Auszeichnung

Staufermedaille für Prof. Siegfried Bauer

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Die Staufermedaille ist eine besondere, persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg.

Der Dirigent und Musikpädagoge Prof. Siegfried Bauer ist mit der Staufermedaille ausgeziechnet worden. Kunststaatssekretärin Petra Olschowski nannte Bauer bei der Verleihung einen musikalischen Brückenbauer und wirkungsvollen Akteur in der kulturellen Bildung.

Der Ludwigsburger Landeskirchenmusikdirektor i.R. und langjährige Dirigent des Ludwigsburger Sinfonieorchesters Prof. Siegfried Bauer ist mit der Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Kunststaatssekretärin Petra Olschowski überreichte am Samstag (22. Oktober) nach einem Festkonzert die von Ministerpräsident Winfried Kretschmann zuerkannte Ehrung. 

„Kunst ist Orientierungshilfe und wesentliches Element für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Auseinandersetzung mit Kunst ermöglicht dem Einzelnen die Erschließung der Welt und kann Impulse geben, diese mit zu gestalten. In diesem Sinne hat Prof. Siegfried Bauer vielen Menschen den Zugang zur Musik eröffnet“, sagte Staatssekretärin Petra Olschowski in ihrer Laudatio. Mit seinem Engagement als Kirchenmusiker, Hochschullehrer, Landeskirchenmusikdirektor, aber auch als Dirigent und Chorleiter von Ensembles der Amateurmusik habe Bauer vielen jungen Menschen geholfen, ihr musikalisches Talent zu entdecken und zu ihrem Lebensinhalt zu machen. Somit sei er ein Vorbild für die jüngere Generation geworden. 

„Siegfried Bauers Anliegen ist es, nicht nur das Fachpublikum zu erreichen“, sagte Olschowski. Neben den überaus erfolgreichen Musiktheaterprojekten mit dem Bürgertheater komme dieser Ansatz auch in der Städtepartnerschaft mit  Jevpatorija sowie den kostenlosen Konzerten in Krankenhäusern, Senioren- und Altenheimen, Waisenhäusern, Strafanstalten, Hospizen und anderen Einrichtungen der sozialen Fürsorge zum Ausdruck. „Mit Schulkonzerten und musikalischen Aktivitäten in Kindertageseinrichtungen engagiert sich Bauer darüber hinaus dafür, bereits bei Kindern und Jugendlichen die Freude und das Interesse an Musik zu wecken.“ 

Seine besonderen Fähigkeiten brachte Bauer auch als gefragter Ratgeber in vielen Gremien ein: So war er in den 1990er Jahren maßgeblich an der Einrichtung des Arbeitskreises Kirchenmusik-Schulmusik beteiligt. Der Arbeitskreis hat viele Kongresse der Musikpädagogik in Baden-Württemberg mitgestaltet, Handreichungen für die Zusammenarbeit der Fächer Religion und Musik in den Schulen erarbeitet und nicht zuletzt auch dem Kombi-Studium von Kirchenmusik und Schulmusik an den Musikhochschulen im Land den Boden bereitet.  

„Prof. Siegfried Bauer hat sich mit seinen vielfältigen Aktivitäten auf verschiedenen Positionen herausragende Verdienste um das Musikleben und den musikalischen Nachwuchs im Land erworben,“ so Staatssekretärin Petra Olschowski. 

Prof. Siegfried Bauer wurde 1944 in Unterweissach geboren. Dem Studium der Pädagogik, Schulmusik und Musikwissenschaften in Ludwigsburg folgte das Studium an der Musikhochschule Stuttgart und an der Universität Tübingen. Sein Berufsweg begann als Dozent für Musikpädagogik an der kirchlichen Ausbildungsstätte für Diakonie und Religionspädagogik sowie als Kantor der Karlshöhe. Später wurde Bauer dort Konrektor. 1976 wurde er zum Dirigenten des Ludwigsburger Sinfonieorchesters gewählt. Von 1989 bis 2009 war er Landeskirchenmusikdirektor der Evangelischen Landeskirche Württemberg. Seit 2004 unterrichtet er Orchesterleitung an der Hochschule für Kirchenmusik in Tübingen.

Im Jahr 2000 wurde Prof. Siegfried Bauer für sein außergewöhnliches Engagement durch den Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Zuvor hatte er bereits für sein musikalisches Wirken in Ludwigsburg den Kulturpreis der Stadt erhalten. 

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