Wirtschaft

Initiative Wirtschaft 4.0 verabschiedet Zehn-Punkte-Zukunftsprogramm

Logo der Initiative Wirtschaft 4.0 BW

Die Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg hat bei ihrem fünften Spitzentreffen das Zehn-Punkte-Zukunftsprogramm „Resiliente Wirtschaft 4.0“ verabschiedet. Damit sollen Unternehmen dabei unterstützt werden, die Potenziale der Digitalisierung weiter auszuschöpfen, Marktchancen zu nutzen und Wege durch die Krise zu finden.

„Angesichts der aktuellen enormen und zum Teil bisher beispiellosen Herausforderungen – angefangen bei dem tiefgreifenden Strukturwandel der Branchen über die Energiekrise, gestörte Lieferketten, den Klimawandel, die Digitalisierung bis hin zum Fachkräftemangel – ist die Anpassungsfähigkeit unserer Wirtschaft und auch die der Wirtschaftspolitik in noch nie dagewesener Weise gefordert“, so Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am 16. Januar 2023 in Stuttgart anlässlich des fünften Spitzentreffens der Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg (IW4.0).

„Mit der IW4.0 haben wir im Jahr 2017 einen wesentlichen Grundstein gelegt, um gemeinsam mit 35 Partnerorganisationen an den Voraussetzungen zu arbeiten, den Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken. Mein Ministerium hat in diesem Zeitraum mehr als eine halbe Milliarde Euro an Maßnahmen und Projekten bewilligt, um die Digitalisierung der Wirtschaft, die Zukunfts- und Schlüsseltechnologien und die Künstliche Intelligenz (KI) im Land voranzubringen. Heute wurde der Grundstein für den weiteren Weg der IW4.0 gelegt. Ich freue mich, dass wir gemeinsam an einem Strang ziehen, wenn es darum geht, die Herausforderungen anzugehen“, zog Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut Bilanz.

Sie stellte auch klar, dass die Arbeit damit noch nicht getan ist: „Der große digitale Fortschritt der Wirtschaft zeugt von den Erfolgen unserer Aktivitäten. Die Grundlagen für eine resilientere Wirtschaft wurden damit gelegt. Mit dem Zukunftsprogramm, einem breit angelegten Set an Maßnahmen und Aktivitäten, wollen wir die Unternehmen in Baden-Württemberg dabei unterstützen, die Potenziale der Digitalisierung weiter auszuschöpfen, Marktchancen zu nutzen und nachhaltige und sichere digitale Wege durch die Krise zu finden.“

Gemeinsame Erklärung verabschiedet

Die gemeinsame Erklärung „Resiliente Wirtschaft 4.0 – Unsere Wettbewerbsfähigkeit durch Digitalisierung festigen und ausbauen“ (PDF) wurde mit den Spitzenvertreterinnen und Spitzenvertreter verabschiedet. Unter dem Eindruck der aktuellen Herausforderungen betonten die Partnerorganisationen der IW4.0, dass die Digitalisierung entscheidend zur Stärkung der wirtschaftlichen Resilienz beitragen kann.

Als wichtige Bausteine der Arbeit der IW4.0 für die kommenden Jahre rückt das Zehn-Punkte-Zukunftsprogramm, unter anderem die Unterstützung beim Erhalt der Spitzenstellung bei digitalen Zukunftstechnologien, Datensouveränität, Cybersicherheit, gesteigerter Ressourcenunabhängigkeit sowie die Bedeutung um resiliente Lieferketten ins Zentrum. Außerdem geht es darum, Synergien zwischen Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu heben. Zudem stehen ebenso die Themen der Chancengleichheit, sich verändernde Arbeitswelten und die Qualifikation der Fachkräfte als wichtiges Handlungsfeld im Fokus.

Spitzenstellung bei digitalen Zukunftstechnologien einnehmen

Das Zukunftsprogramm betont, dass digitale Zukunftstechnologien für eine krisenfeste und zukunftsfähige Wirtschaft in Baden-Württemberg nicht wegzudenken sind. Ökosysteme wie der bis 2027 in Heilbronn entstehende Innovation Park AI (Ipai), der mithilfe einer Landesförderung von bis zu 50 Millionen Euro realisiert wird, oder auch der Aufbau des Kompetenzzentrums Quantencomputing, für das das Land 40 Millionen Euro bereitstellt, sind von enormer Bedeutung. Sie tragen wesentlich dazu bei, Innovationen auch in Wertschöpfung zu übertragen.

Wirtschaft gegenüber den Gefahren im Cyberraum stärken

Außerdem soll die IW4.0 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) darin unterstützen, selbstständig, selbstbestimmt und durch die Anwendung cybersicherer Lösungen die digitale Transformation zu gestalten. Um die Cybersicherheit im Land zu verbessern, ist es erforderlich, die Sensibilisierung für die Bedeutung des Themas und die vorhandenen Angebote weiter auszubauen, sodass noch mehr KMU davon profitieren können.

Ressourcenunabhängigkeit und stabile Lieferketten etablieren  

Die aktuellen Herausforderungen verdeutlichen, dass unsere Ressourcen noch stärker diversifiziert werden müssen, um punktuelle Abhängigkeiten zu reduzieren. Darüber hinaus muss der Ressourceneinsatz fokussiert werden, denn „alte“ Produkte lassen sich als Rohstoffe nutzen. Die Circular Economy kann daher innerhalb der nachhaltigen Wirtschaft eine wichtige Rolle einnehmen und durch digitale Lösungen effizienter und effektiver ausgestaltet werden. Zukünftig wird auch der Einsatz von Green-IT und nachhaltigen Dienstleistungen immer stärker in den Mittelpunkt rücken.

