Klimaschutz

Kirche will mehr Klimaschutz

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Dr. Andre Baumann (Bild: Umweltministerium/KD Busch)

Die Evangelische Landeskirche in Baden will bis 2050 „post-fossile Kirche werden“. Das kündigte Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh gegenüber der Presse an. Der Staatssekretär des Umweltministeriums, Andre Baumann, unterstrich die wichtige Vorbildwirkung der Kirche.

Das Projekt der Kirche zur Effizienzsteigerung von Heizanlagen zeige das große Potenzial der Wärmewende: Mit Investitionen von 2,4 Millionen Euro spart die Kirche ab sofort jährlich 3,2 Millionen Kilowattstunden Energie, knapp 300.000 Euro und 916 Tonnen Kohlendioxid ein. 2017 startet ein neues CO2-Minderungsprogramm von 11,2 Millionen Euro. „Damit übernehmen wir auch Verantwortung für unsere Geschwister weltweit, deren Leben der Klimawandel gefährdet und sogar zur Fluchtursache wird”, betonte der Landesbischof.

Mit Blick auf das Wahljahr 2017, betonte Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh, sei es wichtig, immer wieder „auf den Zusammenhang, ja die wechselseitige Abhängigkeit von Erderwärmung, Armutsbekämpfung und der Sicherheit in unserem Land hinzuweisen“. Gerade jetzt, wo die Erfüllung der für Marrakesch formulierten Klimaschutzziele der Bundesregierung fraglich sei, wolle die badische Landeskirche weiter vorangehen. Mit dem jetzt gestarteten CO2-Minderungsprogramm sollen veraltete Ölheizungen durch Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien ersetzt und Geschossdecken gedämmt werden.

„Grundsätzlich wollen wir damit 2500 Tonnen CO2 einsparen. Das können wir durch die Umstellung von 30 großen Heizanlagen genauso schaffen wie mit rund 200 kleineren. Derzeit werden die Kirchengemeinden angesprochen, die ersten 20 haben bereits Interesse angemeldet“, berichtete der landeskirchliche Umweltbeauftragte, André Witthöft-Mühlmann. In der ersten Phase ihres Klimaschutzkonzeptes hatte die Landeskirche von 2011 bis 2015 mit Investitionen von rund 44,5 Millionen Euro, vor allem in Gebäude, rund 23 Prozent des Kohlendioxidausstoßes im Vergleich zu 2005 eingespart.

„Die effiziente Nutzung von Energien ist die Basis für die Energiewende und den Klimaschutz“, betonte Staatssekretär Andre Baumann. „Gerade im Gebäudebestand sehen wir noch großes Potenzial“. Mit dem Projekt zur energieeffizienten Wärmeversorgung und Heizungsoptimierung gebe die badische Landeskirche anderen ein leuchtendes Beispiel. Es bleibe zu hoffen, dass die Idee viele Nachahmer finde, so Baumann weiter. Für den Ausstieg aus der Kohlestromversorgung mahnte Landesbischof Cornelius-Bundschuh die Bundespolitik, „aktiv und zeitlich verbindlich einen Ausstiegspfad festzulegen, der sozialverträglich gestaltet ist.“

Quelle:

Evangelische Landeskirche und Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft

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Stuttgart, 03.03.2026: Staatssekretär Andre Baumann (zweiter von links) mit den Gründern des Ombudsverein Erdwärme e. V. (von links): Dr. Herbert Pohl (Geschäftsführer, Deutsche ErdWärme GmbH), Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Dr. Horst Kreuter (Vulcan Energie Ressourcen GmbH), Andreas Mühlig (Leiter GE Erzeugung Betrieb EnBW Energie Baden-Württemberg AG), Dr. Hansjörg Roll (Mitglied des Vorstands, MVV Energie AG), Klaus Preiser (Geschäftsführung, badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG), Jürgen Scheurer (Geschäftsführer, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.), Jörg Dürr-Pucher, (Vorsitzender, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.)
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