Landwirtschaft

Ökolandbau weiter auf Wachstumskurs

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Verschiedene Bioprodukte

Mit erstmals 10.000 Unternehmen aus Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel in der Öko-Kontrolle hat die Zahl der Öko-Betriebe in Baden-Württemberg einen historischen Höchststand erreicht. Dies teilte Landwirtschaftsminister Peter Hauk anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Bio – bunt und vielfältig aus Baden-Württemberg“ auf der Landesgartenschau in Öhringen mit.

„Die Zahl der Öko-Betriebe in Baden-Württemberg hat einen historischen Höchststand erreicht. Ich freue mich, dass wir anlässlich der Eröffnung der 10-tägigen Ausstellung ‚Bio – bunt und vielfältig aus Baden-Württemberg‘ auf der Landesgartenschau in Öhringen eine so positive Nachricht vermelden können. Mit erstmals 10.000 Unternehmen aus Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel in der Öko-Kontrolle in Baden-Württemberg spiegelt sich die stetig wachsende Bedeutung des Bio-Sektors wider“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

Zahl der Öko-Betriebe im Land auf historischem Höchststand

Mit dieser Zahl zeige sich die kontinuierlich gestiegene Nachfrage der Verbraucherinnen und Verbraucher nach Lebensmitteln in Bio-Qualität. Diese biete gute Marktchancen für die Landwirtschaft und die Verarbeitungsunternehmen in Baden-Württemberg und sei eine Alternative zu den ebenso qualitativ hochwertigen, konventionell erzeugten Produkten im Land. „Um diese Marktpotentiale weiterhin zu nutzen, gilt es die Landwirtinnen und Landwirte zu unterstützen, die sich für die ökologische Wirtschaftsweise interessieren oder bereits nach den Vorgaben des Ökolandbaus wirtschaften“, erklärte Hauk.

Mit einem Wachstum von über 5.000 Hektar an ökologisch bewirtschafteter Fläche in Baden-Württemberg im Jahr 2015 sieht Hauk weiterhin Marktpotenzial für baden-württembergische Unternehmen. Dies bekräftigte der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg e.V. Dr. Christian Eichert: „Der Bio-Sektor in Baden-Württemberg hat Wachstumspotential. Wir als Ökoverbände stehen für regional erzeugte, regional verarbeitete und regional konsumierte Biolebensmittel.“

Vor diesem Hintergrund werde der bestehende Aktionsplan ‚Bio aus Baden-Württemberg‘ mit seinem umfangreichen Maßnahmenbündel weiter ausgebaut, betonte Minister Hauk.

10 Tage ‚Bio – bunt und vielfältig aus Baden-Württemberg‘

Veranstaltungen wie der Aktionszeitraum ‚Bio – bunt und vielfältig aus Baden-Württemberg‘ auf der Landesgartenschau dienen dazu, Verbraucherinnen und Verbrauchern das Thema Ökolandbau und Regionalität näher zu bringen, so Hauk. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbaus Baden-Württemberg e.V. (AÖL) und der Marketing- und Absatzförderungsgesellschaft für Agrar- und Forstprodukte aus Baden-Württemberg mbH (MBW) werde den Besucherinnen und Besuchern ein interessantes, abwechslungsreiches Programm rund um den Ökologischen Landbau geboten. In einer täglich von 14 bis 16 Uhr stattfindenden Gartensprechstunde stünden Hobbygärtnerinnen und -gärtnern Experten des Demeter Verbandes Baden-Württemberg e.V. für Fragen zur Verfügung. Stände der Verbände des Ökologischen Landbaus sowie des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz ergänzen das Angebot.

Ein buntes und attraktives Kinderprogramm mit einem Parcours für die Sinne, der Möglichkeit, selbst Butter herzustellen sowie nach Kartoffeln und ‚Regenwürmern‘ zu graben und weitere Angebote bringt reichhaltige Abwechslung für die kleinen Besucherinnen und Besucher. Interessierte Verbraucherinnen und Verbraucher können sich von den Agrarbotschafterinnen mit Kostproben von Bio-Produkten aus Baden-Württemberg verwöhnen lassen.

