Mit rund 1,3 Millionen Euro fördert das Land 16 Städte, Gemeinden und Landkreise im Programm „Quartiersimpulse“. Dies gab Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha bekannt. Die wegweisenden Projekte liegen in Mannheim, Ellwangen, Amtzell, Steinmauern, Heidelberg, Rheinhausen, Bruchsal, Horgenzell, Sulz am Neckar, Kernen im Remstal, Leimen, Heuweiler, Mosbach, Fronreute, Landkreis Karlsruhe sowie im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald.
„Quartiere sind Orte des sozialen Zusammenhalts und der gelebten Solidarität. Gute Quartiersentwicklung beginnt dort, wo Menschen ihren Alltag leben. Sie schafft Begegnung, aktiviert lokales Engagement und stärkt das Miteinander über Generationen hinweg. Mit unserem Förderprogramm unterstützen wir Kommunen dabei, passgenaue Lösungen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu entwickeln“, sagte Lucha. Die aktuellen Projekte werden gefördert, um vor Ort neue Formen der gegenseitigen Unterstützung zu schaffen, Nachbarschaften zu stärken und Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels zu entwickeln.
Vielfalt als Stärke: Breites Spektrum an Quartiersprojekten
Die ausgewählten Projekte zeigen die große Bandbreite moderner Quartiersentwicklung in Baden-Württemberg: von sorgenden Gemeinschaften im ländlichen Raum über inklusive Stadtteilentwicklung bis hin zu neuen Treffpunkten, Pflegenetzwerken und generationenübergreifenden Begegnungs- und Beteiligungsstrukturen.
Im Mittelpunkt stehen Vorhaben, die das Zusammenleben aktiv gestalten, Einsamkeit entgegenwirken, bürgerschaftliches Engagement fördern und Kommunen bei den Herausforderungen der Pflege sowie der sozialen Teilhabe stärken.
„Wir unterstützen Projekte, die Menschen zusammenbringen und aus guten Ideen noch bessere Strukturen machen. Unser Ziel sind Quartiere, in denen Zusammenhalt wächst, Teilhabe selbstverständlich ist und Unterstützung dort ankommt, wo sie gebraucht wird“, betonte Sozialminister Manne Lucha abschließend.
„Quartiersimpulse“ – nachhaltige Quartiersentwicklung seit 2019
Das Förderprogramm „Quartiersimpulse“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration und der Allianz für Beteiligung fördert nachhaltige Quartiersentwicklung und bietet finanzielle Unterstützung für Projekte von Kommunen und der Zivilgesellschaft, die auf die Bedarfe der Bewohnenden abgestimmt sind.
Das Förderprogramm „Quartiersimpulse. Beratung und Umsetzung von Quartiersprojekten vor Ort“ ist Teil der Landesstrategie „Quartier 2030 – Gemeinsam. Gestalten.“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg. Hierbei werden gezielt Quartiersprojekte in Städten und Gemeinden für eine Laufzeit von zwei Jahren mit einem Zuschuss von bis zu 85.000 Euro gefördert. Bei Kommunalen Verbünden und Landkreisen in Verbindung mit kreisangehörigen Gemeinden oder Städten sind Förderungen von bis zu 115.000 Euro möglich. Die Kommunen erhalten den finanziellen Zuschuss nicht nur für Sach- und Personalkosten, sondern auch explizit für Beratungskosten.
Der Start der nächsten Förderrunde ist für Oktober 2026 geplant. Kommunen, die Interesse an einer beteiligungsorientierten alters- und generationengerechten Quartiersentwicklung haben, finden alle Informationen und Antragsunterlagen zum Förderprogramm „Quartiersimpulse“ unter QUARTIER 2030 | Zusammenleben Gemeinsam Gestalten - Förderung sowie auf der Webseite der Allianz für Beteiligung.
