Bauen

Neues Infomaterial für Asbest-Entsorgung beim Bau

Mit einem neuen Faltblatt informieren das Land und Handwerk BW über den Umgang mit Asbest bei der Renovierung älterer Gebäude.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Auf einem Sammelplatz, auf dem asbestbelasteter Schutt lagert, warnt ein Schild: „Asbestfasern!“. (Foto: © dpa)
Symbolbild

Das Umweltministerium und Handwerk BW werben für Sensibilität bei der Renovierung älterer Gebäude. Ein Faltblatt (PDF) informiert darüber, was beim Umgang mit Asbest zu beachten ist.

„Asbest ist ein krebserzeugender Stoff, der mit dem bloßen Auge häufig nicht zu erkennen ist. Für den Schutz der Gesundheit ist es daher unerlässlich, umfassend über die Risiken und den richtigen Umgang mit den gefährlichen Fasern informiert zu sein. Unser neues Faltblatt zeigt übersichtlich, was es bei Arbeiten an betroffenen Häusern zu beachten gilt und wie wichtig die Zusammenarbeit mit geschulten Fachleuten ist“, erklärt Umweltministerin Thekla Walker.

Handwerkbetriebe müssen informiert werden

Bis in die frühen 90er-Jahre hinein wurden im Baugewerbe vielfach asbesthaltige Materialien verwendet. Bei vielen dieser Gebäude steht nun eine Renovierung an. Mit der Ende 2024 novellierten Gefahrstoffverordnung wurden Informations- und Mitwirkungspflichten für Personen eingeführt, die Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten an älteren Gebäuden beauftragen. Sie müssen den Handwerksunternehmen bereits vorab alle vorliegenden Informationen über die Bau- und Nutzungsgeschichte zur Verfügung stellen, die Rückschlüsse darauf zulassen, ob Asbest vorhanden sein könnte. Kann Asbest nicht ausgeschlossen werden, muss gegebenenfalls eine technische Erkundung mit Probenahmen durchgeführt werden.

Sicherheit von Kunden und Beschäftigten

„Unsere Betriebe stehen täglich auf Baustellen und tragen eine große Verantwortung – nicht nur für die Qualität ihrer Arbeit, sondern auch für die Sicherheit von Beschäftigten und Kunden. Gerade beim Thema Asbest ist es entscheidend, dass Handwerkerinnen und Handwerker über klare Informationen verfügen und Bauherren ihre Mitwirkungspflichten ernst nehmen. Nur wenn beide Seiten zusammenwirken, können wir Gesundheitsrisiken vermeiden und Sanierungen sicher umsetzen. Mit dem neuen Flyer schaffen wir hierfür eine wichtige Grundlage“, sagt Rainer Reichhold, Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstags (Handwerk BW).

Schon kleinste Fasermengen gefährlich

Das Faltblatt soll die Menschen in Baden-Württemberg für die Gefahren von Asbest sensibilisieren und über die Risiken im Umgang mit dem Stoff aufklären. Wer renoviert, umbaut oder ein Gebäude abreißt, sollte unbedingt Fachleute hinzuziehen. Da bereits kleinste Fasermengen die Gesundheit schwer schädigen können, gehören Arbeiten an asbesthaltigen Materialien ausschließlich in die Hände geschulter Fachbetriebe. Auch Privatpersonen müssen beim Umgang mit Asbest die für private Haushalte geltenden Regelungen der Gefahrstoffverordnung beachten: Sie dürfen nur die nach der Gefahrstoffverordnung zulässigen Arbeiten durchführen und sind verpflichtet, die Entstehung, Freisetzung und Ausbreitung von Asbestfasern sowie von potenziell asbestfaserhaltigem Staub so weit wie möglich zu verhindern.

Risiken bei Beschädigung

Solange asbesthaltige Produkte keinen erhöhten Verschleiß oder Beschädigungen aufweisen und die Fasern fest im Material gebunden sind, bestehen keine Gesundheitsrisiken. Kritisch wird es jedoch, wenn sie bearbeitet oder zerstört werden. Dies kann insbesondere bei folgenden Arbeiten der Fall sein:

  • Entfernen von Putzen, Estrichen, Bodenbelägen, Fliesen oder Tapeten 
  • Schleifen von Decken-, Wand- und Bodenflächen
  • Austausch oder Einbau von Fenstern, Türen oder Heizungen
  • Abbruch von Gebäuden oder Gebäudeteilen 

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft und Handwerk BW: Flyer „Asbest in Gebäuden – die versteckte Gefahr“ (PDF)

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Asbest in Gebäuden – die versteckte Gefahr

Quelle:

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und Baden-Württembergischer Handwerkstag (Handwerk BW)

Weitere Meldungen

Bescheidübergabe Reallabor für physische KI am IPAI CAMPUS
Künstliche Intelligenz

Zehn Millionen Euro für Reallabor für physische KI am IPAI CAMPUS

Der Gemeinschaftsstand auf der Frankfurter Buchmesse
Kultur- und Kreativwirtschaft

Landesstand auf der Frankfurter Buchmesse

Logo von Start up BW
Start-up BW

Gründerwasen 2026 in Stuttgart

Bescheidübergabe am 7. Oktober 2026
Technologie

Innovations- und Transferzentrum für Drohnen und Drohnenabwehr

Euro-Banknoten und -Münzen
Haushalt

Haushaltsentwurf für 2027 verabschiedet

Key Visual Wirtschaftsgipfel Afrika
Wirtschaft

Fünfter Wirtschaftsgipfel Afrika in Stuttgart

Logo er Frauenwirtschaftstage 2026
Gleichstellung

22. Frauenwirtschaftstage eröffnet

Ehemalige Chapel auf dem Hospitalgelände in Heidelberg
Städtebau

Land fördert 45 Kommunen mit rund 16,6 Millionen Euro

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Hochschulen

Technologische Souveränität bei Künstlicher Intelligenz stärken

Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg für besondere berufliche oder unternehmerische Leistungen, die der baden-württembergischen Wirtschaft dienen.
Auszeichnung

Wirtschaftsmedaille für BeneVit-Gründer Kaspar Pfister

Bei der Paneldiskussion „Wie viel Industriepolitik braucht Europa?“ in der Landesvertretung Baden-Württemberg hat sich die Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (links) mit Anna Cavazzini, Estelle Göger, Freya Lemcke und Daniele Pontarollo ausgetauscht.
Industrie

Bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft gefordert

Eine Apothekerin verkauft rezeptpflichtige Medikamente.
Wirtschaft

GKV-Reform darf Pharmastandort nicht schwächen

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

Land fördert 27 Maßnahmen zur Flächengewinnung durch Innenentwicklung

Logo von Start up BW
Start-up BW

Land bringt Start-up-Ökosystem zusammen

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt bleibt unter Druck