Landwirtschaftliches Hauptfest

Preisverleihung zum Gewinnspiel „Hier wächst Zukunft“

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Ein Landwirt pflügt ein Feld. Luftaufnahme mit einer Drohne. (Foto: Patrick Pleul / dpa)

Landwirtschaftsminister Peter Hauk hat zusammen mit Professor Dr. Ralf Kindervater die Hauptpreise des Wettbewerbs vom 100. Landwirtschaftlichen Hauptfestes verliehen. Die Gewinner haben zwölf Fragen zu Zukunftsthemen wie Bioökonomie, Landwirtschaft 4.0 oder Biodiversität richtig beantwortet.

„Das Gewinnspiel war für uns ein großer Erfolg, nicht zuletzt deshalb, weil es der Einstieg für viele gute Gespräche mit unseren Ausstellern war“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, im Nachgang zur Preisverleihung des Gewinnspiels im Rahmen des 100. Landwirtschaftlichen Hauptfestes. Die Preisverleihung fand am 19. Dezember statt.

Unter dem Motto ‚Hier wächst Zukunft!‘ hatte sich das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in diesem Jahr beim 100. Landwirtschaftlichen Hauptfest auf dem Cannstatter Wasen präsentiert. Besucher, die insgesamt zwölf Fragen zu Zukunftsthemen wie Bioökonomie, Landwirtschaft 4.0 oder Biodiversität richtig beantworteten, konnten einen von vier attraktiven Preisen gewinnen. Neben einer Drohne und einem 3D-Drucker wurden ein Insektenhotel und Restaurantgutscheine für die Schmeck-den-Süden-Gastronomen ausgelobt. Die Übergabe der Hauptpreise erfolgte im baden-württembergischen Landtag durch Minister Peter Hauk und Professor Dr. Ralf Kindervater, Geschäftsführer der BIOPRO Baden-Württemberg GmbH.

Evelyn Konzett aus Baindt durfte sich über einen 3D-Drucker von Fischertechnik freuen. Sie war extra mit ihrer Familie aus dem Kreis Ravensburg angereist, um den Gewinn entgegenzunehmen. Gleichzeitig nutzte sie die Gelegenheit, sich wertvolle Tipps zu Aufbau und Bedienung bei Professor Dr. Kindervater zu holen, der am Rande der Preisübergabe bereits mit ihrem Sohn Maximilian über die verschiedenen Anwendungsbereiche fachsimpelte. Künftig will sie den 3D-Drucker unter anderem nutzen, um Formen für die eigene Herstellung von Seife zu produzieren. Darüber hinaus packte die Familie die Gelegenheit beim Schopf und warf noch einen Blick hinter die Kulissen des Landtags.

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz

Als heterogenes Haus mit vielfältigen Themen befasst sich das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) mit allen Fragen, die den Ländlichen Raum, den Verbraucherschutz, die Ernährung, die Lebensmittelüberwachung, den Wald, Tierschutz und Tiergesundheit und die Landwirtschaft betreffen.
Zum Beispiel unterstützt das MLR durch verschiedene Förderprogramme und Projekte die Naturschutzstrategie Baden-Württemberg mit dem Ziel, die biologische Vielfalt in Baden-Württemberg zu stabilisieren und heimische Tier- und Pflanzenarten zu erhalten. Und nicht nur das – verschiedene Förderprogramme stärken außerdem den Ländlichen Raum, sichern Arbeitsplätze und fördern den Tourismus.

Mit der Regionalkampagne ‚Natürlich. VON DAHEIM‘ wirbt das MLR zudem für die Produkte regionaler Erzeuger. Dadurch können Familienbetriebe gesichert und in der Folge die Kulturlandschaft erhalten werden. Ganz nebenbei senkt man noch den eigenen ökologischen Fußabdruck. Wer also auf regionale Produkte zurückgreift, tut Gutes - nicht nur für sich, sondern für seine gesamte Umwelt.

Digitalisierungsstrategie des Landes

Die Digitalisierungsstrategie des Landes Baden-Württemberg gewinnt auch in der Landwirtschaft an Bedeutung. Unter dem weiten Feld ‚Landwirtschaft 4.0‘ wird an den verschiedensten Stellen geforscht und gelehrt. Die Erfassung, Verarbeitung und Analyse von Daten mit modernster Technik kann viele positive Aspekte, wie zum Beispiel die Reduktion von Pflanzenschutzmitteln, die gezielte Ausbringung von Düngemitteln oder die Verbesserung der Lebensmittelqualität, mit sich bringen. Darüber hinaus erleichtern automatisierte Systeme schwere körperliche Arbeiten und erhöhen dadurch die Attraktivität der Grünen Berufe.

Vor dem Hintergrund einer stark wachsenden Weltbevölkerung und der Verknappung fossiler Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle gilt es, alternative, nachwachsende Rohstoffe einzusetzen. Durch den Wandel von fossilen hin zu nachwachsenden Rohstoffen, sollen Produkte und Prozesse künftig noch nachhaltiger erzeugt werden. Großes Augenmerk wird dabei auf die Ernährungssicherung, den Klimaschutz und den Erhalt der wichtigsten Naturgüter wie Trinkwasser, fruchtbare Böden, saubere Luft und Biodiversität gelegt. Das MLR unterstützt diesen Prozess der Bioökonomie durch Förderprogramme und einen Dialogprozess für die Entwicklung einer Nachhaltigen Bioökonomiestrategie für Baden-Württemberg.

Aktiver Klimaschutz findet auch durch die CO2- Speicherung in den Wäldern statt. Der Landesbetrieb ForstBW sorgt dabei durch eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und -pflege für einen klimastabilen Wald. Zudem leistet der Wald einen wesentlichen Beitrag zur Bioökonomie. Durch die stoffliche Nutzung in Form von Bauholz können andere, unerwünschte Baumaterialien ersetzt werden. Aber auch durch den Einsatz von Brennholz als nachwachsender Rohstoff lassen sich klimaschädliche Stoffe reduzieren. Als oberste Jagdbehörde liefert ForstBW Wildbret aus heimischen Wäldern und bereichert dadurch das Angebot an regionalen Lebensmitteln.

Diese große Vielfalt an Aufgaben ist für das MLR eine Herausforderung. Sie animiert uns und spornt an, gemeinsam mit den Landesanstalten und Partnern noch besser zu werden. Hier wächst Zukunft!

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