Migration

Tätigkeitsbericht der Ombudsstelle für die Flüchtlingserstaufnahme

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Innenminister Thomas Strobl (r.) mit Klaus Danner (l.), Ombudsperson für die Flüchtlingserstaufnahme in Baden-Württemberg, bei der Übergabe des fünften Tätigkeitsberichts (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
Innenminister Thomas Strobl (r.) mit Klaus Danner (l.), Ombudsperson für die Flüchtlingserstaufnahme in Baden-Württemberg, bei der Übergabe des fünften Tätigkeitsberichts

Die Ombudsstelle für die Flüchtlingserstaufnahme im Land hat rechtzeitig zu ihrem fünfjährigen Bestehen den fünften Tätigkeitsbericht veröffentlicht. Sie ist vermittelnder Partner bei Sorgen und Problemen von Geflüchteten und wird auch bei verwaltungstechnischen Abläufen von beteiligten Institutionen und Behörden kontaktiert.

„Baden-Württemberg ist das einzige Land, das eine derartige, unabhängige Institution wie die Ombudsstelle für die Flüchtlingserstaufnahme unterhält. Mit Klaus Danner haben wir rundweg eine Idealbesetzung als ehrenamtlich tätige Ombudsperson“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl anlässlich der Vorstellung des fünften Tätigkeitsberichts der Ombudsstelle für die Flüchtlingserstaufnahme (PDF).

Die Ombudsstelle für Flüchtlingserstaufnahme setzt sich für die Anliegen und Bedürfnisse der Flüchtlinge, Ehrenamtlichen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Erstaufnahmeeinrichtungen in Baden-Württemberg ein. Die Arbeit dieses fünften Jahres wurde in einem Tätigkeitsbericht festgehalten, der nun vom Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg vorgelegt wurde.

128 Beratungs-, Hilfe- und Unterstützungsanfragen

Im Berichtsjahr erreichten die Ombudsstelle insgesamt 128 Beratungs-, Hilfe- und Unterstützungsanfragen, bei denen es sich mehrheitlich um Anliegen zu den Bereichen gesundheitliche Versorgung, Verlegung und Familienzusammenführung der nach Baden-Württemberg geflüchteten Menschen handelt. Wiederum konnte eine Steigerung der Anliegen zum Vorjahr (um 28 Prozent) verzeichnet werden. Als vermittelnder Partner wird die Ombudsstelle bei Sorgen und Problemen von Flüchtlingen und vermehrt auch bei verwaltungstechnischen Abläufen von beteiligten Institutionen und Behörden kontaktiert.

Die ehrenamtlich tätige Ombudsperson, Klaus Danner, ist neutral, unabhängig von Weisungen und entscheidet selbst über die Befassung mit Einzelfällen. Klaus Danner handelt informell, koordinierend und vermittelnd. Darüber hinaus besucht er regelmäßig das Ankunftszentrum in Heidelberg, die aktuell zehn Erstaufnahmeeinrichtungen und drei Ausweichunterbringungen in Baden-Württemberg. Die Ombudsperson führt Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Behörden, Institutionen und Organisationen sowie der Landesregierung.

Erstaufnahme im Land gut aufgestellt

„Die Flüchtlingserstaufnahme in Baden-Württemberg ist gut strukturiert und hervorragend aufgestellt. Kontinuierliche Verbesserungen in der Versorgung und Betreuung der geflüchteten Personen bringen neue Themen zutage, die mit viel Engagement und Motivation von allen Haupt- und Ehrenamtlichen professionell angegangen werden“, erklärte Klaus Danner.

Auf Initiative von Klaus Danner konnte sich Innenminister Thomas Strobl am 14. Januar 2020 einen persönlichen Eindruck über das Christian-Griesbach-Haus in Karlsruhe verschaffen. In der Karlsruher Einrichtung für besonders schutzbedürftige Personen werden chronisch kranke, behinderte oder pflegebedürftige Flüchtlinge und deren Angehörige versorgt.

Corona als große Herausforderung

Große Herausforderungen brachte die zweite Hälfte des Berichtsjahres aufgrund der Covid-19-Pandemie mit sich. Mit großem Engagement und viel persönlichem Einsatz aller Protagonisten konnten diese Herausforderungen bislang bewältigt werden. Um die Gefahr des Corona-Virus zu mindern, wurden Strukturen geändert und Vorsorgemaßnahmen in der Erstaufnahme konsequent umgesetzt. „Es wurde von allen in den Erstaufnahmeeinrichtungen Tätigen mit hoher Motivation äußerst engagierte und zielgerichtete Arbeit geleistet, um die geflüchteten Personen in den Erstaufnahmeeinrichtungen vor dem Covid-19-Virus zu schützen. Ausweichunterbringungen wurden eingerichtet und eine Isolierstation aufgebaut“, so Klaus Danner.

Wenngleich im Zuge der Pandemie weitere Herausforderungen auf die Erstaufnahme zukommen werden, die schnelle, zielgerichtete Lösungen erfordern, dürfen andere Themen nicht aus dem Blickfeld geraten. Die Ombudsstelle wird sich in Zukunft weiterhin für einen fairen, respektvollen und menschenwürdigen Umgang mit Geflüchteten einsetzen.

Tätigkeitsbericht der Ombudsstelle für Flüchtlingserstaufnahme 2019/2020 (PDF)

Innenministerium: Ombudsperson für Flüchtlingserstaufnahme

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