Europa

Strobl schlägt Weimarer Dreieck Katastrophenschutz-Erasmus vor

Innenminister Thomas Strobl schlägt dem Weimarer Dreieck einen Katastrophenschutz-Erasmus vor. Damit soll ein Austauschprogramm geschaffen werden, das die junge Generation früh auf internationale Krisen und deren Bewältigung vorbereiten kann.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
v.l.n.r.: Der Ministerpräsident des Freistaats Sachsen Michael Kretschmer, die Präsidentin des Bundesrates, Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und der Stv. Ministerpräsident und Innenminister unseres Landes Thomas Strobl im Bundesrat in Berlin in konstruktiven Gesprächen insbesondere zur sicherheitspolitischen Verantwortung Europas und zur Stärkung des europäischen Jugendaustauschs
Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl
Gruppenfoto Weimarer Dreieck

Beim aktuellen Freundschaftsgruppentreffen im Format Weimarer Dreieck hat der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl den Vorschlag eines Katastrophenschutz-Erasmus vorgestellt, was auf außerordentlich positive Resonanz gestoßen ist. Mit dem Katastrophenschutz-Erasmus soll ein Austauschprogramm geschaffen werden, das die junge Generation früh auf internationale Krisen und deren Bewältigung vorbereitet. Das außenpolitische Gesprächs- und Konsultationsforum Deutschlands, Frankreichs und Polens tagte am 3. und 4. Juli 2025 in Berlin.

„Für ein starkes Europa brauchen wir eine starke Jugend. Unseren Partnern aus Deutschland, Frankreich und Polen habe ich in diesem Zusammenhang unsere baden-württembergische Idee eines Katastrophenschutz-Erasmus vorgestellt. Mit dem Katastrophenschutz-Erasmus bauen wir ein nachhaltiges Netzwerk junger europäischer Katastrophenschützer auf, das weit über das konkrete Projekt hinausreicht. Wir stärken damit nicht nur interkulturellen Kompetenzen und das bessere Verständnis füreinander, sondern auch die Kenntnisse und Fähigkeiten jungen Einsatzkräfte. Das ist Nachwuchsförderung im besten Sinn. Denn eines haben wir aus unseren zahlreichen Katastrophenschutzübungen wie zuletzt der der Großübung Magnitude der Europäischen Union (EU) gelernt: Es geht nichts über persönliche Kontakte und persönliches Erleben der Herangehensweise unserer europäischen Partner im Katastrophenfall. Je früher sich unsere Nachwuchskräfte hier mit unseren europäischen Partnern vernetzen, umso leichter können wir über Landes- und Sprachgrenzen hinweg zusammenarbeiten und umso besser stärken wir die europäischen Werte von Freiheit, Demokratie und gegenseitigem Verständnis. Unsere französischen Freunde denken in dieselbe Richtung und die Vertreterinnen und Vertreter Polens haben Interesse signalisiert, ebenso wie andere Länder vom Saarland bis Sachsen. Unsere Einladung steht: Zu einer Auftaktveranstaltung sind junge Katastrophenschützer aus Frankreich, Polen und Deutschland bei uns in Baden-Württemberg herzlich eingeladen“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl anlässlich des Treffens der Freundschaftsgruppen im Format Weimarer Dreieck von Bundesrat, französischem und polnischem Senat am 3. und 4. Juli 2025 in Berlin.

Katastrophenschutz-Erasmus  

Mit dem Katastrophenschutz-Erasmus soll ein Austauschprogramm geschaffen werden, das die junge Generation früh auf internationale Krisen und deren Bewältigung vorbereiten kann. Das Programm richtet sich an junge Menschen unter 25 Jahren aus den EU-Mitgliedstaaten, also an die „Young Heroes“, die sich aktiv im Katastrophenschutz engagieren oder ein Interesse an diesem Thema haben. Damit können sie über den eigenen Tellerrand schauen, die Systeme anderer europäischer Länder kennenlernen und ein Netzwerk über die Landesgrenzen knüpfen. Das stärkt den internationalen Jugendaustausch, dient der europäischen Integration und hilft, in der Zukunft einen möglichen grenzüberschreitenden Katastrophenfall oder einen internationalen Notfall schneller und besser bewältigen zu können. Angesprochen werden sollen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Bevölkerungsschutz, Studierende, Auszubildende und junge Fachkräfte.

