Schule

Prognosekriterien für Genehmigung einer gymnasialen Oberstufe an Gemeinschaftsschulen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Schüler der Oberstufe (Quelle: dpa)

Das Kultusministerium hat eine Handreichung zur Genehmigung einer Sekundarstufe II an Gemeinschaftsschulen an die Schulaufsicht und an die kommunalen Landesverbände versandt. Danach müssen Gemeinschaftsschulen in der Sekundarstufe I voraussichtlich stabil vierzügig geführt werden, um für die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe in Betracht zu kommen.

„Wir werden die Oberstufe an den Gemeinschaftsschulen dort ermöglichen, wo von einer langfristigen Nachfrage ausgegangen werden kann”, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. „Wir haben nun sachliche Kriterien definiert, welche Übergangszahlen im Genehmigungsprozess einer gymnasialen Oberstufe an Gemeinschaftsschulen anzunehmen sind“, so die Ministerin. So rechne das Kultusministerium beispielsweise damit, dass Schülerinnen und Schüler der umliegenden Werkrealschulen und allgemein bildenden Gymnasien voraussichtlich nur in Einzelfällen an die Sekundarstufe II einer Gemeinschaftsschule wechseln werden. „Für nachhaltig stabile Schulstrukturen brauchen wir realistische Maßstäbe“, betont Eisenmann.

Grundsätzlich kann eine gymnasiale Oberstufe genehmigt werden, wenn eine Gemeinschaftsschule an der Schwelle zur Sekundarstufe II die gesetzlich vorgeschriebene Zahl von mindestens 60 Schülerinnen und Schüler erreicht. Aller Voraussicht nach trifft dies für diejenigen Gemeinschaftsschulstandorte zu, die in der Sekundarstufe I mindestens stabil vierzügig sind. Die Prognose erfolgt im zweiten Schulhalbjahr der Klassenstufe 9, zu diesem Zeitpunkt liegen die Lernentwicklungsberichte aus dem ersten Halbjahr vor. Eine weitere Voraussetzung ist die Durchführung einer regionalen Schulentwicklung. Diese sieht unter anderem ein Dialog- und Beteiligungsverfahren vor. 

Übergangsquoten für die Berechnung der Prognose

  • Schülerinnen und Schüler, die im zweiten Schulhalbjahr der Klassenstufe 9 an der beantragenden Gemeinschaftsschule auf dem erweiterten Niveau (E-Niveau) lernen, können in die Berechnung mit einer Übergangsquote von 85 bis 95 Prozent einbezogen werden. Schülerinnen und Schüler, die dort auf dem mittleren Niveau (M-Niveau) lernen, können mit 30 bis 40 Prozent angerechnet werden. Schülerinnen und Schüler, die auf dem grundlegenden Niveau (G-Niveau) lernen, werden bei den Berechnungen nicht berücksichtig.
  • Für umliegende Gemeinschaftsschulen, die keine Oberstufe haben, werden die Schülerinnen und Schüler, die auf dem E-Niveau lernen, mit einer Übergangsquote zwischen 60 und 80 Prozent einkalkuliert; für die Schüler auf dem M-Niveau sind es zehn bis 25 Prozent. 
  • In der Berechnung werden die Schülerinnen und Schüler aus umliegenden Realschulen mit fünf bis 15 Prozent berücksichtigt.

Welche Übergangszahlen innerhalb der definierten Bandbreiten anzunehmen sind, hängt von den örtlichen Verhältnissen ab.

Erstmals werden im Frühjahr 2017 die Träger von Gemeinschaftsschulen der ersten Genehmigungsrunde bei den Regierungspräsidien einen Antrag auf Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe stellen können.

Weitere Meldungen

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Collage aus sechs Personen vor blauem Hintergrund
Schule

3 Fragen 3 Antworten: mit Gewinnerinnen und Gewinner des Lehrkräfte

Schüler einer Grundschule melden sich im Unterricht (Bild: © dpa).
Schule

2.800 Lehrkräfte gesucht

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Februar 2026

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. Februar 2026

Kinder sind auf einer Straße mit dem Fahrrad unterwegs zur Schule. (Foto: © dpa)
Sicherer Schulweg

Mehr Verkehrssicherheit durch Schulstraßen und Schulzonen

Ein Mann geht mit Kinderwagen und Hund auf einem Gehweg in Heidelberg.
Fußverkehr

Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Vorschaubild eines Youtube-Videos
Bildung

Förderung virtueller Führungen durch Auschwitz-Birkenau

Die deutsche und französische Flagge. (Bild: picture alliance/Rainer Jensen/dpa)
Europa

Deutsch-Französischer Tag 2026

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 20. Januar 2026

Gesprächsrunde mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (rechts) am 26. November 2025 an der Wilhelmsschule in Stuttgart-Wangen, an der ein Pilotprojekt der Familiengrundschulzentren eingerichtet wird.
Bildung

Land stärkt Erziehungspartnerschaft

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
Fußverkehr

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Grafik mit dem Schriftzug Schule@BW - lernen - lehren - kommunizieren
Digitalisierung

Kooperation bei digitalen Bildungsplattformen zeigt Erfolge

Ein Mann im Rollstuhl arbeitet an der Rezeption eines Campingplatzes. (Foto: © dpa)
Bildung

Land fördert innovative Inklusions-Projekte in der Lehrerbildung

Eine Lehrerin in der Grundschule mit Schülerinnen und Schülern.
Schule

Kompass 4-Ergebnisse liegen vor