Justiz

Präsident des Landgerichts Ulm tritt in den Ruhestand

Ministerin Marion Gentges und Amtschef Elmar Steinbacher haben den Präsidenten des Landgerichts Ulm, Thomas Dörr, in den Ruhestand verabschiedet.

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von links nach rechts: Ministerialdirektor Elmar Steinbacher; Präsident des Landgerichts Ulm, Thomas Dörr, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges; Präsident des Oberlandesgerichts Stuttgart, Dr. Andreas Singer
von links nach rechts: Ministerialdirektor Elmar Steinbacher; Präsident des Landgerichts Ulm, Thomas Dörr; Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges; Präsident des Oberlandesgerichts Stuttgart, Dr. Andreas Singer

Der Präsident des Landgerichts Ulm, Thomas Dörr, tritt nach mehr als 39 Jahren im Dienst der baden-württembergischen Justiz in den Ruhestand ein. Das Ruder in der Münsterstadt übernahm Thomas Dörr im November 2022 – nach 13 Jahren erfolgreicher Präsidentschaft am Landgericht Ravensburg. Im Rahmen einer Feierstunde im Ministerium der Justiz und für Migration wurde er von Ministerin Marion Gentges und Amtschef Elmar Steinbacher verabschiedet.

Ministerin Gentges sagte: „In Ulm wie in Ravensburg – Thomas Dörr war in jeder Hinsicht ein vorbildlicher und überzeugender Präsident. Und dafür gibt es viele Gründe. Er glänzte in seiner Karriere nicht nur als herausragender Richter, sondern besaß auch als Führungskraft die wertvolle Gabe, andere mitzureißen und ein echtes Vorbild zu sein. Er war stets offen für Neues, hatte einen guten Draht zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und leistete wo nötig auch wertvolle Überzeugungsarbeit. Er hat maßgeblich auch zum großen Erfolg der Pilotierung und Einführung der elektronischen Akte am Landgericht Ravensburg beigetragen. Darüber hinaus erarbeitete er sich den Ruf, die Justiz nach außen bestens zu repräsentieren – wofür ich ihm meinen besonderen Dank aussprechen möchte! Mit Herrn Dörr geht eine hervorragende Führungskraft der baden-württembergischen Justiz in den wohlverdienten Ruhestand. Für seine Dienste danke ich ihm von Herzen und wünsche ihm für seinen Ruhestand alles Gute.“

Thomas Dörr

Thomas Dörr trat 1985 bei dem Landgericht Ulm in den höheren Justizdienst ein. Nach weiteren Stationen bei der Staatsanwaltschaft Ulm und dem Amtsgericht Geislingen wurde er 1988 zum Richter am Landgericht Ulm ernannt. Dort wirkte er für über acht Jahre und nahm neben seinen richterlichen Aufgaben auch die Aufgaben des Ausbildungsleiters wahr. 1997 folgte die Erprobungsabordnung beim Oberlandesgericht Stuttgart, in deren Folge Thomas Dörr im Januar 1998 zum Richter am Oberlandesgericht ernannt wurde und auch als Präsidialrichter tätig war. 2002 kehrte er als Vizepräsident des Landgerichts zurück nach Ulm und saß einer Kammer für Zivil- und Beschwerdesachen vor. Starke fünf Jahre später führte ihn sein Weg erneut in die Landeshauptstadt. Er wurde zum Vorsitzenden Richter am Oberlandesgericht ernannt. Dort war er Vorsitzender des ersten Zivilsenats und erarbeitete sich einen hervorragenden Ruf im Arzthaftungsrecht. 2009 folgte seine Präsidentschaft am Landgericht Ravensburg. Seit November 2022 leitet Thomas Dörr das Landgericht Ulm.

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