Klimaschutz

Land fördert nachhaltige Eigenstromproduktion für Textil- und Faserforschung

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Monteur befestigt Solarpanele auf einem Dach.

Das Land fördert die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung in Denkendorf für die Installation einer Photovoltaikanlage zur nachhaltigen Eigenstromproduktion und -versorgung mit einem Zuschuss in Höhe von 1,4 Millionen Euro.

Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) in Denkendorf erhalten vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg eine Förderung in Höhe von 1,4 Millionen Euro zur Installation einer Photovoltaikanlage. Dies teilte die Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, am 12. Dezember 2022 in Stuttgart mit. Auch die DITF sind massiv von den steigenden Energiekosten betroffen. Das geförderte Projekt soll die DITF in die Lage versetzen, einen erheblichen Teil des benötigten Stroms selbst zu erzeugen und damit die zu erwartenden Mehrkosten im Rahmen zu halten. Geplant ist der Aufbau einer Anlage mit knapp 6.000 Quadratmeter Fläche und einer erzielbaren Nennleistung von rund 1,35 Millionen Kilowattstunden im Jahr. Die DITF streben an, auf diese Weise künftig die Hälfte ihres Strombedarfs selbst zu erzeugen.

Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele im Land

Ministerin Hoffmeister-Kraut sagte: „Wir sehen bei dieser Förderung nicht nur den wirtschaftlichen Effekt, den wir mit diesem Projekt erzielen. Maßgeblich für unsere Förderentscheidung war auch der ökologische Aspekt und damit der Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele im Land.“ Das Projekt soll im Jahr 2023 umgesetzt werden und damit schon bald zu einer Reduzierung der Energiekosten bei den DITF beitragen. Aus Sicht der DITF ist das Projekt auch ein Beitrag, die Wettbewerbsfähigkeit des Forschungsinstituts in Denkendorf nachhaltig zu sichern.

Die DITF sind das deutsche Kompetenzzentrum für alle textilen Fragestellungen. Durch die Kombination von Textilchemie und textiler Verfahrenstechnik „unter einem Dach“ bieten die Institute ganzheitliche Problemlösungen entlang der gesamten textilen Kette von der Faserherstellung und -aufbereitung bis zur Erzeugung und Veredelung textiler (Ober-)Flächen an. Zielgruppen der DITF sind schon lange nicht mehr nur Unternehmen der klassischen Textil- und Bekleidungsindustrie. Mit innovativen textilen Produkten wie neuartigen Biomaterialien für die Wundversorgung erschließen die DITF für die Textilbranche neue Absatzmärkte im Gesundheitswesen. Aber auch im Bereich der Umwelt- und der Oberflächentechnik ermöglichen die Entwicklungen der DITF den Ersatz konventioneller Materialien durch textile Produkte. Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut: „Die wirtschaftsnahe Forschung außerhalb der Universitäten trägt erheblich zur Stärkung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit insbesondere der kleinen und mittelständischen Unternehmen im Land bei. Die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit dieser Forschungseinrichtungen ist wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Technologietransfer in Baden-Württemberg.“

Innovationallianz Baden-Württemberg

Das DITF ist Mitglied der Innovationsallianz Baden-Württemberg e.V.. Die 12 Institute der Innovationsallianz sind wichtige Partner der Wirtschaft im Technologietransfer und bilden eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und der Entwicklung in Unternehmen. Sie forschen erfolgreich in den Wachstumsfeldern der Zukunft, entlang derer die neue Landesregierung ihre Technologiepolitik ausrichtet. Das fachliche Spektrum der Forschungsarbeit reicht von Mikroelektronik, Informatik und Biotechnologie über Medizintechnik bis hin zu Lasertechnik und erneuerbaren Energien. Die Institute werden durch das Wirtschaftsministerium jährlich alleine in ihrer Grundfinanzierung mit insgesamt rund 35 Millionen Euro gefördert.

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Delegationsreise

Land stärkt Kooperation mit Polen

Ausbilderin mit Lehrling
Ausbildung

Unternehmen setzen auf berufliche Ausbildung

Ein Prüfstandshandwerker begutachtet am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein Raketen-Triebwerk
Finanzen

Land investiert in Raumfahrt­standort Baden-Württemberg

Eine Person hält ein Smartphone in der Hand. Auf dem Display sieht man die Startseite der Ehrenamtskarten-App für Baden-Württemberg.
Bürgerengagement

Mehr als 25.000 Ehrenamtskarten ausgegeben

Ein Mitarbeiter der Porsche AG montiert im Porsche-Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen einen Porsche 718 Cayman.
Automobilwirtschaft

Klares Bekenntnis zu Audi-Werk in Neckarsulm gefordert

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Kinderschutz

Aktionstage Kinder- und Jugend­schutz gehen in zweite Runde

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Sommerpause prägt den Arbeitsmarkt

Bio-Musterregion Bodensee
Landwirtschaft

Der Bodenseeapfel ist weit mehr als ein gesundes Lebensmittel

Icon eines Fahrrads. Darüber der Text "Mein Bike, mein Weg, mein Vorteil mit JobBike BW.
JobBike

40.000 JobBikes für Landesbeschäftigte

In einem Büro unterhalten sich zwei Frauen. Eine sitzt an einem Tisch und eine steht neben dem Tisch. Auf dem Tisch steht ein Laptop.
Wirtschaft

Land fördert Beratungen für mittelständische Unternehmen

Eine muslimische Einwanderin sitzt mit anderen Personen am Tisch und schaut sich während des Englischunterrichts Blätter mit Grammatikaufgaben an.
Integration

Land fördert 37 lokale Integrationsprojekte

Landesstand „THE LÄND of Games“ auf der Gamescom 2026
Spielemesse

Baden-Württemberg auf der internationalen Games-Bühne

Eine Hand greift nach einem digitalen Paragrafen
Justiz

Auf dem Weg zur digital vernetzten Justiz der Zukunft

Landkreis Ravensburg
Gemeinsamer Antrag 2026

Ergebnisse des Flächenüber­wachungssystems einsehbar

AzubiCardBW
Ausbildung

Startschuss für das neue Ausbildungsjahr