Energie

Neues Nahwärmenetz in der Schwarzwaldgemeinde Elzach

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Mann greift in einen Berg Holzpellets (Symbolbild: © dpa).

Nach gut zweijähriger Planung beginnt die Gemeinde Elzach im Südschwarzwald mit dem Bau eines zweiten Nahwärmenetzes. Das Netz soll nach Fertigstellung 350 Haushalte mit regenerativ erzeugter Wärme versorgen. An das erste Netz der Gemeinde sind 60 Haushalte angeschlossen.

„Elzach liegt mitten im Schwarzwald, Holz als Wärmequelle zu nutzen, liegt nahe. Ebenso nahe liegend und bestechend ist die Idee, mit moderner Technologie und einem Nahwärmenetz zur Verteilung die erzeugte Wärme möglichst effizient zu nutzen. Das ist aktiver Klimaschutz. Ich freue mich sehr, dass in Elzach Stadtverwaltung und Bürgerschaft gemeinsam die Energiewende mutig und vorausschauend planen und umsetzen“, sagte der Ministerialdirektor im Umweltministerium, Helmfried Meinel, anlässlich des feierlichen Spatenstichs für die erste Bauphase des neuen Wärmenetzes.

Die gesamte Wärme im Wärmenetz Elzach soll über einen Pelletvergaser mit Blockheizkraftwerk und zwei Hackschnitzelkessel erzeugt werden. Betrieben wird die Anlage von der eigens gegründeten Nahwärmegenossenschaft Elzach. Ähnliche Projekte gibt es bereits in den Gemeinden St. Peter und St. Märgen.

Ministerialdirektor Helmfried Meinel verwies in seinem Grußwort auch auf die große Bedeutung des Wärmesektors für die Energiewende und den Klimaschutz: „Heizung und Warmwasserbereitung verursachen ein Drittel der deutschen Treibhausgasemissionen, die Wärmeerzeugung ist für rund die Hälfte des Endenergieverbrauchs in Deutschland verantwortlich. Für Klimaschutz, wie ihn die Staatengemeinschaft in Paris beim Weltklimagipfel versprochen hat, brauchen wir auch und vor allem verstärkte Anstrengungen im Wärmesektor.“

Bioenergie und Solarthermie seien die wichtigsten regenerativen Energiequellen bei der Wärmeerzeugung, so Meinel. Es gehe darum, sie so häufig und so effizient wie möglich zu nutzen. Voraussetzung dafür sei die Existenz eines Wärmenetzes: „Ein Wärmenetz nimmt erzeugte Wärme aus Biomasse, Solarthermie oder Geothermie auf. Auch aus Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen und Abwärme aus Industrie und Gewerbe. Und wir brauchen es, um diese Wärme wieder abzugeben: zum Heizen in Wohnungen, kommunalen Gebäuden, Gewerbebetrieben oder Industrieanlagen.“

Seitens des Landes wurden Wärmenetze im Rahmen von Bioenergiedörfern bereits früher finanziell gefördert, so Meinel. Seit Februar gebe es ein neues Förderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“, das Kommunen und Investoren die ein Wärmenetz planen oder sich dabei engagieren wollen, nutzen können.

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Förderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“

Weitere Meldungen

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Masterplan Wasserversorgung

Beirat für sichere Wasserversorgung gegründet

von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
Forschung

Landesforschungspreise 2026 verliehen

Ein Mitarbeiter montiert im Porsche Werk in Stuttgart-Zuffenhausen eine Vorderachse mit Elektromotor. (Foto: © dpa)
Automobilindustrie

Anpassungen bei EU-CO₂-Regulierung gefordert

Einsatzkräfte der Feuerwehr errichten am Nonnenbach in Bad Saulgau im Ortsteil Moosheim einen Damm mit Sandsäcken gegen das Hochwasser.
Klimawandel

Land rüstet sich für Extremwasserereignisse

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Bodenverunreinigungen

1,2 Millionen Euro für PFAS-Forschung

German Expo Pavilion / Hotaka Matsumura - German Pavilion - to download, click on "high-res download"
Kreislaufwirtschaft

Expo-Ausstellung aus Osaka kommt nach Stuttgart

Windräder
Windenergie

Land setzt sich für Ausbau der Windenergie ein

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Ländlicher Raum

Entwicklungsprogramm Länd­licher Raum 2027 ausgeschrieben

Neu gebaute Häuser stehen hinter einer noch unbebauten Fläche eines Neubaugebiets.
Bauen

Fristen für Förderaufrufe verlängert

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Flurneuordnung

Bescheidübergaben in drei Flurneuordnungsverfahren

Hunde im Tierheim. (Bild: Norbert Försterling / dpa)
Tierschutz

Land fördert Tierheim Dreherhof im Ostalbkreis

Ministerin für den Ländlichen Raum, Marion Gentges MdL
Verwaltung

Amtsübergabe im Ministerium Ländlicher Raum

Broschüre Kulturdenkmale und Photovoltaikanlagen
Denkmalpflege

Neue Broschüre zu Photovoltaik auf Kulturdenkmalen

Holzbau
Forst

Fünfter Fachkongress Holzbau

Biosphärengebiet Schwäbische Alb - Blick von Teck
Naturschutz

Erfolgsmodell Biosphärengebiet Schwäbische Alb wächst