Nationalpark Schwarzwald

Neuer Vorsitzender des Nationalparkrats gewählt

Der Freudenstädter Landrat Andreas Junt ist Nachfolger von Dr. Klaus Michael Rückert als Vorsitzender des Nationalparkrats Schwarzwald.

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Wildseeblick

Der Nationalparkrat hat in seiner Sitzung am Dienstag, 21. Oktober 2025, den Freudenstädter Landrat Andreas Junt zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er wurde einstimmig gewählt. Sein Vorgänger, Landrat a.D. Dr. Klaus Michael Rückert, wurde aus dem Gremium verabschiedet.

Vereinigungsprozess gemeinsam vertrauensvoll und tatkräftig meistern

Umweltministerin Thekla Walker sagte: „Der Nationalpark ist ein Schatz der Region mit landesweiter Strahlkraft. Ich danke Herrn Dr. Rückert für seinen unermüdlichen Einsatz. Auch dank ihm ist der Park vor Ort fest verankert und ein Projekt der Menschen vor Ort. Ich gratuliere Landrat Andreas Junt zu seiner Wahl als Nachfolger. Ich bin sicher, dass wir gemeinsam als Kommunen und Land den Vereinigungsprozess gemeinsam vertrauensvoll und tatkräftig meistern werden.“

Landrat Andreas Junt betonte: „Ich freue mich auf die Aufgabe als Vorsitzender des Nationalparkrats Schwarzwald, weil mir die inhaltliche Ausgestaltung des Nationalparks besonders am Herzen liegt – und ich diese Verantwortung aktiv übernehmen möchte.“

Dr. Klaus Michael Rückert blickt zurück: „Ich bin stolz auf die Entwicklung des Parks über die Jahre. Er hat sich geöffnet. Er praktiziert eine – auch dank des gelungenen Besucherzentrums – starke Willkommenskultur, gleichermaßen gegenüber den Menschen der Region und den überregionalen Gästen. Umso mehr freue ich mich, wenn uns die Krönung in Form einer Vereinigung der beiden Teile in diesem Geist gelingt.“

Nationalparkleiter Dr. Wolfgang Schlund verabschiedet

Ebenfalls verabschiedet wurde der langjährige Leiter des Nationalparks, Dr. Wolfgang Schlund. Er hatte den Park von 2014 bis 2021 gemeinsam mit Dr. Thomas Waldenspuhl geführt. 2023 trat er erneut die diesmal alleinige Leitung an. Ihm folgen seine bisherige Stellvertreterin Dr. Britta Böhr und Berthold Reichle, zuvor im Ministerium zuständig für Schutzgebiete. 

Umweltministerin Thekla Walker sagte: „Wolfgang Schlund hat den Nationalpark von Geburt an mit kurzer Unterbrechung geleitet und begleitet. Er brennt für die Natur und für die Menschen. Seine zugewandte Art, seine Nah- und Ansprechbarkeit gerade gegenüber Menschen mit Befürchtungen und Sorgen haben die Diskussion um die Vereinigung des Parks auf die sachliche Ebene zurückgeführt. Mit Britta Böhr und Berthold Reichle haben nun zwei erfahrene Nationalpark-Experten das Ruder übernommen. Mit viel Herzblut und im Zusammenwirken aller Beteiligten werden sie die anstehenden Herausforderungen mit Schwung angehen.“

Dr. Wolfgang Schlund betonte: „Für mich als ,Wald- und Wiesen-Biologe‘ war der Aufbau und die Leitung des Nationalparks ein Traumjob. Unser kleiner Nationalpark Schwarzwald trägt im weltweiten Netz der großen Schutzgebiete dazu bei, das rasante und für die Menschheit bedrohliche Artensterben wenigstens zu verlangsamen. Dafür lohnt sich jeder, manchmal auch anstrengender Dialog mit den Menschen aus der Nationalparkregion. Großschutzgebiete sind dort wo sie eingerichtet werden sollen, erst mal umstritten. Dafür braucht es Verständnis, Vertrauen, Austausch – das haben wir auch auf den Weg gebracht.“

Vita der neuen Nationalparkleiter

Dr. Britta Böhr ist promovierte Biologin. Seit der Gründung des Nationalparks Schwarzwald 2014 leitete sie den Fachbereich Nationalparkplanung, Regionale Entwicklung und Tourismus, ab 2021 übernahm sie auch die stellvertretende Leitung des Nationalparks. Während der Gründungsphase war Britta Böhr als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung „Wald und Gesellschaft“ der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg Teil des Koordinationsteams, welches die Einrichtung des Nationalparks begleitet hat. Zuvor war sie maßgeblich an der Erstellung der Waldnaturschutzkonzeption sowie des Strategischen Nachhaltigkeitsmanagements der Landesforstverwaltung beteiligt.

Berthold Reichle ist ausgebildeter Förster und Bergführer. Mehrere Jahre war er beim Bergwaldprojekt im Bergwald der Schweiz und Deutschlands im Bereich Naturschutz und Bildungsarbeit tätig. Im Forstamt am Bodensee konnte er zudem jahrelange Erfahrung als Förster sammeln. Darüber hinaus leitete Berthold Reichle 21 Jahre lang das Haus des Waldes in Stuttgart und hat die Waldpädagogik wesentlich konzeptionell und strukturell in Baden-Württemberg mitetabliert. Zuletzt war Reichle als stellvertretender Referatsleiter im Umweltministerium Baden-Württemberg für Schutzgebiete zuständig.

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