Landwirtschaft

Obstbau am Bodensee ist Teil der Identität des Landes

Anlässlich des Auftakts der Messe FRUCHTWELT BODENSEE in Friedrichshafen hat Staatssekretärin Sabine Kurtz die Bedeutung des Obstbaus am Bodensee betont. Die Messe ist auch 2026 die wichtigste internationale Fachmesse für den Erwerbsobstbau.

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Apfelbäuerin Sonja Heimgartner, ehemalige Apfelkönigin für das Bodensee-Obst, füllt in einer Obstplantage Äpfel der Sorte Gala in eine Obstkiste. (Bild: Felix Kästle / dpa)
Symbolbild

„Der Bodensee ist nicht nur eine der schönsten Kulturlandschaften Deutschlands, sondern eine echte Powerregion des Obstbaus. Trotz immer größerer Herausforderungen behauptet sich der Obstbau am Bodensee aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit und Flexibilität. Wir müssen bürokratische Hürden abbauen und Anreize für Investitionen in moderne, nachhaltige Technologien schaffen, damit der Obstbau im Land auch für die nächste Generation attraktiv bleibt. Hierzu gibt die FRUCHTWELT BODENSEE als Leitmesse Orientierung und schafft Raum für den Austausch der Branche“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Sabine Kurtz, anlässlich des Auftakts der FRUCHTWELT BODENSEE in Friedrichshafen.

Die Messe FRUCHTWELT BODENSEE in Friedrichshafen ist mit über 300 Ausstellern auch 2026 die wichtigste internationale Fachmesse für den Erwerbsobstbau. Organisatoren der Veranstaltung sind die Obstregion Bodensee e.V. und die Stiftung Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee (KOB). Das Rahmenprogramm, die „Bodensee-Obstbautage“, bieten eine Fülle an Themen. Von Agri-Photovoltaik über Obstbau in unsicheren Zeiten bis hin zu Digitalisierung.

Wichtiger Impuls für den gesamten Obstbau

Die FRUCHTWELT BODENSEE zählt weltweit zu den größten Messen im Bereich Erwerbsobstbau und Brennereiwesen. „Die Region um den Bodensee ist die bedeutsamste Obstanbauregion Baden-Württembergs und zugleich eine der größten in Europa. Auf der Messe kommen Obsterzeuger, Obsthändler, Obstverwerter und Obstveredler zusammen und tauschen sich über die tägliche Praxis und neueste Trends aus. Damit geht von dieser Leitmesse ein wichtiger Impuls für den gesamten Obstbau aus“, sagte die Staatssekretärin.

Rund 1.200 Betriebe mit erwerbsmäßigem Obstbau erzeugen aktuell in der Region Bodensee eine Apfelmenge von etwa 250.000 Tonnen pro Jahr. Ungeachtet aller Vorzüge und Bekanntheit sei unter den aktuellen Rahmenbedingungen die Vermarktung der Bodensee-Äpfel herausfordernd. Mit dem Sektorprogramm Obst und Gemüse steht dem Obstbau ein besonderes Förderinstrument mit vergleichsweise großem Gestaltungsspielraum für die Erzeugerorganisationen zur Verfügung. „Der Obstbau am Bodensee ist ein Stück Identität unseres Landes, die es zu erhalten und zu stärken gilt“, betonte Staatssekretärin Sabine Kurtz.

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