Landwirtschaft

Grundstein für Schlachthof in Gärtringen gelegt

Das Land fördert die Modernisierung des Schlachthofs Gärtringen zur Stärkung regionaler Wertschöpfung und hoher Tierwohlstandard. Ziel ist eine schnelle Wiederinbetriebnahme.

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Säue schauen durch die Absperrung eines Stalles auf einem Bauernhof. (Bild: © dpa)
Symbolbild

„Der Erhalt von regionalen, erzeuger- und verbrauchernahen Schlachthöfen mit hohen Tierwohl-Kriterien ist ein zentraler Bestandteil einer funktionierenden Wertschöpfungskette der regionalen Fleischerzeugung. Nur so kann das Angebot an regionalen Produkten gestärkt und das Tierwohl, auch durch kurze Transportwege, weiter verbessert werden. Mit der Förderung des Landes ist die klare Vorgabe verbunden, dass der neu gestaltete Schlachthof in Gärtringen den gesetzten Kriterien, gerade auch hinsichtlich des Tierschutzes, entspricht. Wichtig ist es, dass die Umsetzung der Maßnahme nun schnellstmöglich beginnt, sodass der Schlachthof bald schon wieder seinen Betrieb aufnehmen kann“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten

Der Erhalt und die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten sind Grundvoraussetzung für eine zukunftsfähige Versorgung mit wertvollen regionalen Lebensmitteln. Beispielhaft dafür steht die regionale Fleischerzeugung, welche nur durch ein verantwortungsvolles Miteinander zwischen landwirtschaftlichen Erzeugern, dem verarbeitenden Handwerk, dem Handel und dem Verbraucher gelingen kann. Besondere Bedeutung kommt den regionalen Schlachthöfen zu, die eine zuverlässige Verarbeitung und Vermarktung regionaler Fleischprodukte sichern und damit Bindeglied zwischen Erzeuger und Handel sind.

„Wir stehen eng an der Seite aller beteiligten Akteure, die sich vor Ort für den Erhalt und die Stärkung erfolgreicher Wertschöpfungsketten und hohen Tierwohlstandards in der Fleischerzeugung einsetzen. Damit gelingt es regionale Strukturen zukunftsfähig zu machen und die Versorgung mit regionalen Fleischprodukten zu sichern“, so Minister Hauk.

Modernisierung des Schlachthofs in Gärtringen

Der Schlachthof in Gärtringen (Landkreis Böblingen) wird nach einem längeren Planungsprozess modernisiert, sodass er mit Wiederinbetriebnahme die Anforderungen für hohe Tierwohlstands erfüllen kann. „Der Umbau und die Wiederinbetriebnahme des Schlachthofs Gärtringen ist wichtig, um das Fortbestehen vieler landwirtschaftlicher Familienbetriebe sowie der heimischen Metzgereien in der Region zu erhalten und dauerhaft sicherzustellen“, betonte der Minister.

„Nach intensiver Planungszeit und umfassender Prüfung ist der Weg für den Umbau und die Modernisierung des Schlachthofs in Gärtringen nun endgültig frei. Das freut mich für alle Beteiligten, ganz besonders für die Landwirte vor Ort. Ich bin mir sicher, dass der Landkreis ebenso seinen Zusagen nachkommen wird und der Schlachthof bald schon zu den modernsten und tierwohlgerechtesten Schlachthöfen im Land zählt“, so Minister Hauk.

Im Rahmen des Landesprogramms Förderung von regionalen Schlachthöfen bei Investitionen in eine Schlachtung nach Tierwohlkriterien kann vom Land Baden-Württemberg eine Förderung von 40 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 3,93 Millionen Euro ermöglicht werden. Diese Zusage des Landes wurde erstmals bereits im Dezember 2023 getroffen. Durch mehrfache Verzögerungen konnten bislang nicht mit dem Bau begonnen werden. Aufgrund des großen Einsatzes von Minister Hauk können die Fördermittel nun letztmalig bis zum Jahresende 2026 zur Verfügung gestellt werden.

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