Die 16 geförderten Quartiersprojekte
Fördersumme der 26. Förderrunde: 1.291.850,50 Euro (Stand 29. April 2026)
- Projekttitel: Allengerechtes Wohnen - Ammanns Wiese
- Summe: 85.000,00 Euro
- Informationen: Die Gemeinde Amtzell beabsichtigt, das ortmittig gelegene Areal „Ammanns Wiese“ einer Bebauung zuzuführen. Das entstehende Quartier „Allengerechtes Wohnen“ soll gemeinschaftlich und mit privaten Partnern entwickelt und betrieben werden. Im Quartier sollen unter anderem gemeinschaftliche Wohn- und Nutzungsformen sowie Wohnformen gezielt für Seniorinnen und Senioren mit und ohne Hilfebedarf entstehen. Mit einem offen angelegten Beteiligungsprozess sind Interessierte eingeladen an der Gestaltung und Nutzung, bestenfalls für den eigenen Bedarf, sich zu finden und mitzuwirken. Durch den ganzheitlichen Entwicklungsprozess soll ein Realisierungsansatz gefunden werden, der auch bei wechselnden Eigentümerstrukturen nachhaltig aufgestellt ist, sodass der Nutzungsmix im Ortskern langfristig erhalten bleibt.
- Projekttitel: Wir sind Bruchsal West
- Summe: 84.960,00 Euro
- Informationen: Das Projekt „Wir sind Bruchsal West“ stärkt das Zusammenleben der Generationen und reagiert auf den demografischen Wandel im Quartier. Ein offener Treffpunkt im Exiltheater, Mitmachaktionen sowie Angebote für ältere, pflegebedürftige Menschen, Familien und junge Bewohner schaffen Räume für Begegnung und nachbarschaftliches Miteinander. Die Bewohner werden aktiv beteiligt und können eigene Ideen einbringen und umsetzen. Über Schlüsselpersonen sowie analoge und digitale Medien werden Menschen erreicht und aktiviert. Eine Steuerungsgruppe begleitet den Prozess und fördert neue Netzwerke. Die Verbindung der Förderprogramme „Quartiersimpulse“ und Nichtinvestive Städtebauförderung stärkt das Quartiersmanagement und gibt Impulse für eine gesamtstädtische Quartiersstrategie in Bruchsal.
- Projekttitel: Miteinander – Ideen, Räume, Zukunft. Südstadt
- Summe: 81.269,90 Euro
- Informationen: Das Projekt „Miteinander – Ideen, Räume, Zukunft. Südstadt“ stärkt das Quartier Goldrain und die angrenzende Südstadt in Ellwangen (1.766 Einwohner, 46 Prozent Migrationsanteil) durch Bürgerbeteiligung, Netzwerkaufbau und generationengerechte Maßnahmen. Nach Auslaufen früherer Sozialstrukturen (DRK, Pater Jeningen Jugend- und Altenhilfe gGmbH 2025) schließt es Lücken und aktiviert Ressourcen von Stadt, Baugenossenschaft, Wohlfahrt und Bewohnern. Es entsteht im Quartiersbüro (ehemalige Sparkasse) ein zentraler Treffpunkt für Workshops und Integration. Ziele: Nachbarschaft stabilisieren, Teilhabe fördern, Quartiersmanagement aufbauen. Koordination durch Stadt Ellwangen mit Partnern: Baugenossenschaft Ellwangen, Seniorenrat, Lernwerkstatt und Wohlfahrt. Nachhaltige Planung sichert Netzwerk bis 2028.
- Projekttitel: Fronhofen, ein Dorf für alle Generationen - gemeinsam leben von Jung bis Alt
- Summe: 85.000,00 Euro
- Informationen: Die Gemeinde Fronreute initiierte 2022 in Fronhofen ein Beteiligungsprojekt mit hohem Bevölkerungszuspruch. Eine Zukunftskonzeption „Dorfmitte 2030“ entstand und aus dem Projekt entstandenen neuen Verein „Fronhofen macht mit e. V.“ werden eine Reihe von Aktivitäten gestaltet. Ein guter Anfang, allerdings gilt es mit dem erreichten Bürgerengagement und weiteren Partnern die Beteiligung zu erweitern (junge Familien, Neubürger, Mitmenschen mit Migrationshintergrund sowie einsame Menschen aller Altersgruppen) und neue Handlungsfelder prozesshaft zu entwickeln/umzusetzen. Eine alters-/generationengerechte Gestaltung des Lebensumfeldes müssen dabei einbezogen werden zum Beispiel die Einrichtung eines offenen Bürgertreffs und die Verwirklichung des Konzeptes für ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt.
