Kernenergie

Letzter Castor-Transport auf dem Neckar abgeschlossen

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Das Schubboot "Edda" schiebt auf dem Neckar ein mit drei Castoren beladenes Transportschiff. (Foto: © dpa)

Der letzter Transport von Brennelementen aus Obrigheim hat das Ziel Neckarwestheim erreicht. Umweltminister Franz Untersteller hat ein positives Fazit gezogen. Die Sicherheit der Bürger und der am Transport beteiligten Personen sei jederzeit gewährleistet gewesen.

Der fünfte und letzte Castor-Transport auf dem Neckar mit abgebrannten Brennelementen aus dem im Rückbau befindlichen Kernkraftwerk Obrigheim (KWO) ins Zwischenlager des Kernkraftwerks Neckarwestheim (GKN) ist heute abgeschlossen worden. Kräfte des Polizeipräsidiums Einsatz, der Polizeipräsidien Heilbronn und Ludwigsburg sowie der Bundespolizei sicherten den Transport der drei Castor-Behälter.

Aus Sicht der zuständigen Atomaufsichtsbehörde zog Umweltminister Franz Untersteller ein positives Fazit der Transporte: „Die begleitend durchgeführten Strahlenschutzmessungen lagen durchgehend im unauffälligen Bereich. Sowohl die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Kommunen am Neckar sowie die Sicherheit der am Transport beteiligten Personen war jederzeit gewährleistet.“

Polizei an intensiver Planung frühzeitig beteiligt

„Auch für die Polizei verliefen die Transporte erfolgreich. Wir wussten zu Beginn der Planungen nicht, was uns erwartet. Das waren ja die ersten Castor-Transporte, die als reine Binnenschifftransporte durchgeführt worden sind – auf Erfahrungen früherer Transporte konnte die Polizei also nicht zurückgreifen. Und wir hatten noch die Bilder der Auseinandersetzungen bei vergangenen Castor-Transporten nach Gorleben vor Augen. Die Polizei hat deshalb sehr früh im Genehmigungsverfahren mitgewirkt und den Einsatz intensiv geplant und vorbereitet – das hat Früchte getragen“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl. „Der Erfolg gibt der Polizei Recht: Die wenigen Störungen durch im Neckar schwimmende Demonstranten oder von Brücken abgeseilte Personen wurden professionell bewältigt. Den eingesetzten Polizeibeamten, die bei Wind und Wetter auf dem Neckar für sichere Transporte sorgten, gilt hierbei mein besonderer Dank“, so Strobl.

Atomausstieg kommt großen Schritt voran

Umweltminister Franz Untersteller betonte, dass der Atomausstieg im Land mit der erfolgreichen Verlegung der insgesamt 15 Castor-Behälter von Obrigheim nach Neckarwestheim einen großen Schritt vorangekommen sei: „In den letzten Jahrzehnten gab es in Baden-Württemberg drei Standorte, an denen wir die hochradioaktiven Abfälle aus der Atomkraft sicher aufbewahren und überwachen mussten. Mit dem heutigen Tage an befinden sich abgebrannte Brennelemente nur noch an den beiden Kernkraftwerks-Standorten Philippsburg und Neckarwestheim. Für die Bürgerinnen und Bürger reduziert sich damit das Restrisiko der Atomkraft weiter, dies stellt einen Gewinn an Sicherheit für das ganze Land dar.“

Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg: Strahlenschutzmessungen der Castor-Transporte auf dem Neckar

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