Kultur

Museen im Ländlichen Raum weiterentwickeln

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Kunststaatssekretärin Petra Olschowski

Eine Veranstaltungsreihe soll dazu beitragen, neue Zukunftsperspektiven für Museen im Ländlichen Raum zu entwickeln und damit ihre wertvolle Arbeit zu fördern. Im Mittelpunkt stehen die Themen Ehrenamt, Vernetzung und Digitalisierung.

Wie alle Kultureinrichtungen stehen auch die knapp 1.300 Museen in Baden-Württemberg aktuell vor großen Herausforderungen. Sie sind – Stichwort Digitalisierung und demographischer Wandel – mitten in Veränderungsprozessen, die unsere Gesellschaft und nahezu alle Lebensbereiche prägen. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) und das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) legen deshalb eine Veranstaltungsreihe auf, die die zwei zentralen Themen „Ehrenamt und Vernetzung“ sowie „Digitalisierung und innovative Vermittlungsformen“ in den Mittelpunkt stellt und die sich explizit der Weiterentwicklung der Museen im Ländlichen Raum widmet.

„Mit unserer Veranstaltungsreihe tragen wir dazu bei, neue Zukunftsperspektiven für die Museen im Ländlichen Raum zu entwickeln und damit ihre wertvolle Arbeit besonders zu fördern“, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski zum Auftakt der Veranstaltungsreihe in Ehingen (Donau).

Im Mittelpunkt der vier Veranstaltungen in den vier Regierungspräsidien stehe dabei nicht allein der Informationsaustausch: „Wir suchen dezidiert das Gespräch, den Dialog über museumsrelevante Themen, um die Vernetzung der Akteure untereinander zu fördern. Denn Vernetzung und Kooperation gewinnen an Bedeutung, sind vielleicht sogar der zentrale Faktor für Kultureinrichtungen im Ländlichen Raum,“ so Olschowski. Die meisten Museen in den ländlichen Räumen Baden-Württembergs stützten sich auf ehrenamtlichem Engagement. „Nicht zuletzt im Kontext des demographischen Wandels sind neue Formen der Engagements und der Kooperation gefragt, um die Museen für die Zukunft zu festigen und weiterzuentwickeln“, betonte die Staatssekretärin.

Ehrenamt und Vernetzung

Ehrenamtliche engagieren sich auf unterschiedliche Weise in der Museumsarbeit. Oft wirken sie eher im Hintergrund, etwa als Aufsichtspersonen oder an der Museumskasse. Sie helfen aber auch bei der Betreuung der Museumssammlungen, der Ausstellungsgestaltung, beim Vermittlungsprogramm oder bei Veranstaltungen. „Die Ehrenamtlichen bringen zusätzlich ihr eigenes Wissen ein. Gerade davon profitieren die Museen in einem hohen Maß. Ehrenamtliche Museumsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sind aber darüber hinaus Lobbyisten und Multiplikatoren, die die Anliegen der Museen in die Öffentlichkeit tragen. Sie sind eine wichtige Säule für die Verankerung von Kunst und Kultur in der Gesellschaft und stärken somit die Zivilgesellschaft und die Demokratie“, so Olschowski weiter.

Digitalisierung und innovative Vermittlungsformen

Das Wissenschaftsministerium habe im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des Landes digital@bw das Programm „Kunst und Kultur digital erleben“ aufgelegt. Als vorbildliches Beispiel nannte die Staatssekretärin die App „Netmuseum: Museen und Ausstellungen Baden-Württemberg“. „Diese neue App findet Museen und Ausstellungen in ganz Baden-Württemberg und ist damit ein wertvoller Wegweiser für alle Kunstinteressierten“, betonte Olschowski. Bei der Auftaktveranstaltung in Ehingen stellt die Landesstelle für Museumsbetreuung Baden-Württemberg dieses neue Angebot vor. Das Wissenschaftsministerium hat die Entwicklung der App mit insgesamt 120.000 Euro gefördert.

Die Veranstaltungsreihe

Insgesamt finden im Rahmen der Reihe „Museen im Ländlichen Raum weiterentwickeln – engagiert vernetzt digital“ vier Veranstaltungen statt:

  • 5. März 2018, Schwäbisch Hall: Bei der zweiten Tagung am Montag wird Landwirtschaftsminister Peter Hauk vor Ort sein.
  • 12. April 2018, Gengenbach: bei der Tagung wird MLR-Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch sprechen.
  • 13. April 2018, Knittlingen: Zum Abschluss der Reihe kommt Kunststaatssekretärin Petra Olschowsk.

Die App befindet sich gerade in der Entwicklung und soll mit einem Relaunch der Seite Netmuseum im Frühjahr fertig sein.

Netmuseum

Weitere Meldungen

Eine gelbe Leiter steht vor einem Bücherregal
Literatur

Alfred Kröner Verlag erhält Verlagspreis Literatur 2026

Oper Stuttgart
Sanierung Opernhaus

Pläne für Interimsspielstätte liegen vor

Staatssekretär Raimund Haser steht vor seinem Fahrrad mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf und hält ein Handy in die Kamera.
Radverkehr

RadMelder startet auf der Landesgartenschau

Die Faxen
Landesjubiläum 2027

Jubiläumssong für Baden-Württemberg gewählt

Verdienstkreuz für Volker Jobst
Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Volker Jobst

Publikum bei der Tagung "Gemeinsam Digital"
Kunst und Kultur

Tagung stärkt Museen im digitalen Wandel

CKT
Kunst und Kultur

24 Amateurmusik-Vereine mit Conradin-Kreutzer-Tafel geehrt

Karl-Heinz Ott
Kunst und Kultur

Karl-Heinz Ott erhält Friedrich-Schiller-Preis 2026

Tamas Detrich und Petra Olschowski bei Vertragsunterzeichnung
Kunst

Tamas Detrich bleibt Intendant des Stuttgarter Balletts

Blick auf die Burg Hohenzollern.
Heimatforschung

Landespreis für Heimat­forschung 2027 ausgeschrieben

Broschüre Kulturdenkmale und Photovoltaikanlagen
Denkmalpflege

Neue Broschüre zu Photovoltaik auf Kulturdenkmalen

Esslingen Marktplatz Geiselbachkanal
Denkmalförderung

Rund 6,9 Millionen Euro für 63 Kulturdenkmale

Musikfestival
Kultur

Land fördert 25 Popmusik-Projekte mit rund 345.000 Euro

Kunststaatssekretär Arne Braun (rechts) und Erich Schmeckenbecher (links) mit der Staufermedaille und der Verleihungsurkunde.
Auszeichnung

Staufermedaille für Erich Schmeckenbecher

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) und Tadeusz Matacz (rechts) stehen vor Fahnen und präsentieren die Verleihungsurkunde.
Auszeichnung

Ehrentitel Professor an Tadeusz Matacz