Medizin

Neubau für innovative Tumortherapien

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Visualisierung des M3 an der Uniklinik Tübingen / Foto: Heinle Wischer und Partner Freie Architekten

Die Arbeiten am neuen Institut für Malignom-, Metabolom und Mikrobiomforschung auf dem Tübinger Schnarrenberg können beginnen. Die Kosten von 41 Millionen Euro teilen sich Bund, Land und die Universität Tübingen.

Auf dem Schnarrenberg beginnen die Arbeiten für das Institut für integrative Malignom-, Metabolom und Mikrobiomforschung (M3) des Universitätsklinikums Tübingen. Das Ministerium für Finanzen hat dafür nun die Baufreigabe erteilt.

„Der Neubau M3 entsteht auf dem kliniknahen Forschungscampus. Auf dem Schnarrenberg kann auch künftig patientennah geforscht werden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bekommen mit dem neuen Institut eine moderne Infrastruktur, um innovative Therapien entwickeln zu können“, sagte Finanzministerin Edith Sitzmann.

„Wir erleben eine Dynamik in der Medizinforschung, die mich begeistert. Sie wird getragen von exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Wir erwarten aus ihren Forschungsvorhaben neue Therapien. Unsere Aufgabe ist es, deren Arbeit bestmöglich zu unterstützen. Der Neubau M3 zeigt erneut, dass das Land Baden-Württemberg diese Verpflichtung sehr ernst nimmt“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

Innovative Therapiekonzepte gegen Tumorerkrankungen

Mit dem M3 verfolgt die Universität einen neuartigen wissenschaftlichen Ansatz. Hier soll Tumorforschung (Malignom) mit einer Vielzahl von Stoffwechselprodukten (Metabolom) und den im Menschen lebenden Mikroorganismen (Mikrobiom) verknüpft werden. Durch diese miteinander verbundenen Systeme sollen innovative Therapiekonzepte zur Behandlung von Tumorerkrankungen entwickelt werden.

In dem fünfgeschossigen Neubau mit rund 4.200 Quadratmetern Fläche werden unter anderem zentrale Forschungseinrichtungen, Labore und Büros untergebracht. Das neue Institut wird mit regenerativ erzeugter Fernwärme beheizt und verfügt über einen hohen baulichen Wärmeschutz. Zudem wird auf dem Dach eine Photovoltaikanlage mit einer elektrischen Leistung von 51 Kilowatt-peak (kWp) installiert. Ein technisches Monitoring soll dazu beitragen, die Anlage zu optimieren, den Energieverbrauch zu minimieren und dabei den Nutzerkomfort sicherzustellen.

Der Neubau für rund 41 Millionen Euro soll voraussichtlich im Herbst 2022 fertig sein. Die Hälfte der Kosten übernimmt der Bund aus Bundesmitteln. Der Bund hat das Projekt in sein Programm zur Förderung überregionaler Forschungsgebäude aufgenommen. Jeweils 25 Prozent investieren die Medizinische Fakultät der Universität Tübingen und das Land.

Visualisierung M3, Bildnachweis: „Heinle Wischer und Partner Freie Architekten“ (JPG)

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von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
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