- Projekttitel: Gemeinsam für den Emmertsgrund
- Summe: 85.000,00 Euro
- Informationen: Gemeinsam für den Emmertsgrund ist ein Quartiersprojekt, das nicht mit fertigen Angeboten startet, sondern mit Beziehungen: Wir gehen auf Menschen zu, bauen Vertrauen auf und entwickeln dauerhaft tragfähige Begegnungs- und Beteiligungsformate, die Generationen & Kulturen zusammenbringen. Im Emmertsgrund – geprägt von kultureller Vielfalt und vielen älteren Menschen – stärken wir Teilhabe und Zusammenhalt im Alltag. Wir arbeiten dort, wo Teilhabe scheitert – an fehlenden Zugängen, Unsicherheiten und wenig Kontakt zwischen Gruppen – und bauen Brücken: Engagierte Schlüsselpersonen, insbesondere ältere Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte, werden qualifiziert und begleitet, um Dialogräume zu öffnen und Formate mit Vereinen, Seniorenarbeit und bestehenden Strukturen dauerhaft zu verankern.
- Projekttitel: Integration des Mehrzweckhauses in die Dorfgemeinschaft von Heuweiler
- Summe: 53.147,00 Euro
- Informationen: In Heuweiler soll ein Mehrzweckhaus mit einer Senioren-Wohngemeinschaft, günstigem Wohnraum für Bürger aus Heuweiler und Flüchtlingswohnungen errichtet werden. Ziel des gegenständlichen Projektes ist es, dieses Haus in die Dorfgemeinschaft zu integrieren und insbesondere für die Senioren-WG eine „sorgende Gemeinschaft“ ins Leben zu rufen. Im Rahmen des Projekts sind Bürgerversammlungen, Informationsstände, Arbeitsgruppen und Weiterbildungen vorgesehen, um die Dorfgemeinschaft an das Projekt heranzuführen und die Bereitschaft für eine aktive, verbindliche Mitarbeit zu wecken. Die Gemeinde entwickelt das Projekt zusammen mit der Bürgergenossenschaft Heuweiler, wobei sie durch einen externen Berater unterstützt wird.
- Projekttitel: Zogenweiler im Wandel – Gemeinsam zur Caring Community mit Laden & Begegnungs-Café als Herzstück
- Summe: 84.812,80 Euro
- Informationen: Das Projekt „Zogenweiler im Wandel – Gemeinsam zur Caring Community mit Laden und Begegnungs-Café als Herzstück“ macht Zogenweiler zum alters- und generationengerechten Dorfzentrum. Ein zentraler Dorfladen soll als sozialer Mittelpunkt entstehen. Dieser schafft barrierefreie Angebote und verbindet Nahversorgung, Treffpunkt „Lädele“ und verschiedene Wohnformen zum inklusiven „Haus der Begegnung“. Die breit angelegte Beteiligung mittels Steuerungsgruppe, Foren, Projektgruppen und Bürgergenossenschaft stärkt die Nachbarschaftshilfe, Teilhabe aller Generationen und Milieus sowie die Inklusion. Der gemeinnützige Inklusionsbetrieb schließt Versorgungslücken, schafft barrierearme Strukturen und sichert langfristig soziale Qualität als Caring Community für Zogenweiler und die gesamte Gemeinde Horgenzell.
- Projekttitel: Sorgende Gemeinschaft in Kernen
- Summe: 63.364,00 Euro
- Informationen: Ziel des Projekts ist die quartiersbezogene Entwicklung und Umsetzung konkreter Maßnahmen zur Stärkung von Begegnung, Nachbarschaft, Engagement sowie generationenübergreifender Unterstützung für Seniorinnen und Senioren sowie Familien in der Gemeinde Kernen. Im Rahmen des Projekts sollen unter anderem umgesetzt werden:
- Quartiersbezogene Begegnungsorte
- Fahrendes Café
- Koordinierte Nachbarschaftshilfe
- Quartiersbezogene Ansprechpersonen
- Generationenübergreifende Engagementformate
- Analoge und digitale Informationsstruktur
- Kultur- und Begegnungsformate gegen Einsamkeit
- Qualifizierung und Würdigung von Engagierten
- Kontinuierliche Beteiligungs- und Lernstruktur
- Projekttitel: TatOrt Leimen – Jetzt bist du dran!
