatz zugunsten ihrer Mitmenschen zu dem landesweiten Tag eingeladen worden sind.

Dabei kamen rund 230 Ehrenamtliche sowie Vertreterinnen und Vertreter der Betreuungsgerichte, der Betreuungsbehörden und der Betreuungsvereine in Stuttgart zusammen. Neben informativen Vorträgen und Arbeitsgruppensitzungen war vor allem Gelegenheit zum Austausch untereinander.

Ministerin Gentges sagte: „Das heute ist Ihr Tag. Wir sehen, was Sie tagtäglich als Betreuerinnen und Betreuer leisten und mit diesem Tag wollen wir diesen Einsatz würdigen. Sie setzen Kraft und Zeit, Geduld und Mühe für Ihre Mitmenschen vielfach unbemerkt im Hintergrund ein und geben den Betreuten damit uneigennützig ein großes Stück Lebensqualität zurück.“

Dank an die ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer in der Justiz

Minister Lucha sagte: „Wenn Menschen in unserem Land Unterstützung benötigen, sind ehrenamtliche Kräfte eine große Hilfe. Die Bandbreite des Bürgerschaftlichen Engagements ist riesig. Aktuelles eindrucksvolles Beispiel ist die gemeinsame Bewältigung der Folgen der Überschwemmungen. Weniger im Fokus des öffentlichen Interesses stehen die Helferinnen und Helfer bei der rechtlichen Betreuung. Deshalb bedanken wir uns heute ausdrücklich für die Arbeit der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer in der Justiz.“

In Baden-Württemberg werden aktuell etwa 120.000 Menschen von einem rechtlichen Betreuer begleitet. Etwa die Hälfte dieser Betreuungen, also rund 60.000, werden ehrenamtlich geführt. Diese werden durch Gerichte bestellt und kümmern sich um die rechtlichen Belange von Mitmenschen, die infolge von Krankheit oder Behinderung ihre rechtlichen Angelegenheiten nicht mehr selbst erledigen können. Baden-Württemberg zählt damit zu den Ländern mit den höchsten Anteilen an ehrenamtlich übernommenen rechtlichen Betreuungen.

Der Tag wird in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern veranstaltet

Veranstaltet wird der Tag der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer gemeinsam vom Ministerium der Justiz und für Migration und vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration in Kooperation mit dem Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg und der Interessengemeinschaft (IG) der Betreuungsvereine in Baden-Württemberg.

Rechtliche Betreuerinnen und Betreuer werden von den Betreuungsgerichten bestellt. Dies geschieht nur dann, wenn eine Person ihre rechtlichen Angelegenheiten nicht mehr selbst erledigen kann. Grund hierfür kann eine Krankheit oder Behinderung sein. Eine rechtliche Betreuung ist in der Regel nicht erforderlich, wenn der Betroffene einer Person seines Vertrauens eine Vorsorgevollmacht erteilt hat. Gegen den freien Willen des Betroffenen darf eine Betreuung nicht angeordnet werden. Ehrenamtlich tätige Betreuerinnen und Betreuer werden vor allem von den Betreuungsvereinen vor Ort unterstützt und begleitet. Diese helfen auch bei Interesse an der Übernahme eines solchen Ehrenamts gerne weiter. 

Justizportal Baden-Württemberg: Das Ehrenamt in der rechtlichen Betreuung

Weitere Meldungen

Schülerinnen mit Smartphones
Internet

Junge Menschen im Umgang mit Gefahren im Netz stärken

von links nach rechts: Gerald Knaus, Staatssekretär Siegfried Lorek, Birgit Sippel, Dr. Thomas Gutschker
Migration

Lorek fordert stärkere Positionierung der EU in der Migrationspolitik

Eine Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sitzt auf einem Finger und sticht zu.
Gesundheitsschutz

Kein erhöhtes Risiko wegen West-Nil-Virus

Symbolbild: Eine Frau versucht sich vor der Gewalt eines Mannes zu schützen (Bild: dpa).
Opferschutz

13 Millionen Euro für Opfer aus Gewalttaten

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Bürgerbeteiligung

Bürgerforum zur CO2-Speicherung

In einer Wohngemeinschaft sitzen Studierende um den Küchentisch und unterhalten sich (Bild: © dpa).
Wohnen

Land fördert im Neubau bundesweit die meisten Wohnheimplätze

Logo des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“
Ländlicher Raum

29. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gestartet

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Bürgerbeteiligung

Auswahlprozess für neuen Jugendberaterkreis gestartet

Landgericht Ulm
Justiz

Staatsangehörigkeit von Tatverdächtigen wird genannt

Start-up WOW Challenge
Start-up BW

BLACKPIN.IOT im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Erzieherin und Kind beim Lesen
Literatur

Frederick Tag 2026 gestartet

Vordere Reihe (von links nach rechts): Julia Hellmann, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt und Petra Klein  Hintere Reihe (von links nach rechts): Dr. Sarah Straub, Michael Kühn, Anne Stöhr, Panajotis Neuert und Claudia Österle
Justiz

Tag der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer 2026

Gesundes Essen bei der Zubereitung.
Ernährung

Impulse für eine gelungene Seniorenverpflegung

Ministerin Theresa Schopper (rechts) spricht zur Eröffnung der Netzwerkkonferenz Baukultur
Baukultur

Netzwerkkonferenz Baukultur 2026

20261008_MIN Kriegsgräberfürsorge
Gedenken

Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.