Ländlicher Raum

Land fördert kreative Nachnutzung von Trafotürmen

Die Gewinner des Wettbewerbs „Turmwärts – Hoch hinaus mit neuen Ideen“ stehen fest. Mit dem Wettbewerb fördert das Land die kreative Nachnutzung von Trafotürmen im Ländlichen Raum.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Logo "Turmwärts"

„Viele Trafotürme sind prägende Bauwerke unserer Dörfer und erzählen ein Stück Technik- und Regionalgeschichte. Mit dem Wettbewerb ‚Turmwärts‘ geben wir engagierten Menschen die Möglichkeit, diese besonderen Gebäude in ihrer baulichen Gestalt zu erhalten und ihnen eine neue Funktion zu geben. Die ausgewählten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie aus ehemaligen Infrastrukturbauten lebendige Orte für Gemeinschaft und Kreativität entstehen können. Gerade im Ländlichen Raum sind solche Projekte wichtige Impulse für bürgerschaftliches Engagement und lokale Identität“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich der Bekanntgabe der Gewinnerprojekte des Wettbewerbs „Turmwärts – Hoch hinaus mit neuen Ideen“.

Vielfältige Ideen für historische Bauwerke

Trafotürme oder auch Turmstationen genannt, waren über viele Jahrzehnte zentrale Bestandteile der Stromversorgung in Dörfern und Gemeinden. Mit der technischen Entwicklung haben viele dieser Bauwerke in den vergangenen Jahren ihre ursprüngliche Funktion verloren. Dennoch prägen viele solcher Türme aber weiterhin das Ortsbild und sind wichtige Zeugnisse der Energiegeschichte.

„Die im Rahmen des Wettbewerbs prämierten Projekte geben den oftmals leerstehenden und ungenutzten Türmen eine sinnvolle und innovative Nachnutzung. Diese reichen von kleinen Kultur- und Ausstellungsorten und Treffpunkten für Dorfgemeinschaften bis hin zu Lern- und Erlebnisorten rund um Themen wie Umwelt und Energie oder die regionale Geschichte. Viele Projekte verbinden den Erhalt der historischen Bausubstanz mit neuen sozialen, kulturellen und touristischen Funktionen. Die ausgezeichneten Initiativen zeigen, wie viel Kreativität und Tatkraft in unseren Gemeinden und Dorfgemeinschaften steckt“, betonte Minister Hauk.

Die neun Gewinnerprojekte wurden aus insgesamt 13 eingereichten Bewerbungen ausgewählt und erhalten jeweils bis zu 30.000 Euro Förderung. Ausschlaggebend hierbei waren unter anderem der Beitrag zum Gemeinwohl und zum ehrenamtlichen Engagement, der Innovationsgehalt sowie die Übertragbarkeit der Ideen. Darüber hinaus sprach eine Fachjury Qualifizierungsempfehlungen aus, welche die weitere Umsetzung der Projekte unterstützen sollen. Die Projekte erhalten eine Förderung von insgesamt rund 200.000 Euro. Bewerben konnten sich Kommunen, Vereine, Initiativen und weitere zivilgesellschaftliche Akteure aus dem Ländlichen Raum Baden-Württembergs.

Impulse für lebendige Orte im Ländlichen Raum

Die ausgezeichneten Projekte stehen beispielhaft dafür, wie ortsbildprägende Bauwerke erhalten und mit neuen Funktionen belebt werden können. Sie stärken regionale Identität und setzen Impulse für die Weiterentwicklung ländlicher Dörfer und Gemeinden. Mit ihren innovativen Ansätzen leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Lebensqualität und Attraktivität des Ländlichen Raums. „Oft sind es gerade solche besonderen Orte, die Menschen zusammenbringen und neue Ideen entstehen lassen. Die Trafotürme im Land sind sichtbare Landmarken – und mit den ausgezeichneten Projekten werden sie nun auch zu Orten der Begegnung, des Austauschs und des Engagements“, so Minister Hauk abschließend.

Die geförderten Projekte

Folgende Projektteilnehmer werden mit einer Förderung berücksichtigt:

Weitere Meldungen

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheitssystem

Hildenbrand kritisiert Umsetzung der GKV-Reform

Ein Landwirt betankt sein Gespann mit Gülle um diese anschließend auf einem Feld auszubringen. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Gentges fordert Aufstockung des Hilfspakets für Düngerpreise

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Gesundheitsschutz

Gesundheitsminister richtet Hitze-Taskforce ein

Rauchverbotsschild (Foto: © dpa)
Gesundheit

Schülerinnen und Schüler sagen Nein zu Tabak und Nikotin

Kisten mit Gemüse und Obst.
Ernährung

Ernährungsbildung junger Erwachsener stärken

Landgericht Ulm
Justiz

Bekämpfung von sexuellem Kindesmissbrauch auf der Kippe

Abschlussveranstaltung zum Projekt "Nachhaltige Schulverpflegung" am 07.07.2026
Ernährung

Nachhaltige Schulverpflegung prägt Bewusstsein

Forschende im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Hochschulen

Schnellbau-Initiative bringt zusätzlichen Investitionsschub

Übergabe des Förderbescheids durch Staatssekretär Thomas Dörflinger (zweiter von rechts)
Wirtschaft

Rund 400.000 Euro für Digitalisierung im Handwerk

Symbolbild: Eine Frau sitzt an einem Dorfbrunnen. (Foto: © dpa)
Baukultur

Land fördert kommunale Gestaltungsbeiräte

Bio-Musterregion Heidenheim plus
Landwirtschaft

Meisterbriefe für Nachwuchs im Molkereihandwerk

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
EU-Donauraumstrategie

Europäische KI-Netzwerke stärken Witschaft

Die frisch gekürte Badische Weinkönigin Rosa Kost (Mitte) steht mit den beiden ebenfalls frisch gekürten Badischen Weinprinzessinnen Tina Müller (links) und Viktoria Benz (rechts) auf der Bühne.
Weinbau

Rosa Kost ist neue Badische Weinkönigin

Kur- und Heilwald
Forst

Handbuch für Kur- und Heilwälder veröffentlicht

Unser Dorf hat Zukunft - Landesentscheid 2025: Griessen
Ländlicher Raum

Klettgau-Grießen gewinnt Silber bei „Unser Dorf hat Zukunft“