Landwirtschaft

Land will Potenziale nachwachsender Rohstoffe nutzen

Staatssekretärin Sabine Kurtz besichtigte Versuchsflächen für den Anbau von Hanf und Lavendel. Diese sind Teil von zwei Bioökonomieprojekten im Land. Die Bioökonomie in Baden-Württemberg zeigt auf, wie vielseitig Pflanzen verwendet werden können und welche Potentiale in unseren nachwachsenden Rohstoffen stecken.

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Ein Bio-Bauer bringt mit seinem Traktor und einem Tankwagen als Anhänger, die angefallende Jauche auf einer Wiese aus. (Bild: dpa)

Staatssekretärin Sabine Kurtz besichtigte Versuchsflächen für den Anbau von Hanf und Lavendel. Diese sind Teil von zwei Bioökonomieprojekten im Land. Die Bioökonomie in Baden-Württemberg zeigt auf, wie vielseitig Pflanzen verwendet werden können und welche Potentiale in unseren nachwachsenden Rohstoffen stecken.

„Die globale Nachfrage nach hochwertigen protein-basierten Lebensmitteln steigt weiter an. Gleichzeitig sind zukunftsfähige Ernährungskonzepte gefragt, die eine regionale Versorgung ohne Importe sicherstellen. Mit dem vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz geförderten Bioökonomie-Projekt ‚TASTINO‘ werden proteinreiche Lebensmittel aus regional angebautem Hanf entwickelt. Damit wird nicht nur eine pflanzliche Alternative zu tierischem Eiweiß, sondern auch eine regionale Alternative von importierten Lebensmitteln wie Soja oder Reis geschaffen“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Sabine Kurtz, am 24. August 2022 anlässlich eines Besuchs der Hanf-Versuchsflächen auf dem Ihinger Hof der Universität Hohenheim.

Auf den Versuchsflächen wachsen aktuell 19 verschiedene Hanfsorten, deren agronomische Parameter, Ertrag und Nährstoffgehalt untersucht werden. Im Rahmen des geförderten „Bioökonomie-Projekt TASTINO” entwickeln die Signature Products GmbH und die Universität Hohenheim proteinreiche Lebensmittel aus regional angebautem Hanf.

Auf dem Sonnenhof in Bad Boll informierte sich Frau Staatssekretärin Sabine Kurtz anschließend über das Projekt Alblavendel. Ziel des Projekts ist es, eine Wertschöpfungskette für Lavendel in Baden-Württemberg zu etablieren. Neben Anbauversuchen für die Auswahl geeigneter Lavendelarten sollen auch Wertschöpfungsoptionen für die verschiedenen Pflanzenbestandteile entwickelt werden. Während die ätherischen Öle für Arzneimittel und Kosmetika genutzt werden können, sollen die Faserbestandteile der Pflanzen für die Herstellung von Textilien verwendet werden. Um die Projektziele zu erreichen, arbeiten die Naturamus GmbH, die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung sowie die Universität Hohenheim gemeinsam an der Kultivierung und Verarbeitung des Lavendels auf der Schwäbischen Alb. „Der Lavendel wird nahezu vollständig verwertet, so dass eine innovative Wertschöpfungskette für Lavendel in Baden-Württemberg entsteht“, unterstrich Staatssekretärin Sabine Kurtz.

Rohstoffe nachhaltig nutzen und neue Nutzungsoptionen erschließen

„Bei der Bioökonomie und der bio-basierten Kreislaufwirtschaft geht es darum, die Potentiale nachwachsender Rohstoffe nachhaltig zu nutzen und neue Nutzungsoptionen zu erschließen, beispielsweise im Bereich der Ernährungssicherung oder bei neuen funktionalen Materialien. Die beiden vom Land geförderten Projekte zeigen auf beeindruckende Weise, welche vielseitigen Potenziale in der Bioökonomie stecken. Mit unseren Förderprogrammen wollen wir verschiedene Aspekte der Bioökonomie ansprechen und vielversprechende Ansätze fördern. So hat sich Baden-Württemberg inzwischen eine Spitzenposition im Bereich der bio-basierten, kreislauforientierten Wirtschaft erarbeitet und gilt in diesem Zukunftsfeld als Leitregion in der Europäische Union“, betonte Staatssekretärin Sabine Kurtz.

Mit der bereits im Jahr 2019 beschlossenen ressortübergreifendenLandesstrategie Nachhaltige Bioökonomie Baden-Württemberg wird angestrebt, Baden-Württemberg zu einer Leitregion für biobasiertes, kreislauforientiertes Wirtschaften zu entwickeln.

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Bioökonomie und Innovation

 

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