Aus- und Weiterbildung

Land fördert Stärkung digitaler Kompetenzen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Frau sitzt an einem Computer.

Mit zwei Förderaufrufen will das Wirtschaftsministerium die digitalen Kompetenzen stärken. Die „Girls‘ Digital Camps“ sollen Schülerinnen für digitale Berufe begeistern, das Programm „ZukunftsKompetenzen@bw“ fördert die berufliche Weiterbildung für Beschäftigte.

Das Wirtschaftsministerium hat zwei Förderaufrufe zur Stärkung digitaler Kompetenzen gestartet. „Während der Corona-Pandemie zeigt sich einmal mehr, wie wichtig digitales Know-how für die Beschäftigten von heute und morgen ist. In Zeiten von Homeschooling und Homeoffice ist die Fähigkeit zur Nutzung digitaler Anwendungen mehr denn je zum entscheidenden Kriterium für erfolgreiches Lernen und Arbeiten geworden“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Die „Girls‘ Digital Camps“ mit einem Fördervolumen von 3,2 Millionen Euro haben dabei die Zielgruppe der Schülerinnen im Blick. Für den Förderaufruf „ZukunftsKompetenzen@bw“ mit dem Ziel der Weiterentwicklung und Ausweitung des Angebots beruflicher Weiterbildung für Beschäftigte in Baden-Württemberg stehen insgesamt 3,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Girls‘ Digital Camps

Die in der Modellphase seit Oktober 2018 in zunächst fünf Regionen entwickelten und erfolgreich erprobten „Girls´ Digital Camps“ sollen von Januar 2021 bis September 2023 weiterentwickelt und auf alle zwölf Wirtschaftsregionen in Baden-Württemberg ausgeweitet und verstetigt werden. „Wir wollen Schülerinnen der Klassenstufen sechs bis acht in modularen Basis- und Vertiefungskursen auf dem Weg in die digitale Welt begleiten, ihre Kompetenzen aktiv stärken und sie für alle digitalen Themen und zukunftsweisenden Berufe begeistern“, betonte Hoffmeister-Kraut. Hier bestehe noch ein erheblicher Nachhol- und Steigerungsbedarf.

Gefördert werden Verbundprojekte von Wissenschafts- und Wirtschaftsorganisationen, die mit Schulen, Unternehmen und außerschulischen MINT-Akteuren kooperieren und jeweils mindestens zwei Wirtschaftsregionen abdecken. Die Maßnahmen orientieren sich an der Lebenswelt und den Interessen der jungen Frauen, indem sie Bezüge zu bewährten Themenbereichen wie Kunst, Musik, Kreativität, Gesundheit, Flora und Fauna oder Gesellschaft schaffen. Dabei wird vermittelt, wie vielfältig, kreativ, zukunftsorientiert und gesellschaftlich relevant digitale Anwendungen und Berufe sind. Durch das praktische Erleben soll zudem Selbstbewusstsein im Umgang mit und in der Gestaltung von digitaler Technik aufgebaut werden. Neben Präsenzangeboten sind in der Transferphase auch Online-Formate Bestandteil des Förderprogramms.

Interessierte Organisationen des privaten und öffentlichen Rechts können ihre Verbundanträge bis spätestens zum 31. August 2020 beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau einreichen.

Detaillierte Informationen zum Förderaufruf „Girls` Digital Camps“ Transfer stehen unter folgendem Link auf der Website des Ministeriums zur Verfügung:

Wirtschaftsministerium: Transferprogramm Girls` Digital Camps

ZukunftsKompetenzen@bw

Schon vor der Corona-Pandemie sahen sich Betriebe und Erwerbspersonen im Land großen strukturwandelbedingten Anpassungserfordernissen gegenüber. Diese Anforderungen bestehen nicht nur weiter, sondern werden durch die Pandemie und deren wirtschaftliche Folgen noch weiter verschärft. „Qualifizierung ist und bleibt der Schlüssel dafür, dass Betriebe und Erwerbspersonen möglichst positiv durch solche Zeiten großer Veränderungen kommen können“, so Ministerin Hoffmeister-Kraut. Für die Erwerbspersonen wird es noch bedeutsamer als bislang, ihre beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten vorausschauend weiterzuentwickeln und damit ihre Beschäftigungs- und Anpassungsfähigkeit zu stärken. Dies gilt zunehmend auch für Höherqualifizierte, wie Ingenieure und Techniker. Vieles deutet darauf hin, dass deren bisherige Tätigkeiten zum Teil entfallen beziehungsweise künftig nicht mehr in gleichem Maße nachgefragt werden.

