Wirtschaft

Spitzentreffen zu wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Mitarbeiter der Porsche AG montiert im Porsche-Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen einen Porsche 718 Cayman. (Foto: dpa)

Bund und Länder sind zu einem Spitzentreffen zu wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus zusammengekommen. Unternehmen, die infolge von Corona in Schieflage geraten, sollen kurzfristig unkomplizierte Hilfen erhalten.

„Bund und Länder sind sich einig, dass Unternehmensinsolvenzen und Arbeitslosigkeit in der Folge der Corona-Krise möglichst vermieden werden müssen“, erklärte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Dienstag, 10. März 2020, im Anschluss an das Gespräch mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und den Wirtschaftsministerinnen und Wirtschaftsministern der Länder zu wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus. „Wir unterstützen den Drei-Stufen-Plan des Bundeswirtschaftsministers. Es sind kurzfristig unkomplizierte Hilfen für Unternehmen notwendig, die infolge von Corona in Schieflage geraten: Insbesondere müssen Liquiditätsengpässe unbürokratisch beseitigt werden, beispielsweise mit zinsfreien Steuerstundungen.“

Kurzfristige und unkomplizierte Hilfen für Unternehmen

Ein wichtiges Instrument sei die Kurzarbeit. „Die Vorschläge des Bundes sind gut, sollten aber auch noch ausgeweitet werden“, forderte die Ministerin. „So wichtig das Thema Weiterbildung in der Transformation ist, so schwierig ist die Verknüpfung, wenn es darum geht, Unternehmen, die kurzfristig in Schwierigkeiten geraten, über die Durststrecke zu helfen. Ich bin daher froh, dass Minister Altmaier heute angekündigt hat, dass für Unternehmen, die wegen der Corona-Krise Kurzarbeitergeld benötigen, keine Weiterbildungsmaßnahmen verpflichtend sind. Selbstverständlich dürfen wir über die Corona-Krise die mittel- bis langfristigen Herausforderungen der digitalen Transformation und der Energiewende nicht aus dem Blick verlieren. Zusätzliche Investitionen und die Stärkung von Forschung und Entwicklung müssen daher klar auf die Transformationsherausforderungen ausgerichtet werden.“ Wichtig sei auch, dass die Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld auch in den schon jetzt gemeldeten Fällen rückwirkend greifen. „Wenn die notwendigen Gesetze und Verordnungen im April verabschiedet werden, muss sichergestellt werden, dass Betriebe, die bereits im März Kurzarbeit angemeldet haben, nicht schlechter gestellt werden“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Hoffmeister-Kraut plädierte außerdem dafür, kurzfristig Liquiditätshilfen zu konkretisieren, etwa in Form von zinslosen Stundungen von Steuern. Der Bund solle dafür prüfen, inwiefern es zum jetzigen Zeitpunkt zielführend sei, die einschlägigen Regelungen im Steuerrecht zu lockern. Die Förderbanken von Bund und Ländern sollten in einer konzertierten Aktion ausreichend und unbürokratisch Liquiditätshilfen zur Verfügung stellen.

Spitzengespräch in Stuttgart

Die Ministerin wies darauf hin, dass sie die Maßnahmen bereits an diesem Freitag, 13. März 2020, in einem Spitzengespräch in Stuttgart mit allen relevanten Akteuren im Land erörtern und möglichst konkretisieren will. „Wir sollten bereits jetzt auch mittel- bis langfristig wirkende Maßnahmen auf den Weg bringen. Zentral sind Erleichterungen und Beschleunigungen bei Genehmigungsverfahren, die Lockerung von engen und in der Krise kontraproduktiven Beihilfevorschriften und eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für unternehmerisches Handeln“, so Hoffmeister-Kraut abschließend.

Bundeswirtschaftsministerium: Informationen zu den Auswirkungen des Coronavirus

Bundeswirtschaftsministerium: Pressemitteilung zum Spitzentreffen von Bund und Ländern vom 10. März 2020

Aktuelle Infos zu Corona in Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Blick in den Saal bei der Eröffnung des 11. Donausalons in der Landesvertretung Baden Württemberg durch Verkehrsminister Winfried Hermann
11. Donausalon

Wirtschaftliche Resilienz und stärkerer Zusammenhalt im Donauraum

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land fördert zukunftsweisende Chip-Technologien

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Eine Mitarbeiterin der Parasitologie der Universität Hohenheim zeigt in einem Labor eine Buntzecke.
Gesundheit

Start der Zecken-Saison

Landtagsgebäude von Baden-Württemberg in Stuttgart.
Landtagswahl

Wahlaufruf der Landeswahlleiterin

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
Wirtschaft

Strategieprozess stärkt Zukunft der Dienstleistungswirtschaft

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Besucher der Gamescom erleben mit VR-Brillen die virtuelle Realität.
Digitalisierung

Land fördert immersive Technologien mit 2,4 Millionen Euro

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Studium

Land finanziert KI-Plattform für sehbeeinträchtigte Studierende

Ein Schild weist in einem Wahlbüro auf eine Wahlurne für die Briefwahl  hin.
Landtagswahl

Letzte Hinweise zur Briefwahl