- Summe: 72.532,00 Euro
- Informationen: „TatOrt Leimen – Jetzt bist du dran!“ zielt darauf ab, von Juni 2026 bis Mai 2028 Maßnahmen anzustoßen und nachhaltig zu verankern, die Menschen im täglichen Leben mit den Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft unterstützen. Das Projekt ist angesiedelt im Schwerpunkt Pflege und Unterstützung im Alter. Die Resilienz im Stadtteil soll durch vernetzende und unterstützende Angebote gestärkt werden. Warum „TatOrt Leimen?“ – aus der ab 2022 aufgebauten Quartiersarbeit in Leimen haben wir gelernt, wie sehr die Lebensqualität durch ein „ins Tun kommen“ wächst. In einer älter werdenden Gesellschaft ist es existenziell, die im Sozialraum vorhandenen Kräfte und Ressourcen zu bündeln. Dabei stellen Menschen im Wechsel von Arbeitsleben in das Rentenalter eine große Ressource dar.
- Projekttitel: Mannheimer Modell Neckarstadt-West
- Summe: 67.708,00 Euro
- Informationen: Die Neckarstadt-West ist ein von Zuwanderung, hoher Fluktuation und sozialen Herausforderungen geprägter Stadtteil, in dem viele ältere Menschen allein leben und auf soziale Sicherungsleistungen angewiesen sind. Das „Mannheimer Modell“ mit dem im Quartier verorteten „GenerationenTreff“, dem Pflegemanagement (aufsuchende Leistungssachbearbeitung), dem Beratungsangebot des Pflegestützpunktes vor Ort und der Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements soll skaliert und an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Die Quartiersimpulse ermöglichen begleitende Beteiligungsformate mit Bürgerinnen und Bürgern und gesellschaftlichen Akteuren vor Ort sowie wissenschaftliche Begleitung zur ressourcen- und wirkungsorientierten Weiterentwicklung von bedarfsgerechten Versorgungs- und Unterstützungsstrukturen.
- Projekttitel: Waldsteige 2031 – ein inklusives Konzept für das Quartier Waldsteige und das gesamte Stadtgebiet
- Summe: 85.000,00 Euro
- Informationen: Wie kann eine Kommune Inklusion im Alltag für alle spürbar machen und ein Quartier so stärken, dass niemand durchs Raster fällt? Mosbach macht die Waldsteige zum kommunalen Reallabor: Bürgerinnen und Bürger, lokale Schlüsselakteure und Verwaltung probieren gemeinsam aus, wie soziale Quartiersentwicklung in einer Kommune mit 24.000 Einwohnern funktionieren kann. Der Prozess startet mit Zuhören, einem Inklusions-Check und einer partizipativen Sozialraumanalyse. Ehrenamtliche Quartiersdetektive machen Bedarfe und Potenziale sichtbar: An der Haustür, auf Quartiersspaziergängen und in vielen kleinen Alltagsbegegnungen. So entsteht soziale Innovation dort, wo sie zählt: im Alltag. Die Ergebnisse münden in einen Aktionsplan Waldsteige und in ein kommunales Konzept „Inklusion & Quartier“ für die Gesamtstadt.
- Projekttitel: Inklusion und Integration als generationenübergreifende Aufgabe in der Kommune
- Summe: 85.000,00 Euro
- Informationen: Dieses Quartiersprojekt versteht Inklusion und Integration als die zentrale zivilgesellschaftliche Voraussetzung für eine gelingende Umsetzung der kommunalen Daseinsvorsorge. Im Sozial- und Bildungscampus des Bürgerzentrums in der Gemeindemitte finden sich fast alle öffentlichen Einrichtungen: Zwei Kitas, Grundschule, seniorengerechte Wohnungen, ein Wohnhaus für Menschen mit Behinderungen, Tages- und vollstationäre Pflege, Hausärzte, Apotheke, Physio, Fitness und ein Lebensmittelmarkt. Niedrigschwellige, generationenübergreifende Teilhabe- und Vernetzungsangebote werden durch ein professionelles Quartiersmanagement (erst) ermöglicht, nicht nur für die besonders unterstützungsbedürftigen Menschen mit Behinderungen und Senioren als Bewohner des Quartiers, sondern für die gesamte Einwohnerschaft.
