Verkehr

Hermann: Unsicherheit beim Autokauf zeigt Notwendigkeit der Blauen Plakette

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Autos stehen in Stuttgart im Stau. (Bild: © dpa)

Der Rückgang der Verkaufszahlen für Dieselfahrzeuge muss nach den Worten von Verkehrsminister Winfried Hermann ein Warnzeichen für Politik und Industrie sein. Die Unsicherheit bei Käufern von Dieselautos zeige die Notwendigkeit der Blauen Plakette für Dieselfahrzeuge mit geringem Schadstoffausstoß.

„Die derzeitige Unsicherheit vieler Menschen beim Autokauf zeigt die Notwendigkeit der Blauen Plakette“, sagte Minister Hermann. Angesichts der Kritik an älteren Dieselautos mit höherem Schadstoffausstoß und angesichts der drohenden Fahrverbote durch Gerichte infolge der Überschreitung der Stickoxid-Grenzwerte sei das Zögern bei vielen Dieselkäufern nachvollziehbar. Umso wichtiger sei es, Dieselfahrzeuge unterscheiden zu können. Denn die neuen Euro-6-Dieselautos würden ja die blaue Plakette bekommen. 

„Sollten die jüngsten Zahlen des Kraftfahrbundesamtes einen allgemeinen Trend beschreiben, wonach die Zulassungszahlen von Autos mit Dieselmotor in Deutschland deutlich zurückgehen, wäre das ein amtliches Warnsignal an die bundespolitische Ebene, rasch für Klarheit und Rechtssicherheit zu sorgen“, betonte der Minister. Denn der Dieselantrieb mit der neuesten Abgasreinigung werde als Übergangstechnologie noch gebraucht, bis elektrische Antriebe den Verbrennungsmotor ablösen. „Und mit einer Blauen Plakette wäre klar, dass Euro-6-Diesel auch in Umweltzonen weitergefahren werden können. Auf diesem Weg könnten die in vielen Städten zu hohen Stickoxidwerte wirksam gesenkt werden“, erklärte Hermann.

Um bis 2020 in der Landeshauptstadt für eine Halbierung der Stickstoffoxid-Belastung auf großen Straßen zu sorgen, ist nach einer Wirkungsanalyse des Regierungspräsidiums Stuttgart die Blaue Plakette das einzige wirksame Instrument. Schon heute würden 60 Prozent aller Pkw diese Plakette bekommen. Die Lkw-Flotte erneuert sich in rasantem Tempo, für Handwerkerfahrzeuge mit geringer Fahrleistung könnten Ausnahmen gelten. Und um den Wechsel hin zu Elektrofahrzeugen zu erleichtern, gebe es entsprechende Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene, erläuterte Minister Hermann. 

Weitere Meldungen

Polizisten kontrollieren ein Auto.
Verkehrssicherheit

Autoposerszene bundesweit im Fokus

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Bescheidübergabe am 31. März 2026
Wirtschaft

Land stärkt Automotive-Standort im Rems-Murr-Kreis

Ein Reh springt bei Bodnegg (Baden-Württemberg) über eine Wiese, auf der Löwenzahn blüht. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Forst

Forstliches Gutachten 2024 Baden-Württemberg

Ein Zug fährt an einem mit Häusern übersäten Hügeln durch eine grüne Landschaft.
Schienenverkehr

Grundlage für Erhalt der Panoramabahn vereinbart

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Straßenbau

500 Millionen Euro für Straßenerhalt im Land

Icon eines Gesetzbuches mit aufgedrucktem Paragrafenzeichen.
Verkehr

Landesmobilitätsgesetz macht gute Mobilität einfacher

Siegerehrung Start-up BW Elevator Pitch Vorentscheid Rems-Murr
Start-up BW

Fibryx GmbH im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch"

Wasserrückhalt im Wald
Forst

Wälder speichern Wasser und schützen vor Erosion

Ein Mann geht mit Kinderwagen und Hund auf einem Gehweg in Heidelberg.
Fußverkehr

Land startet Modellprojekt für barrierefreie und sichere Gehwege

Das Flügelrad für Radioaktivität ist auf einer sogenannte Ringleitung für hochkonzentriertes Radon zu sehen.
Strahlenschutz

Ergebnisse des Radon-Messprogramms

Straßenverkehr in Stuttgart
Bundesrat

Gegen erneute Verbote für Automobilbranche

Verkehrsminister Winfried Hermann
Online-Dialog

Online-Dialog mit Verkehrsminister Winfried Hermann

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Klimawandel

2025 deutlich zu warm und mit ausgeprägter Hitzephase

Stuttgart, 03.03.2026: Staatssekretär Andre Baumann (zweiter von links) mit den Gründern des Ombudsverein Erdwärme e. V. (von links): Dr. Herbert Pohl (Geschäftsführer, Deutsche ErdWärme GmbH), Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Dr. Horst Kreuter (Vulcan Energie Ressourcen GmbH), Andreas Mühlig (Leiter GE Erzeugung Betrieb EnBW Energie Baden-Württemberg AG), Dr. Hansjörg Roll (Mitglied des Vorstands, MVV Energie AG), Klaus Preiser (Geschäftsführung, badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG), Jürgen Scheurer (Geschäftsführer, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.), Jörg Dürr-Pucher, (Vorsitzender, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.)
Energiewende

Ombudsverein Erdwärme für schnelle Schlichtungen gegründet