Holzbau

Kommunaler Holzbau ist aktiver Klimaschutz

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Ein Haus, dessen Grundgerüst aus Holz besteht, steht in einem Tübinger Neubaugebiet. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)

Im Rahmen des Ideenaufrufs „Holzbau als Bestandteil des kommunalen Klimaschutzes” hat Forstminister Peter Hauk 17 Zuwendungsbescheide übergeben. Kommunaler Holzbau ist aktiver Klimaschutz und schafft attraktiven Lebens- und Arbeitsraum vor Ort.

„Der Klimaschutz ist eine unserer wichtigsten Zukunftsaufgaben. Dem Land und seinen Kommunen kommt hier eine Schlüsselrolle zu. Mit dem Ideenaufruf „Holzbau als Bestandteil des kommunalen Klimaschutzes” haben wir einen Anreiz geschaffen, kommunale Bauaufgaben und den Einfluss der Kommunen auf das Bauen neu und klimagerecht zu denken. Unsere Kommunen sind wichtige Multiplikatoren vor Ort. So freue ich mich über die innovativen Konzepte, die im Rahmen des Ideenaufrufs eingereicht wurden. Sie zeigen, dass auch in der Verwaltung hohes Potential für Kreativität und kluge Köpfe mit Ideenreichtum vorhanden ist”, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, im Rahmen der Übergabe der Bewilligungsbescheide zum Ideenaufruf „Holzbau als Bestandteil des kommunalen Klimaschutzes” im Haus der Wirtschaft in Stuttgart.

Impulse für eine klimagerechte Baukultur

Mit der interministeriellenHolzbau-Offensive Baden-Württemberg will das Land Impulse für eine klimagerechte Baukultur setzen. Denn durch das Bauen mit Holzprodukten aus einer nachhaltigen Forstwirtschaft, kann klimaschädliches Kohlenstoffdioxid in Form von in Holz gebundenem Kohlenstoff, langfristig gespeichert werden. „Mit unserer Holzbau-Offensive positionieren wir Baden-Württemberg als Vorzeigeregion für eine klimafreundliche Baukultur mit Holz. Wir haben durch unseren konsequenten holzbasierten Wertschöpfungskreislauf den Anspruch auch weiterhin die führende Region für das Bauen mit Holz zu sein”, betonte Minister Peter Hauk.

Der Ideenaufruf „Holzbau als Bestandteil des kommunalen Klimaschutzes” wurde im Herbst 2020 als zweistufiges Verfahren ausgelobt. Eine Fachjury hat aus insgesamt 46 Einreichungen 17 Konzepte zur Förderung vorgeschlagen. Die ausgewählten Kommunen erhalten für die Umsetzung der Projekte eine Förderung in Höhe von bis zu 400.000 Euro. Mit der Förderung sollen neue und innovative Wege und Ansätze zur Schaffung von Holzbauprojekten für den kommunalen Klimaschutz identifiziert und umgesetzt werden.

Dem Best-Practice-Gedanken folgend sollen die Erkenntnisse für die breite Umsetzung aufbereitet und weitere Kommunen im Land zur Nachahmung angeregt werden. Unter anderem wurden eine Gewerbegebietsentwicklung, ein Tourismusprojekt und mehrere Quartiersentwicklungen in Holzbauweise eingereicht. Insgesamt stellt das Land hierfür rund 5,7 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. „Die Beiträge des Ideenaufrufs zeichnen sich durch besonders innovative Ansätze für die Entwicklung kommunaler Wege zur klimafreundlichen Transformation des Bausektors mit dem nachwachsenden Baustoff Holz aus”, so Minister Peter Hauk.

Holzbau-Offensive bietet Kommunen weitere Angebote

Neben dem Ideenaufruf sind in der Holzbau-Offensive weitere zielgerichtete Angebote für die Kommunen verankert. Hier gehören beispielsweise das Förderprogramm „Holz Innovativ Programm” für konkrete Bauvorhaben, eine kostenfreie Expertenberatung sowie Informations- und Bildungsangebote.

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat Ende 2018 die Holzbau-Offensive des Landes ins Leben gerufen, um die Transformation des Bausektors voranzutreiben. Ziel des interministeriellen Projektes ist es, eine klimafreundliche Baukultur mit Holz im Land zu unterstützen. Zu den zielgerichteten Maßnahmen gehören u.a. Fördermaßnahmen, Bildungsprogramme und der Ausbau der Digitalisierung im Holzbau. Das Land errichtet eigene Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen soweit wie möglich in Holz- oder Holzhybridbauweise.

Geförderte Kommunen

Folgende Städte, Gemeinden und Landkreise haben im Rahmen des Ideenaufrufs „Holzbau als Bestandteil des kommunalen Klimaschutzes” eine Zuwendung erhalten:

  • Gemeinde Baiersbronn
  • Gemeinde Bernau im Schwarzwald
  • Große Kreisstadt Stadt Ettlingen
  • Stadtkreis Freiburg im Breisgau
  • Gemeinde Haßmersheim
  • Große Kreisstadt Heidenheim an der Brenz
  • Universitätsstadt Heilbronn
  • Große Kreisstadt Herrenberg
  • Landkreis Karlsruhe
  • Stadtkreis Karlsruhe
  • Universitätsstadt Konstanz
  • Große Kreisstadt Leinfelden-Echterdingen
  • Große Kreisstadt Lörrach
  • Landeshauptstadt Stuttgart
  • Stadt Waldenbuch
  • Große Kreisstadt Weinstadt
  • Stadt Wendlingen am Neckar

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