Wirtschaftsnahe Forschung

Land fördert Projekt Biofabrikation

Das Land fördert das Projekt Biofabrikation mit rund drei Millionen Euro. Davon profitieren vor allem kleine und mittelständische Unternehmen in der Gesundheits- und Pharmaindustrie, der Lebensmittelindustrie aber auch in der Medizinbranche.

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Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Mitte) mit den stellvertretenden Institutsleitern des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik Prof. Dr. Steffen Rupp (links) und Prof. Dr. Petra Kluger (rechts)
Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Mitte) mit den stellvertretenden Institutsleitern des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik Prof. Dr. Steffen Rupp (links) und Prof. Dr. Petra Kluger (rechts)

Mit der Übergabe eines symbolischen Förderschecks hat Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, den offiziellen Startschuss für das Projekt Biofabrikation gegeben. Mit einer Förderung im Umfang von rund drei Millionen Euro wird am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) der Forschungsschwerpunkt Biofabrikation ausgebaut. Dort werden künftig biologische Substanzen oder Organismen für verschiedene Zwecke entwickelt und produziert.

„Mit dem Projekt aktivieren wir gezielt vorhandene Stärken durch die Verknüpfung biotechnologischer, ingenieur- und materialwissenschaftlicher Methoden. Dadurch entstehenden völlig neue Lösungsansätze mit großem Wertschöpfungspotenzial. Dies kann unserem Wirtschaftsstandort einen Schub verleihen“, sagte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus.

Kleine und mittelständische Unternehmen profitieren

Im Rahmen des Projekts wird die Infrastruktur für den Forschungsschwerpunkt Biofabrikation aufgebaut. Dies geschieht hauptsächlich durch die Beschaffung entsprechender Geräte und Materialien. Davon profitieren vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, die künftig eng mit den Expertinnen und Experten am Fraunhofer-Institut an der Entwicklung und Herstellung von biologischen Materialien, Zellen und Geweben zusammenarbeiten. Die daraus gewonnen Erkenntnissen und Produkte können in der Gesundheits- und Pharmaindustrie, der Lebensmittelindustrie aber auch in der Medizin Anwendung finden.

Das Projekt „Biofabrikation“ wird mit insgesamt rund drei Millionen Euro unterstützt. Davon steuert das Land rund 1,2 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie 0,9 Millionen Euro aus Landesmitteln bei. Der Bund finanziert die verbleibenden 0,9 Millionen Euro.

EFRE-Förderung in Baden-Württemberg

Um regionale Strukturförderung zu betreiben, erhält Baden-Württemberg in der Förderperiode 2021 bis 2027 rund 279 Millionen Euro von der Europäischen Union aus dem EFRE. Das EFRE-Programm Baden-Württemberg 2021 bis 2027 ist an der Innovationsstrategie Baden-Württemberg (PDF) ausgerichtet und unterstützt die Schwerpunkte Zukunftstechnologien und Kompetenzen sowie Ressourcen- und Klimaschutz.

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Ausbau von angewandten und wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen. Adressiert werden Investitionen in Forschungseinrichtungen einschließlich Forschungsausrüstung mit hoher Relevanz für die Innovationsdynamik der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Land. Die verbesserten Forschungs- und Entwicklungskapazitäten setzen Impulse, um Forschungskooperationen und Wissenstransfer zwischen öffentlicher Forschung einerseits und Wirtschaft (insbesondere KMU) und Gesellschaft andererseits noch weiter zu stärken.

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