- Projekttitel: Gestern.Heute.Morgen – Vom Museum zum Mitmach-Ort für alle
- Summe: 55.242,00 Euro
- Informationen: Mit dem Projekt „Gestern.Heute.Morgen – Vom Museum zum Mitmach-Ort für alle“ entwickeln die Gemeinde, der Förderverein Flößereimuseum und der Verein für Volkstanz & Heimatpflege einen generationenübergreifenden Beteiligungs- und Begegnungsort im Ortskern. Museum, Begegnungscafé und Kulturscheune werden nicht nur neu gedacht, sondern gemeinsam von Bürgerinnen und Bürgern gestaltet und getragen. Ziel ist es, engagierte Gruppen für den Café-, den Kultur- und den Museumsbetrieb zu gewinnen und langfristig zu etablieren. Über innovative Beteiligungsformate, Talent-Gruppen und einen Generationenrat werden Selbstwirksamkeit, Engagement und der Wissenstransfer zwischen den Generationen gestärkt. Das Projekt schafft dauerhaft selbsttragende Strukturen für Kultur, Heimatpflege und Gemeinschaft.
- Projekttitel: Drei Täler - Eine Gemeinschaft
- Summe: 74.288,00 Euro
- Informationen: Drei Täler - Eine Gemeinschaft Mitdenken. Mitreden. Mitgestalten.: Das Projekt stärkt das Miteinander im Quartier und richtet sich besonders an Menschen ab 60 Jahren als aktive Gestalterinnen und Gestalter. Ihre Erfahrung und Kompetenzen sind ein wertvoller Schatz. Offene Treffpunkte, eine digitale Plattform (zum Beispiel Hilver oder PocketDorf), Nachbarschaftshilfe und die gezielte Ansprache alleinlebender Menschen fördern Teilhabe – vom Ich zum Wir. Patenschaften zwischen Jung und Alt, Pflegeprävention, der sensible Umgang mit Demenz, Begleitdienste, Mitfahrgelegenheiten und digitale Angebote schaffen neue Brücken im Alltag. Der Sulzer Ansatz verbindet analoges und digitales Engagement mit menschlicher Nähe und Zukunftsfähigkeit.
- Projekttitel: Von Leuchtturmkommunen zum landkreisweiten Netzwerk Sorgender Gemeinschaften
- Summe: 115.000,00 Euro
- Informationen: Das Projekt verfolgt das Ziel, sorgende Gemeinschaften als gemeinschaftliche Antwort auf Pflege- und Sorgebedarfe landkreisweit zu stärken und weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt steht die Vision eines „Sorgenden Landkreises“, in dem Kommunen, Zivilgesellschaft, Angehörige und soziale Dienstleister Verantwortung für gute Sorge- und Unterstützungsstrukturen gemeinsam tragen. Neben der Begleitung von drei Kommunen liegt der Schwerpunkt auf Ermutigung, Beteiligung, Befähigung und Vernetzung der lokalen Akteure im gesamten Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Dabei bauen wir auf der Arbeit mit sechs Kommunen im Vorgänger-Projekt auf: Die 2024/25 entwickelten praxisnahen Bausteine zum Aufbau „Sorgender Gemeinschaften“ bilden die Grundlage für Transfer und Verbreitung in allen 50 Kreiskommunen.
- Projekttitel: Quartiere verbinden – Pflege in Gemeinschaft leben
- Summe: 114.526,80 Euro
- Informationen: In Linkenheim-Hochstetten und Rheinstetten entsteht erstmals ein lokales Pflegenetzwerk. Netzwerkkoordinatorinnen mit kommunaler Anbindung steuern es operativ, organisieren Treffen, vermitteln Informationen transparent zwischen Partnern und agieren als zentrale Ansprechpartnerinnen für Betroffene, Angehörige, Akteure – inklusive Verweisberatung. Gemeinsam mit Verwaltung und Fachstelle Quartiersentwicklung/Landkreis entsteht ein kooperatives Modell: Pflege und Sorge werden mit Betroffenen, Ehrenamtlichen und Diensten geplant und Beratungs- und Unterstützungsstrukturen weiterentwickelt. Bürgerbeteiligung liefert Bedarfe/Potenziale. Die Fachstelle Quartiersentwicklung begleitet, koordiniert Ziele und fördert den Transfer auf weitere Kommunen – für alters- und generationengerechte Quartiere.
















