Energie

Kühlturm-Sprengung in Philippsburg

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Hinter einem Hinweisschild „Kernkraftwerk“ erheben sich die Kühltürme des Kernkraftwerks Philippsburg. (Foto: © dpa)

Die Kühltürme des Kernkraftwerks Philippsburg werden gesprengt. An ihrer Stelle entsteht bis 2024 ein Umspannwerk für erneuerbare Energien.

Als „bildgewaltiges Symbol für den Atomausstieg und die Energiewende“ hat Umweltminister Franz Untersteller die bevorstehende Sprengung der beiden Kühltürme des Kernkraftwerks in Philippsburg bezeichnet. „Dort, wo heute das weithin sichtbare Symbol der Atomkraft in den Himmel ragt, steht schon bald ein Konverter, um erneuerbare Energie aus dem Norden Deutschlands nutzbar zu machen. Wenn die Kühltürme gesprengt sind, macht die Atomkraft buchstäblich Platz für die erneuerbaren Energien.“

Untersteller erinnerte daran, dass die Kühltürme mehr als vier Jahrzehnte das Landschaftsbild rund um Philippsburg geprägt haben. Einige werden die Türme vermissen, so der Umweltminister, andere werden erleichtert aufatmen. „Ich habe mich mein gesamtes Berufsleben für den Atomausstieg eingesetzt. Für mich ist es ein besonderes Ereignis, wenn jetzt die Kühltürme gesprengt werden. Sie symbolisieren eine hoch riskante Energietechnologie. Ohne Atomkraft wird die Region für alle sicherer.“

Umspannwerk für erneuerbare Energien entsteht

Der Konverter (Gleichstrom-Umspannwerk) in Philippsburg bildet künftig den Endpunkt der Hochspannungs-Gleichstrom-Leitung ULTRANET. Sie transportiert insbesondere erneuerbaren Strom nach Baden-Württemberg. Der Strom wird dann in Philippsburg in Wechselstrom umgewandelt und ins Übertragungsnetz eingespeist. ULTRANET soll 2024 in Betrieb genommen werden und spielt für die sichere Stromversorgung Baden-Württembergs mit erneuerbaren Energien eine zentrale Rolle.

Die grundlegenden Voraussetzungen für den Abbruch der Kühltürme wurden bereits im Rahmen des Genehmigungsverfahrens zur Stilllegung und zum Abbau des Kernkraftwerks Philippsburg 2 (KKP 2) geprüft. Nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung mit Öffentlichkeitsbeteiligung wurde der Abbau einschließlich der Sprengung genehmigt.

Die Einhaltung aller Genehmigungsauflagen beim konkreten Sprengvorhaben wurde dann in atomrechtlichen aufsichtlichen Verfahren umfassend geprüft. Dazu wurden unter anderem radiologische Messungen zum Nachweis der Kontaminationsfreiheit der Kühltürme durchgeführt. Die atomrechtlichen Prüfungen bestätigen außerdem auf Basis von Sachverständigen-Gutachten, dass die Sprengung auf die kerntechnischen Anlagen am Standort keine schädlichen Auswirkungen haben. Neben der atomrechtlichen Prüfung wurde die Sprengung auch baurechtlich, wasserrechtlich und sprengstoffrechtlich geprüft.

Umweltministerium: Kernenergie und Strahlenschutz

Umweltministerium: Energiewende

Weitere Meldungen

Broschüre Kulturdenkmale und Photovoltaikanlagen
Denkmalpflege

Neue Broschüre zu Photovoltaik auf Kulturdenkmalen

Ein fahrendes schwarzes Auto mit gelber Aufschrift "Deine Mutter fährt nicht betrunken" und Team Vision Zero.
Verkehrssicherheit

Mehr Unfälle rund um die Feiertage

Holzbau
Forst

Fünfter Fachkongress Holzbau

Biosphärengebiet Schwäbische Alb - Blick von Teck
Naturschutz

Erfolgsmodell Biosphärengebiet Schwäbische Alb wächst

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Süddeutscher Biogasgipfel in Ulm

Ein Motorradfahrer fährt auf einer Landstraße. (Bild: dpa)
Verkehrssicherheit

Start der Motorradsaison 2026

Ein Fahrradfahrer fährt auf einem Radweg, der an einer Straße entlang läuft.
Rad- und Fußverkehr

Kommunen planen mehr Rad- und Fußwege

Eine Autofahrerin fährt durch einen Autobahntunnel.
Straßenverkehr

Mehr Sicherheit und moderne Technik auf der B 463

Ein Motorradfahrer fährt auf einer Landstraße. (Bild: dpa)
Verkehrssicherheit

Bundesweiter Aktionstag „sicher.mobil.leben“

Zahlreiche Menschen sind auf einem Radweg bei Sonnenschein auf ihren Fahrrädern und E-Roller unterwegs.
Radverkehr

STADTRADELN 2026 startet

Ein Messegast lässt sich eine so genannte ORC-Anlage erläutern.
Klimaschutz

Land fördert Energiefahrpläne für Unternehmen und Einrichtungen

Zitterpappel
Forst

Zitterpappel bereichert Wald und Bioökonomie

Ein Bauarbeiter schaut auf ein Gebäude, das als Testobjekt aus Recyclingbeton gebaut wird.
N!BBW

Neue Termine für Workshops „Nachhaltiges Bauen“

Absperrung auf einer Straße. Im Hintergrund eine Autobrücke.
Kommunaler Straßenbau

Land unterstützt Kommunen beim Umbau der Straßeninfrastruktur

Neubau Kollegiengebäude 1, Pädagogische Hochschule Freiburg, Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten, Stuttgart
Holzbau

Klimafreundlich Bauen mit Holz