Stimmen aus dem Kreise der Initiative Wirtschaft 4.0

Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg

Mit der Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg möchte das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gemeinsam mit aktuell 35 Partnerorganisationen die Digitalisierung der Wirtschaft voranbringen – branchenübergreifend und mit besonderem Fokus auf die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen und deren Beschäftigten. Die IW4.0 stellt einen zentralen Baustein der ressortübergreifenden Digitalisierungsstrategie des Landes digital.LÄND dar.

Seit dem Start der IW 4.0 im Jahr 2017 haben die Partnerinnen und Partner in ihren jeweiligen Bereichen zahlreiche Aktivitäten umgesetzt, um die digitale Transformation der Wirtschaft voranzutreiben. Dabei hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus die Digitalisierung mit vielfältigen Maßnahmen unterstützt, von der Information und Vernetzung über Beratung, Forschung und Entwicklung hin zu konkreten Förderprogrammen.

Wirtschaft digital: Initiative Wirtschaft 4.0 im Überblick

Gemeinsame Erklärung der Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg

Paragrafen-Symbole an Türgriffen (Foto: © dpa)
  • Justiz

Hohe Auszeichnung für Offenburger Juristen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Pressekonferenz in Brüssel
  • Europa

Baden-Württemberg will mehr Fördergelder aus Brüssel

Ein humanoider Roboter kommuniziert im Rahmen einer Ausstellung zu künstlicher Intelligenz  mit einem Besucher.
  • Künstliche Intelligenz

Innovationswettbewerb „Sicherheit mit und für KI“ ausgeschrieben

Staatsminister Dr. Florian Stegmann (2. von rechts) beim Besuch im Mercedes-Benz Werk Chakan.
  • Delegationsreise

Stegmann auf Delegationsreise in Indien

Ministerin Hoffmeister-Kraut im Nationalmuseum Chile
  • Delegationsreise

Positive Zwischenbilanz der Reise nach Lateinamerika

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Kultusministerin Theresa Schopper sprechen zu den Teilnehmenden.
  • Schule

Austausch zur Berufs­orientierung in der Schule

Der Landtag von Baden-Württemberg
  • Haushalt

Mehr Nachhaltigkeit in der Haushaltspolitik

Landesbehindertenbeauftragte Simone Fischer und Mikrofon
  • Podcast

„Einfach Inklusion“ Folge 8: Inklusiver Arbeitgeber AfB social & green IT

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
  • Delegationsreise

Hoffmeister-Kraut reist nach Chile und Brasilien

Der Landeswettbewerb „RegioWIN 2030“ (Bild: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)
  • Innovation

Land fördert Innovations­zentrum Nordschwarzwald

Ein Prüfstandshandwerker begutachtet am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein Raketen-Triebwerk
  • Innovation

Land fördert Testzentrum für Luftfahrtsicherheit

Wohnhäuser in Stuttgart
  • Steuern

Kulanzzeit nach Ende der Grundsteuerfrist

Bergwacht Schwarzwald
  • Rettungsdienst

Neubau der Wache der Bergwacht Schwarzwald am Feldberg

Grafik zur Ausstellung The Creätive House vom 12.1. bis 17.2.2023 in Stuttgart
  • Kultur- und Kreativwirtschaft

„THE CREÄTIVE HOUSE“ geht in die zweite Runde

In einem Büro unterhalten sich zwei Frauen. Eine sitzt an einem Tisch und eine steht neben dem Tisch. Auf dem Tisch steht ein Laptop.
  • Fachkräfte

Land verbessert Förderung beim Coaching-Programm zur Personalentwicklung

Arbeiter bauen Präzisions-Klimasysteme zusammen, die für die Lithographie-Abteilung in der Chip Produktion eingesetzt werden (Bild: © dpa).
  • Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt im Land auch zum Jahresbeginn stabil

Eine Goldfibel aus dem Keltengrab Heuneburg. Sie lag im Grab einer vor rund 2600 Jahren beigesetzten Fürstin am Fürstensitz Heuneburg nahe dem heutigen Herbertingen (Bild: © dpa).
  • Vermögen und Bau

Freigabe eines ersten Teilabschnitts für die Kelten-Erlebniswelt

Gruppenfoto beim Besuch der Arab Health 2023
  • Messebesuch

Gesundheitsmesse Arab Health 2023

Porträt von Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
  • Energie

Unerwarteter Beschluss zum Energie-Härtefallfonds

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Bild: © Martin Stollberg)
  • Wirtschaft

Beschleunigung von Infrastrukturmaßnahmen notwendig

Eine Frau arbeitet von zu Hause aus. (Bild: dpa)
  • Wohngeld

Digitaler Wohngeldantrag für Kommunen

Eine Hand tippt auf einer Tastatur.
  • Polizei

Serverattacken auf verschiedene Webseiten

Wort-Bild-Logo der Kampagne Start-up BW. (Bild: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg)
  • Start-up BW

Risikokapitalfonds für Start-ups im Land geschlossen

Eine Mitarbeiterin demonstriert im 3D-Druck-Applikationszentrum des Maschinenbauers Trumpf in Ditzingen die Bedienung einer 3D-Druck-Maschine per Tablet. (Foto: © dpa)
  • Innovation

Neue Auswahlrunde der Förderlinie „Spitze auf dem Land!“

Die Kabinettsmitglieder sitzen am Kabinettstisch der Villa Reitzenstein.
  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 24. Januar 2023