Bundesrat

Hauk macht sich für Gemeinsame Agrarpolitik stark

Minister Peter Hauk sieht im Vorschlag der Kommission der Europäischen Union für die Gemeinsame Agrarpolitik 2028 bis 2034 einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung der europäischen Landwirtschaftspolitik.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Landwirtschaft in Hohenlohe
Symbolbild

„Die Kommission der Europäischen Union (EU) hat am 16. Juli 2025 einen umfassenden Vorschlag für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) für den Zeitraum 2028 bis 2034 vorgestellt. Dieser Vorschlag markiert einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung der europäischen Landwirtschaftspolitik und bringt sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich. Die neue GAP muss zu einem fairen und ausreichenden Einkommen in der Landwirtschaft sowie zur Ernährungssicherung beitragen. Die Position der Landwirtinnen und Landwirte in der Wertschöpfungskette muss sich verbessern, ebenso die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe sichergestellt werden. Darüber hinaus muss die neue GAP dazu beitragen, dass die Attraktivität und der Lebensstandard in Ländlichen Räumen verbessert und nachhaltige Bewirtschaftungspraktiken in Land- und Forstwirtschaft gefördert werden. Die bekannten Förderinstrumente bleiben in der GAP nach 2027 erhalten, jedoch sollen die neue GAP und deren Instrumente deutlich vereinfacht werden, was der Planungssicherheit für die Landwirte und dem Bürokratieabbau Rechnung trägt“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich der 1059. Plenarsitzung des Bundesrates.

Gemeinsame Agrarpolitik nach 2027

Der Verordnungsvorschlag der Kommission sieht vor, die Finanzierung der GAP durch ein Mindestbudget von 293,7 Milliarden Euro auf EU-Ebene zu sichern, das die Mitgliedstaaten durch nationale Mittel und Mittel aus dem Fonds der nationalen und regionalen Partnerschaftspläne (NRPP) erhöhen können. Allerdings soll die zweite GAP-Säule aufgelöst werden und die Interventionen für die ländliche Entwicklung sind ohne gesichertes Mindestbudget in den NRPP integriert. „Es ist hier zwingend notwendig, dass Mittel auch für diese Interventionen fixiert werden. Ich begrüße die vorgeschlagenen Gestaltungsspielräume für die Mitgliedsstaaten im Rahmen der GAP, allerdings dürfe diese Freiheit nicht zu Wettbewerbsverzerrungen zwischen den Mitgliedstaaten führen“, betonte Minister Hauk.

Einkommensstützung

„Positiv hervorzuheben ist, dass die Einkommensstützung weiterhin ein Bestandteil der Förderung ist. Dies bringt den Landwirtinnen und Landwirten Planungssicherheit“, sagte Minister Hauk. Die flächenbezogenen Zahlungen sollen dabei vollständig aus dem EU-Haushalt finanziert werden. Um kleinere und mittlere Betriebe besser zu unterstützen, plant die Kommission eine stärkere Umverteilung.

Generationswechsel in der Landwirtschaft

„Der Generationswechsel erhält in der neuen GAP eine zentrale Rolle. Die Kommission reagiert dabei auf das hohe Durchschnittsalter der europäischen Landwirtinnen und Landwirte von derzeit 57 Jahren“, erläutert der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk. Mit einer verpflichtenden Strategie für den Generationswechsel sowie dem Starterpaket für Junglandwirtinnen und Junglandwirte sollen bestehende Hürden abgebaut werden. Die EU setzt dabei nicht nur auf GAP-Instrumente, sondern auch auf Synergien mit anderen Förderbereichen. „Wichtig ist, dass die GAP der jungen Generation gute und attraktive Rahmenbedingungen bietet, um die landwirtschaftlichen Betriebe zukunftsfähig entwickeln zu können“, unterstrich Minister Hauk.

Gemeinsame Agrarpolitik im Zeitraum 2028 bis 2034

Der Bundesrat hat unter Tagesordnungspunkt 49 seiner 1059. Sitzung die Empfehlungen der Bundesratsausschüsse zum Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Festlegung der Bedingungen für die Durchführung der Unterstützung der Union für die Gemeinsame Agrarpolitik im Zeitraum 2028 bis 2034 beraten und eine Stellungnahme beschlossen.

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Gemeinsame Agrarpolitik (GAP)

Weitere Meldungen

Wildwechsel-Verkehrszeichen mit einem Hinweisschild mit der Aufschrift „Wildtierkorridor“ (Foto: © dpa).
Tierschutz

94. Sitzung des Landesbeirats für Tierschutz

Studierende sitzen in einem Hörsaal.
Hochschulen

„Zukunftsprogramm Hochschule 2030“ stärkt Innovation

Blick über Hohenlohe
Ländlicher Raum

Kulturlandschaftsrat stärkt Landwirtschaft durch Dialog

Kuhweide mit Kühen
Tierseuche

Impfung gegen Blauzungen­krankheit schützt auch nach Neueinstufung erheblich

Logo
Gründungsförderung

Start-up BW Pre-Seed nimmt weitere Unternehmen auf

Der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Renault ZOE (Bild:© dpa)
Mobilität

Carsharing-Förderung diesmal auch für Hybridfahrzeuge

Neubau der Kindertagesstätte Wilhelm-Enßle-Straße
Städtebauförderung

Ortsmitte in Geradstetten erfolgreich saniert

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Mehr Steuereinnahmen, aber kein zusätzlicher Spielraum

Im alten Fabrikensemble der Eisenlohr’schen Werke in Dettingen an der Erms sind mit Hilfe der Städtebauförderung 67 neue Wohnungen entstanden.
Städtebauförderung

Ortskern in Dettingen an der Erms modernisiert

Das Bild zeigt den neuen Dienststellenleiter der LVT BW Peter Siller frontal im Porträt.
Landesvertretung

Peter Siller neuer Dienststellenleiter der Landesvertretung beim Bund

Kaiserstuhl
Flurneuordnung

Sonderprojekt „Weinbau Mittelbaden“ abgeschlossen

Mohn- und Kornblumen blühen in einem Getreidefeld (Bild: dpa).
Artenschutz

Projekt „Natur nah dran“ wird verlängert

Ein Windrad dreht sich bei Herbolzheim vor einem Strommast.
Energieversorgung

Task Force soll Ausbau des Stromnetzes beschleunigen

Tierschutzpreis
Tierschutz

Tierschutzpreis 2027 ausgeschrieben

Delegationsreise China
Außenwirtschaft

Dörflinger auf Delegationsreise in China