Migration

Lorek informiert über Aufnahme afghanischer Ortskräfte

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Migrationsstaatssekretär Siegfried Lorek bei einem Interview
Migrationsstaatssekretär Siegfried Lorek

Migrationsstaatssekretär Siegfried Lorek hat in einer Videokonferenz die kommunalen Landesverbände und Vertreter von Land- und Stadtkreisen über die aktuelle Lage bei der Aufnahme afghanischer Ortskräfte und deren Familien informiert.

Migrationsstaatssekretär Siegfried Lorek hat sich am Mittwoch, 1. September, in einer Videokonferenz mit den kommunalen Landesverbänden und Vertretern der kommunalen Seite über die Lage in Afghanistan und die Auswirkungen für Baden-Württemberg sowie über aktuelle Fragen im Zusammenhang mit der Aufnahme afghanischer Ortskräfte und deren Familien ausgetauscht.

Besondere Verantwortung für afghanische Ortskräfte

Migrationsstaatssekretär Siegfried Lorek sagte: „Auch nach dem Ende der Evakuierungsflüge der Bundeswehr verfolgen wir mit großer Anteilnahme die Situation in Afghanistan. Wir tragen gegenüber den Frauen und Männern, die unsere Arbeit in Afghanistan in den vergangenen Jahren unterstützt haben und deshalb nun um Leib und Leben fürchten müssen, eine besondere Verantwortung. Wichtig ist nun, dass wir die Ankunft und Integration dieser Frauen und Männer mit ihren Kindern in Deutschland in enger Abstimmung zwischen Land und Kommunen nach Kräften unterstützen. Da jedenfalls bislang weniger Ortskräfte mit Familien als zunächst erwartet in Deutschland angekommen sind, wird sich erst in den kommenden Tagen zeigen, wie viele Menschen zu uns nach Baden-Württemberg kommen werden. Klar ist: Baden-Württemberg kommt seiner Aufnahmeverpflichtung uneingeschränkt nach. Wir sind uns in der Landesregierung einig, dass es nun zügig ein Bund-Länder-Treffen zum koordinierten weiteren Vorgehen geben soll.“

Ansprechpartner für die Stadt- und Landkreise

Baden-Württembergs Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges hatte sich zunächst vor zwei Wochen zu Beginn der Evakuierungsflüge mit einem Brief an den Städte- und Landkreistag sowie an Landräte und Oberbürgermeister gewandt und über Daten und Fakten, die zu diesem Zeitpunkt vorlagen, informiert. Migrationsstaatssekretär Lorek fungiert seitdem als spezieller Ansprechpartner für die Stadt- und Landkreise für Fragen im Zusammenhang mit der Aufnahme afghanischer Ortskräfte und deren Familien. Vor diesem Hintergrund war ihm die heutige Informationsveranstaltung ein Anliegen.

Bereits vor der Machtübernahme der Taliban hat Baden-Württemberg rund 300 afghanische Ortskräfte (inklusive deren Familienangehörigen) aufgenommen. Die Aufnahme afghanischer Ortskräfte und Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis in der Bundesrepublik erfolgt nach § 22 Satz 2 des Aufenthaltsgesetzes. Die Aufenthaltserlaubnis berechtigt beispielsweise grundsätzlich zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. Seitens des Bundes wird geprüft, welche weiteren Personen neben den Ortskräften und deren Familien ebenfalls eine Aufnahmezusage nach Paragraph 22 des Aufenthaltsgesetzes erhalten können (beispielsweise Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten oder Medienschaffende).

Weitere Meldungen

Blick auf die Landesgartenschau Wangen mit einem bunten Blumenfeld im Vordergrund
Landesgartenschau

Föderbescheid für Landesgartenschau 2030 in Ulm

Carsten Höfler
Polizei

Leitung des Polizeipräsidiums Ludwigsburg

Euro-Banknoten und -Münzen
Haushalt

Haushaltsentwurf für 2027 verabschiedet

Key Visual Wirtschaftsgipfel Afrika
Wirtschaft

Fünfter Wirtschaftsgipfel Afrika in Stuttgart

Knut Tropf
Ministerium

Knut Tropf wird Ministerialdirektor

Ehemalige Chapel auf dem Hospitalgelände in Heidelberg
Städtebau

Land fördert 45 Kommunen mit rund 16,6 Millionen Euro

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Hochschulen

Technologische Souveränität bei Künstlicher Intelligenz stärken

Staatssekretär des Ministeriums der Justiz und für Migration und Opferbeauftragter der Landesregierung Siegfried Lorek
Opferschutz

Modellprojekt „Prozessbegleitung Gewaltschutzverfahren“

GAP 2026
Landwirtschaft

Internationaler Agrarkongress in Stuttgart

ein Glas Mirabellen-Brand
Landwirtschaft

Start der Brennsaison 2026

Skulpturen von Homer (links) und Aristoteles stehen vor dem Haupteingang des Kollegiengebäude I (KG1) der Universität Freiburg während Menschen dazwischen hindurchgehen.
Forschung

Universität Freiburg erhält Exzellenztitel

Bei der Paneldiskussion „Wie viel Industriepolitik braucht Europa?“ in der Landesvertretung Baden-Württemberg hat sich die Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (links) mit Anna Cavazzini, Estelle Göger, Freya Lemcke und Daniele Pontarollo ausgetauscht.
Industrie

Bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft gefordert

Minister Moritz Oppelt unterzeichnet den Staatsvertrag
Justiz

Mehr Überwachung von Gewalttätern durch elektronische Fußfesseln

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

Land fördert 27 Maßnahmen zur Flächengewinnung durch Innenentwicklung

Wetter in Baden-Württemberg
Kommunen

Zusatzbezeichnung „Mühlendorf“ für Ottenhöfen im Schwarzwald