Bereits jetzt ist zudem absehbar, dass die Digitalisierung durch die Corona-Pandemie einen enormen Schub erhalten hat. So werden digitale Kompetenzen in allen Bereichen der Wirtschaft, einschließlich der beruflichen Weiterbildung, noch wichtiger. Vor diesem Hintergrund werden Weiterbildungsanbieter im Land aufgerufen in Kooperation mit Betrieben und wissenschaftlichen Einrichtungen zukunftsgerichtete Weiterbildungskonzepte zu entwickeln und zu erproben. Gesucht werden Projektideen zu folgenden Themen:

  • Erweiterung des Online-Weiterbildungsangebots im Land,
  • Ausbau von Transferqualifizierungen insbesondere für Höherqualifizierte (unter anderem für Ingenieure und Techniker der Industrie),
  • Stärkung der digitalen Grundkompetenzen möglichst vieler Erwerbspersonen im Land (insbesondere von bislang wenig digital-affinen Erwerbspersonen),
  • Ausbau der IT-Expertise in Baden-Württemberg (Kenntnisse und Fähigkeiten von Fachkräften und Experten zu Wirtschaft 4.0) und
  • Unterstützung der systematischen Personalentwicklung in kleinen und mittleren Betrieben.

Interessierte Träger und Organisationen können ihre Projektvorschläge bis spätestens zum 31. August 2020 beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau einreichen.

Detaillierte Informationen zum Förderaufruf „Zukunftskompetenzen@bw“ stehen unter folgendem Link auf der Website des Ministeriums zur Verfügung:

Wirtschaftsministerium: ZukunftsKompetenzen@bw

Weitere Meldungen

Eine Frau tippt auf einem Tablet. Daneben liegt ein Smartphone.
GesellschaftsReport BW

Vielfältige Angebote zur Stärkung der Medienkompetenz

Symbolbild: Symbolbild: Ein Passant geht an dem Logo der Agentur für Arbeit vorbei. Das Bundesverfassungsgericht hat am Dienstag, 5. November 2019, sein Urteil zu Leistungskürzungen für unkooperative Hartz-IV-Bezieher verkündet. (Bild: picture alliance/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa)
Bürgergeld

Hoffmeister-Kraut unterstützt geplante Bürgergeld-Reform

Tasten einer beleuchteten Tastatur. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Digitalisierung

Erster erfolgreicher Datenabruf über nationales Datensystem

Übergabe von Breitbandförderbescheiden
Breitbandausbau

Land unterstützt Breitbandförderung mit über 231 Millionen Euro

Pressekonferenz LKA zu Terrorgram
Sicherheit

Kriminologische Studie zur deutschen „Terrorgramszene“

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) überreicht den Sternsingerinnen und Sternsingern eine Geldspende.
Aktion Dreikönigssingen

Kretschmann empfängt Sternsingergruppen

von links nach rechts: Abteilungsleiter „Landwirtschaft" Dr. Konrad Rühl, Ministerialdirektorin Isabel Kling, Minister Peter Hauk und Abteilungsleiterin „Markt und Ernährung“ Petra Mock
Landwirtschaft

Spitzengespräch zu Erzeugerpreisen

Eine Sozialarbeiterin führt in der Landeserstaufnahme für Asylbewerber in Karlsruhe eine Beratung mit einem Flüchtling durch.
Migration

Landkreis Karlsruhe erfolgreich bei Arbeitsgelegenheiten für Geflüchtete

Eine Hand greift nach einem digitalen Paragrafen
Justiz

Modernisierung der Wahlverfahren in der Justiz

Ein Haus, dessen Grundgerüst aus Holz besteht, steht in einem Tübinger Neubaugebiet. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Baurecht

Bauen mit Holz wird erleichtert

Eine Frau bedient das Portal ELSTER der deutschen Steuerverwaltungen zur Abwicklung der Steuererklärungen und Steueranmeldungen über das Internet.
Steuern

Sieben Wochen Bearbeitungszeit für Steuererklärungen

Ein Logo des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).
Forschung

Baden-Württemberg tritt Allianz zur Fusionsforschung bei

Ein Prüfstandshandwerker begutachtet am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein Raketen-Triebwerk
Wirtschaftsnahe Forschung

9,7 Millionen Euro für Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Tasten einer beleuchteten Tastatur. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Justiz

Bund und Länder vereinbaren bundeseinheitliche Justizcloud

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Zum Jahreswechsel keine Entspannung am Arbeitsmarkt