‚Bunt und vielfältig‘ – so präsentiert sich der Ökolandbau aus Baden-Württemberg 10 Tage lang auf der Landesgartenschau in Öhringen (Hohenlohekreis). Den Höhepunkt bildet der Öko-Aktionstag am Sonntag, 31. Juli 2016, mit weiteren Programmpunkten wie einem Bio-Markt, einer Bio-Cocktailbar, Bühnenprogramm und abendlichen Konzert der Band RasgaRasga.

Hintergrundinformationen:

  • Bio-Lebensmittel verzeichneten 2015 ein zweistelliges Umsatzplus von 11,1 Prozent und umfassen mittlerweile ein Marktvolumen von knapp 9 Milliarden Euro in Deutschland.
  • In Baden-Württemberg werden rund 130.450 Hektar nach den Regeln des Ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Das sind 9,2 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Baden-Württemberg. In Baden-Württemberg arbeiten 3.451 landwirtschaftliche Betriebe nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus (ohne Streuobstbetriebe). Dies entspricht 8,3 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Baden-Württemberg (Stand 31. Dezember 2015).
  • Damit Bio auch Bio ist, sieht das europäische Bio-Recht Kontrollen in der gesamten Kette von der Erzeugung über die Verarbeitung bis zum Handel mit Bio-Erzeugnissen vor. Unternehmen, die in dieser Kette beteiligt sind, unterziehen sich der Bio-Kontrolle. In Baden-Württemberg erfolgt die Bio-Kontrolle durch Öko-Kontrollstellen und die Kontrollbehörde beim Regierungspräsidium Karlsruhe. Alle baden-württembergischen Unternehmen im Bio-Kontrollverfahren sind beim Regierungspräsidium in Karlsruhe erfasst. Erstmals sind dies in Baden-Württemberg 10.000 Unternehmen (Stand Juli 2016).
  • Mit dem Aktionsplan „Bio aus Baden-Württemberg“ hat die Landesregierung ein Maßnahmenbündel für den Ökologischen Landbau im Land auf den Weg gebracht. Der Aktionsplan umfasst folgende Handlungsfelder: Finanzielle Förderung; Bildung und Beratung ausbauen; zielgerichtete Forschung; Vermarktungsstrukturen verbessern; Verbraucherschutz: Vertrauen in Bioprodukte

Programm des Öko-Aktionstags (PDF)

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Aktionsplan Bio

Bio aus Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Eine Frau greift nach einem Apfel aus dem Obst- und Gemüseregal eines Reformhauses. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Land mit vielfältiger Bio-Qualität auf BIOFACH präsent

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Ländlicher Raum

Flurneuordnung in Furtwangen bewilligt

Ländlicher Raum
Ländlicher Raum

Modernisierung Ländlicher Wege ist Zukunftssicherung

Ein Haus, dessen Grundgerüst aus Holz besteht, steht in einem Tübinger Neubaugebiet. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Holzbau

Aktualisierte Holzbau-Richtlinie stärkt Klimaschutz und Wirtschaft

Kuhweide mit Kühen
Tierschutz

Impfung hilft gegen Ausbruch der Blauzungenkrankheit

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. Februar 2026

Kisten mit Gemüse und Obst.
Verbraucherschutz

Produkte mit Qualitätszeichen gemeinsam bekannter machen

Flurneuordnung Schefflenz-Oberschefflenz
Ländlicher Raum

Flurneuordnung in Walldürn schreitet zügig voran

BaWü zu Tisch - Drei Personen sitzen an einem Tisch
Ernährung

Start der landesweiten Ernährungstage

Säue schauen durch die Absperrung eines Stalles auf einem Bauernhof. (Bild: © dpa)
Landwirtschaft

Grundstein für Schlachthof in Gärtringen gelegt

Nest der Asiatischen Hornisse
Landwirtschaft

Nestentfernung von Asiatischer Hornisse wird weiter gefördert

Gisela Splett mit Patenschaftsurkunde
Vermögen und Bau

Patenschaft für Kronenkranich in der Wilhelma

Traktor auf einem Feld
Ökolandbau

Land fördert überregionale Koope­rationen der Bio-Musterregionen

Ein Biber, fotografiert an einem Fluss (Quelle: dpa).
Artenschutz

Biberverordnung hilft bei Konfliktfällen

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Grand Est und Land mobilisieren für Zukunft der Bioökonomie