Weimarer Dreieck

Das Weimarer Dreieck ist das außenpolitische Gesprächs- und Konsultationsforum Deutschlands, Frankreichs und Polens. Mit dem Gesprächsformat stimmen die drei Länder ihre Politik ab. Das soll die europäische Integration stärken, ohne andere Staaten auszuschließen. Die damaligen Außenminister der drei Länder Hans-Dietrich Genscher, Roland Dumas und Krzysztof Skubiszewski gründeten am 28. und 29. August 1991 in Weimar das Weimarer Dreieck. Seitdem hat sich das Weimarer Dreieck zu einem Gesprächsforum von gleichberechtigten Partnern zu aktuellen europapolitischen Fragen entwickelt. Für das Land Baden-Württemberg hat der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl am 3. und 4. Juli 2025 am Treffen der Freundschaftsgruppen im Format Weimarer Dreieck von Bundesrat, französischem und polnischem Senat in Berlin teilgenommen.

Weitere Meldungen

Zentrale Vereidigungsfeier der Polizei Baden-Württemberg in der voll besetzten Helios Arena in Villingen-Schwenningen
Polizei

Über 1.100 neue Polizistinnen und Polizisten feierlich vereidigt

von links nach rechts: Präsidentin des Landesarbeitsgerichts Dr. Betina Rieker, Direktor des Arbeitsgerichts Heilbronn a.D. Dr. Carsten Witt und Amtschefin Gerda Windey
Justiz

Direktor des Arbeitsgerichts Heilbronn tritt in Ruhestand

von links nach rechts: Präsidentin des Landesarbeitsgerichts Dr. Betina Rieker, Direktor des Arbeitsgerichts Freiburg a.D. Martin Gremmelspacher, und Amtschefin Gerda Windey
Justiz

Direktor des Arbeitsgerichts Freiburg tritt in Ruhestand

Ein Mädchen watet durch die überschwemmte Innenstadt von Veringenstadt.
Gesellschaft

Pilotkommunen erproben verbesserte Zusammenarbeit im Krisenfall

Neubau der Kindertagesstätte Wilhelm-Enßle-Straße
Städtebauförderung

Ortsmitte in Geradstetten erfolgreich saniert

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Mehr Steuereinnahmen, aber kein zusätzlicher Spielraum

Im alten Fabrikensemble der Eisenlohr’schen Werke in Dettingen an der Erms sind mit Hilfe der Städtebauförderung 67 neue Wohnungen entstanden.
Städtebauförderung

Ortskern in Dettingen an der Erms modernisiert

Das Bild zeigt den neuen Dienststellenleiter der LVT BW Peter Siller frontal im Porträt.
Landesvertretung

Peter Siller neuer Dienststellenleiter der Landesvertretung beim Bund

Staatssekretär Siegfried Lorek MdL
Opferschutz

Land stärkt Opferschutz und stellt sich Antisemitismus entgegen

Ein Windrad dreht sich bei Herbolzheim vor einem Strommast.
Energieversorgung

Task Force soll Ausbau des Stromnetzes beschleunigen

Ein Mann tippt auf einer beleuchteten Tastatur eines Laptops.
Justiz

Strafverfolgungsstatistik 2025 veröffentlicht

Delegationsreise China
Außenwirtschaft

Dörflinger auf Delegationsreise in China

Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
Sportministerkonferenz

Mehr Bewegung für Kinder und Jugendliche in Deutschland

Forschende im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Bundesrat

Bundesrat ändert Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Eröffnung der Wanderausstellung der IBA'27 in der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin
Städtebau

IBA’27-Ausstellung in Berlin eröffnet