Streuobst

20. landesweiter Streuobsttag in Hohenheim

Schwerpunktthemen des 20. landesweiten Streuobsttags in Hohenheim waren Klimaresilienz und die Einbindung von Jugendlichen. Das Land unterstützt im Rahmen der Streuobstkonzeption 2030 den Erhalt von Streuobstwiesen durch Beratung und Förderprogramme.

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Streuobstwiese
Symbolbild

Streuobstwiesen prägen die Kulturlandschaft in Baden-Württemberg. Um sie zu erhalten und zukunftsfähig weiterzuentwickeln ist insbesondere das Engagement der jungen Generation von entscheidender Bedeutung. Nur wenn es gelingt, die Begeisterung für Streuobstwiesen weiterzugeben, wird dieser einzigartige Fruchtspender und Lebensraum erhalten bleiben. Wir unterstützen deshalb junge Menschen, die Verantwortung übernehmen und mit neuen Ideen dazu beitragen, die Streuobstwiesen zukunftsfähig zu machen. Im Zeichen des Klimawandels bekommt dies ein zusätzliches Gewicht“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Sabine Kurtz, am Samstag, 18. April 2026, in Hohenheim anlässlich des 20. Streuobsttags Baden-Württemberg.

Der Klimawandel stellt die Bewirtschaftung von Streuobstflächen vor steigende Herausforderungen. Die heißen Sommer der vergangenen Jahre setzen den Bäumen zu und ziehen neuartige Schädlinge an. Viele alte Sorten kommen mit den zunehmenden Trockenperioden schlecht zurecht. Deshalb raten Fachexperten dazu, bei der Neupflanzung von Obstbäumen auf robuste Sorten zurückzugreifen.

„Mit jeder Neupflanzung eines Obstbaums wird in Zukunft nicht nur köstlicher Geschmack ermöglicht, sondern auch der Generationenvertrag erfüllt und die Begeisterung für Streuobst wachgehalten“, sagte die Staatssekretärin.

Junge Menschen gestalten die Zukunft der Streuobstwiesen

Beim Streuobsttag stand neben Klimaresilienz auch im Mittelpunkt, wie man Jugendliche für das Thema Streuobst begeistern kann. Verschiedene Initiativen zeigen bereits, wie Jugendliche Verantwortung für Streuobstwiesen übernehmen. Dazu gehören unter anderem Ernteaktionen auf kommunalen Flächen, eigene Jugendgruppen in Vereinen und Kurse, in denen junge Menschen das nötige Wissen für Pflege und Schnitt erlernen. In kurzen Vorträgen wurden erfolgreiche Beispiele vorgestellt, wie man Jugendliche im ländlichen Raum erreicht und ihnen niederschwellige Möglichkeiten zum Mitmachen bietet. An verschiedenen Ausstellungs- und Informationsständen konnten sich die Besucherinnen und Besucher über verschiedene Jugendprojekte und Initiativen informieren oder praktische Werkzeuge und regionale Streuobstprodukte erwerben.

Das Land unterstützt im Rahmen der Streuobstkonzeption 2030 den Erhalt von Streuobstwiesen durch Beratung und Förderprogramme. Dazu zählen unter anderem auch finanzielle Anreize beim Baumschnitt, beim Aufbau von Netzwerken oder bei der Vermarktung.

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